Erinnerungsfoto
1930 entstand dieses Klassenfoto in der Schule in Craam. Vier Jahre besuchte ich die Schule in Craam, dann zog
unsere Familie nach Pokalkstein und 1932 nach Bludau. Lang', lang' ist's her!
Herta Lüdke, geb. Neumann, Kirchbergerstraße 60, 74564 Crailsheim
Am 19. März 1944 wurden 32 Konfirmanden in der Kirche Kumehnen eingesegnet.
Reihe links außen. Wer erkennt sich, Verwandte oder Freunde auf dem Foto!
Erich Qutzeit, Larchenstraße 31, 75217 Birkenfeld
Ichstehe
in der zweiten
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Auf dem „Besenstiel" nach Pillau
Für ein Kind aus Königsberg war es
immer von Vorteil, einen Onkel oder
eine Tante an der See zu haben. Ich
hatte derer sogar drei, eine in Nidden,
eine in Rosehnen und in Pillau. Also
beschlossen mein Vater und ich eines
schönen Sonntags, die Tante in Pillau
per Fahrrad zu besuchen.
Vom Wegweiser am Nordbahnhof
waren es genau 49 km. Gegen den Rat
meines Vaters wollte ich einen modernen,
schmalen und kaum gefederten
Rennsattel, einen sogenannten „Besenstiel“
ausprobieren. Über die Lawsker
Allee, links ab in Moditten, waren
wir schnell in der Kaporner Heide und
in Gottes freier Natur. Rechts der
,Wurzelkrug’, links ,Vierbrüderkrug’
kam bald Groß Heidekrug mit seinen
Großgaststätten in Sicht. Der Wald lag
hinter uns. Erst nach Widitten erreichten
wir das nächste Waldstück und es
fing alsbald an zu stinken. Wir überquerten
zum zweiten Mal den Königsberger
Abwässerkanal. Braun und glatt
floß er dahin, heute für uns undenkbar.
Fast geräuschlos glitten wir durch
den Forst Kobbelbude, hörten die Vögel
zwitschern und die Stille des Waldes
wurde nur durch das Schnurren
des Fahrrad-Leerlaufs unterbrochen.
Bei Kaspershöfen überholte uns der
Triebwagen nach Pillau mit den ersten
Badegästen.
Nach Fischhausen, Lochstädt und
Neuhäuser kam bald Pillau in Sicht.
Links der Turmberg und dann rechts
die Plantage. Tante Liesel war nicht zu
Hause. Also gings weiter zum Bahnhof
und zum Hafen, denn da winkte der
Burg Lochstädt
Schornstein eines großen Schiffes.
Vorbei am Quergraben mit seiner
Drahtseilfähre, dem,Goldenen Anker’
und der „Ilskefalle“. Da lag es fest vertäut
am Kai, das riesige KdF-Schiff mit
seiner 200 m langen haushohen Bordwand.
Es war die am 28. März 1938 in
den Hamburger Howaldt-Werken vom
Stapel gelaufene Robert Ley, mit 27
288 BRT das Flaggschiff der DAF-Reederei.
Von ihren 1774 Passagieren
war weit und breit nichts zu sehen, nur
ein einsamer Matrose hielt an der
Gangway Wache.
Als wir nun genug gesehen hatten ging
es zum Strand.
Wir stellten die Räder an den Drahtzaun
der Dünenbegrenzung, deckten
die Reifen gegen die Sonne ab und
schauten auf das erwachende Strandleben.
Es war warm geworden und mit
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