Liebe Bludauer Heimatfreunde,
wenn Sie diesen Bericht lesen, ist es schon
fast Herbst und unser 16. Bludauer Treffen
schon eine Weile vorbei, aber sicher
noch in lebendiger Erinnerung geblieben.
Leider wird unsere „Bludauer Familje“,
wie Edith Lemke uns so treffend bezeichnet
hat, immer kleiner. In den meisten
Fällen sind es gesundheitliche Gründe,
aus denen einige der regelmäßigen Teilnehmer
nicht kommen konnten. So ließen
Grüße ausrichten und sich entschuldigen:
Unsere liebe Meta Langel geb.
Buhrand, Jutta Wiegand geb. Kecker und
Irmgard Nösch, geb. Kecker, beide aus
Caspers-höfen, die Forkener Mädchen
Erna Koziolek und Gerda Giesecke, beide
geb. Leskien, unsere Mutter Lutz mit
ihren 90 Lenzen, Gerda Brosch, Frau
Murach, Willi Störmer und Frau und
Herr Louis-Ferdinand Schwarz, der
immer gerne bei unserer Versammlung
reinschaut. Sicher habe ich noch einige
vergessen, sie mögen mir vergeben.
Dafür war unser ehemaliger Nachbar
Kurt Blauhut, aus der Siedlung Bludau,
zu uns gekommen. Er kam aus Kanada
und verband seine Familienbesuche in
Deutschland mit unserem Treffen. Mit
ihm kamen seine Cousinen aus Duisburg,
Gisela Kurzawa und Heidi Schichtholz,
beide geb. Zimmer, Töchter von Liesbeth
Zimmer geb. Blauhut und Erwin Pfeil
aus Kobbelbude. Ebenfalls war meine
Schwester Elly Giesbers geb. Lutz gekommen,
um den Kurt zu sehen, waren
sie doch in Bludau und Fischhausen
stückweise Schulkollegen und hatten sich
zuletzt 1954/55 gesehen. Bei einem anschließenden
privaten Besuch, bei dem
auch Mutter Lutz dabei war, konnten sie
ihre Erinnerungen noch vertiefen. Als
Erinnerung an diesen Tag und unsere alte
Heimat bekam Kurt eine Anstecknadel
mit einer Elchschaufel aus Bernstein zum
Geschenk.
Jürgen Baumgartner hatte einen Video-Film
von dem alten Fischhausen mitgebracht,
der den Älteren die Stadt so zeigte,
wie sie sie in Erinnerung hatten und
den Jüngeren, wie sie einst war. Danke,
Jürgen, das war sehr interessant. Haber,
wir Jüngeren Fischhausen bei unseren
Heimatbesuchen nach
1992 doch nur so gesehen,
wie der Krieg es hinterlassen
hat.
Wie immer wurde ein
kleiner geschäftlicher
Teil durchgeführt. Beginnend
mit unserem Ostpreußenlied
und einer
Gedenkminute für unsere
lieben Verstorbenen,
anschließender Rückund
Vorschau, Kassenprüfung,
die Heinz
Lemke vornahm und
neuer Spendensammlung. Als älteste
Teilnehmerin wurde Frau Gertrud
Baumgartner mit einem Blümchen geehrt.
Es fällt zunehmend schwerer, doch
Die Bludauer in gemütlicher Runde (F°to: privat)
dabei sein, ist schon immer noch wichtig-
nächste Treffen findet am 26727.
April 2003 statt, wie immer im Hotel und
Gasthaus Kohlbrecher in Osnabrück,
Wersener Landstr. 2, Tel. 0541-125993.
So verlief auch dieses Treffen im kleinen
Kreise wieder sehr familiär und harmonisch.
Allen Kranken baldige Genesung
und hoffentlich ein gesundes Wiedersehen
im nächsten Jahr. Bis dahin
verbleibe ich mit heimatlichen Grüßen
Ihre
Erika Wetzel
Am Schafkamp 3
2771 1 Osterholz-Scharmbeck
Tel.:04791 - 57290
Liebe Cranzer
und liebe Landsleute aus den Nachbarorten!
Das Deutschlandtreffen
der Ostpreußen
in Leipzig hat gezeigt,
dass die Heimatliebe
der Ostpreußen
auch heute noch
- 57 Jahre nach der Vertreibung
- ungebrochen
vorhanden ist. Zehntausende ostpreußischer
Landsleute scheuten weder
Kosten noch Strapazen der An- und Abreise
und füllten die Messehallen, um
Heimatlaute zu hören und der verlorenen
Heimat zu gedenken.
Unsere Cranzer Heimatgemeinschaft
war ebenfalls mit einer kleinen Zahl von
Personen dabei. Es waren doch noch
insgesamt 45 Cranzer bzw. Landsleute
aus den Nachbarorten erschienen, obwohl
der Tod im Laufe der Jahre den Kreis
der Gemeinschaft stark verringert hat.
Erstaunlich, dass auch jetzt noch Landsleute
erstmalig ein Heimattreffen besuchen.
Dabei handelt es sich allerdings fast
ausschließlich um Personen aus den
neuen Bundesländern. Die Erstbesucher
der Cranzer Heimatgemeinschaft in diesem
Jahr waren Gerd Blöhm (*1928),
Hans Heßberg (*1931), Heinz Krause
(*1933), Helmut Trompell (*1941) und
Eva-Regina Kölpin, geb. Flechsig
(*1943).
Einer unserer Erstbesucher hat sich mir
gegenüber schon positiv über das Treffen
in Leipzig geäußert. Er zeigte sich
von dem Dargebotenen und von der Atmosphäre
in den Messehallen sehr beeindruckt,
hielt aber die Rede des Ministerpräsidenten
Stoiber für zu lang. Dem
muss auch ich beipflichten. Durch das
große Interesse der Anwesenden an der
Rede von Herrn Stoiber waren die Messehallen
3 und 5 zwischen 11.00 und
14.00 Uhr fast leergefegt. Für das sonst
so übliche und wichtige Schabbern und
Plachandem fehlte in diesem Jahr leider
die Zeit. Trotzdem war das Deutschlandtreffen
der Ostpreußen in Leipzig auch
in diesem Jahr ein voller Erfolg.
Meine Suche nach einem Nachfolger
für die Aufgaben des Ortsvertreters von
Cranz hat bisher noch zu keinem Erfolg
geführt. Wer ist bereit, einen Teil seiner
Freizeit zum Wohle der Cranzer Heimatgemeinschaft
zur Verfügung zu stellen
und damit deren Verbundenheit weiterhin