Auftraggebern (Denkmalschutzamt)
für den interessanten Auftrag, der erste
Wodka wurde getrunken. Natürlich
folgten dann Spruch und Wodka auf
den Hauptarchitekten aus Moskau
und auf das Kuratorium Arnau. Auch
auf die Schutzheilige der Kirche, nämlich
Katharina, wurde ein Glas geleert.
Katharina schickte als Gruß anschließend
einen abendlichen roten
Sonnenstrahl zum Turm! Wie üblich,
wurde am Schluß das Glas auf dem
Boden zersplittert! Möge das uns weiterhin
Glück bringen! Anschließend
gab es für alle Anwesenden Wodka,
Bier, Sekt und belegte Brote. Es ergaben
sich viele interessante Gespräche,
jeder wollte uns beglückwünschen.
Die russischen Bauarbeiter waren
davon angetan, daß sie dazugehörten,
genauso wie die vom Denkmalschutzamt
eingeladenen Persönlichkeiten.
Sie gaben ihrer Freude Ausdruck,
an einer solchen Wiederaufbauarbeit
mitwirken zu können.
“Bewahrung, bzw. Wiederherstellung
alter geschichtsträchtiger Gemäuer,
das sei wahre Kultur, die uns alle verbindet”.
Diese Worte von einfachen
russischen Menschen gesprochen, sind
ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung.
Auch die Presse
(“Komsomolskaja Prawda”) war interessiert,
die Geschichte unserer Kirche
zu erfahren und unsere Motivation,
uns dort zu engagieren. Ein sehr positiver
Artikel mit Bild erschien bereits
am nächsten Tag, also am 16.12.2000,
in der Zeitung!
Hoffen wir darauf, auch den zweiten
Bauabschnitt, den Nordeingang,
manchmal “Paradies” genannt, im
Frühjahr genau so zügig und in vertrauensvoller
Zusammenarbeit mit unseren
russischen Partnern angehen zu
können. Einen guten Namen in der
sorgsamen Denkmalpflege unter
schwierigen Umständen hat sich das
Kuratorium Arnau jedenfalls erworben.
Spenden helfen auch uns weiter.
Jede Spende kommt ohne Verwaltungsabzug
unmittelbar dem Wiederaufbau
der Kirche zugute. Wir sind als
gemeinnützig anerkannt und stellen
Spendenbescheinigungen aus. Unser
Konto lautet: Kuratorium Arnau e.V,
bei der
Raiffeisenbank Südstormarn
(BLZ 200 691 77),
Konto-Nr. 222 658.
Ulla Schroeder,
(KURATORIUM ARNAU e.V.)
Ihlendieksweg 20,
22927 Großhansdorf,
Telefon: 04102 - 64379,
Fax: 04102-64418
Dieses Projekt wird von der
Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V.
unterstützt und mit der Überweisung
einer Spende von 500,— DM gefördert.
Louis-Ferdinand Schwarz, Vorsitzender
Unsere russischen Bauarbeiter (vorne rechts: der Vorarbeiter)
Die Fischhausener gratulieren nachträglich...
50 Jahre sind es her seit sich am 23.
Dezember 1950 Fritz Berger und
Christel Lolley in Berlin das Jawort
gaben.
I Sie haben damals nicht nur vor
Aufregung gezittert, sondern vor allem
vor Kälte: minus 20 Grad in der
Kirche, da ist selbst eine Hochzeit kein
uneingeschränktes Vergnügen. “Bleibet
in meiner Liebe” war der Trauspruch
- und “man kann nicht 50 Jahre
gemeinsam meistern, wenn man nicht
in der Liebe bleibt” merkte Pfarrer
Sutter bei der kirchlichen Feier an.
Das Paar - “zwei Ostpreußen von
altem Schrot und Korn” - lernte sich
1950 in Oppenau bei der Hochzeit
von Verwandten kennen. Christel
Berger, in Berlin aufgewachsen, der
Vater war leitender Beamter in der
Berliner Stadtverwaltung, erinnert
sich: “Preußen war das Land, wo Milch
und Honig floss, aber wir kannten
keine Obstbäume, keine Reben”. Als
sie zum ersten Mal die Hänge voller
Weintrauben sah, an jedem Weg, in
jedem Garten beladene Kirsch- und
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