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Dorfplatz mit Kirche in Qroß Kuhren Sammlung: priv.
nannte Tochterkirche, die 1915 eingeweiht
wurde. Konfirmationen und Beerdigungen
wurden jedoch in Heiligen
Kreutz abgehalten.
Küster in unserer Kirche war der Maurer
Emil Scheffler und als Organist hatten
wir unseren Lehrer Herrn Seek, der
ferner, nachdem er Herrn Schilfert abgelöste
hatte, auch Leiter des örtlichen
Gesangvereins wurde. Nach seinem Weggang
übernahm Ursula Metauge das
Orgelspiel. Sie hatte es von Herrn Seek
erlernt. Die Ortsveranstaltungen von
Groß Kuhren wurden in der Kurhalle
oder im Gasthaus Grabosch durchgeführt.
Von Zeit zu Zeit fanden bei
Grabosch im Saal auch Kinovorführungen
statt.
Unser sogenanntes
Armenhaus, in unmittelbarer
Nähe des
Kriegerdenkmals war
Unterkunft für die Bedürftigen
des Ortes.
Gleich neben dem Armenhaus
stand unsere
Baptistenkapelle.
Im östlichen Teil
von Groß Kuhren,
dem sogenannten
Haskeberg, waren um
einen Dorfteich vier
Gehöfte, die Villa
Proschwitzki und vier
Wohnhäuser gruppiert.
Seit den 30er
Jahren waren in Groß Kuhren die Herren
Emil Audehm, Bruno Meding und
Otto Wannags als Bürgermeister tätig.
Allen Heimatfreunden wünschen wir
Gesundheit und eine schöne Sommerzeit
mit viel Sonne und erholsamen Tagen.
Auf das wir uns im September Wiedersehen
mögen.
Herbert Metauge
Kirchenweg 14b
24866 Busdorf
und
Dieter Behrendt
Kauslunderstr. 75 a
24943 Flensburg
Tel/Fax: 0461-63769
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Liebe Neuhausener!
Bis
zum 24. Januar 1945, dem Tage
unserer Flucht, wohnte ich mit meinen
Eltern in der ersten Siedlung am
Eichenkrug in Neuhausen. Entlang des
Birkenweges vom Eichenkrug bis vor
Prawten und am Weg von der Kreuzung
Richtung Bulitten standen damals
insgesamt 15 Siedlungen, die 1933/34
erbaut wurden.
In den letzten Jahren war ich bereits
dreimal in unserer alten Heimat und habe
Neuhausen/Gurjewsk und Eichenkrug/
Kumagewo gründlich besichtigt. Von den
15 Siedlungen stehen noch alle, unser
Stall und die Scheune waren zerstört, die
Wohnhäuser sind noch alle erhalten.
Beim Haus der Familie Gehlhaar gibt es
Schäden am Dachstuhl. Vom Eichenkrug
ist nichts mehr zu finden, als hätte es ihn
niemals gegeben. Die Holzbrücke mit
dem Wehr am Mühlenteich ist schon lange
zerstört. Ich konnte nicht ermitteln, ob
das bei den Kämpfen im Januar 1945
geschah oder erst später. An der Stelle
der Brücke hatte man Betonbrocken verlegt,
aber ein Passieren ist schon zu Fuß
kaum möglich. Während vor drei Jahren
der Mühlenteich noch existierte, ist er
inzwischen verschwunden und mannshohe
Büsche und Sträucher wuchern
überall. Das untere Mühlenfließ ist versandet
und schon teils von Wald überwachsen.
Von der Wassermühle sind noch
Reste erhalten. Die Felder sind kaum
noch bewirtschaftet.
Uber Neuhausen gäbe es noch vieles
zu erzählen, doch mein Anliegen ist ein
anderes. Ich habe schon über das „Ostpreußenblatt“
und bei den Heimattreffen
in Minden versucht, ehemalige Einwohner
von Neuhausen-Eichenkrug zu finden,
aber bisher ist es mir kaum gelungen.
Mit uns flüchtete damals die Familie
Gehlhaar. Herr Gehlhaar und mein Vater
dienten auf dem Fliegerhorst Neuhausen.
Christel und Manfred Gehlhaar kamen
mit meiner Mutter und mir über die Ostsee
bis nach Schwerin in Mecklenburg.
Den Wirt vom Eichenkrug, Herrn Kongehl
mit Frau und Tochter Margot trafen
wir auch in Schwerin. Doch habe ich
seit 1945 nichts mehr von ihnen erfahren.
Wo sind alle anderen geblieben?
Die Kinder von unserem Nachbarn
Franz Blum, dann Edith und Manfred
Bierkandt, die Kinder von Familie Henschel,
Bartel, Trunschel und alle anderen!
Wer von ihnen hat die Flucht überlebt?
Sind sie im Januar 1945 überhaupt
vor den Russen noch weggekommen und
hatten nicht wie wir die Hilfe vom Fliegerhorst?
Ich würde mich sehr freuen wenn es
durch diesen Beitrag gelänge, endlich
doch noch jemanden zu finden, nach denen
ich schon lange suche. Vielleicht kennen
ehemalige Neuhausener eine passende
Adresse, die sie mir mitteilen können?
In der Hoffnung auf einen Erfolg grüße
ich alle Neuhausener
Ihr
Hans Bachert
Niederlausitz-Str.35
15738 Zeuthen
Tel.033762 - 71628
Redaktionsschluss für Folge 155 ist der 10. Juli 2002 33