Egge auf einer Schleife (flache schlittenartige
Transportfläche) zur Reparatur in
die Schmiede brachte, nahm man das leere
Gefährt nach einem Trinkgelage zum
Anlass, den besoffenen Verwalter zurück
zum Bauernhof zu transportieren. Das
Pferd fand allein den Weg über den morastigen
Weg nach Hause. Man kann sich
vorstellen, wie Schmidt-L. bei der Ankunft
auf dem Hof ausgesehen haben
mag. Denn nach Hause liefen Pferde
bekanntlich im Trab.
PS. Ich hoffe, in Leipzig viele bekannte
Gesichter anzutreffen.
Klaus Wulff
Kulmer Straße 20 a
32602 Vlotho
Tel. 05228/71 83
Osterbesuch in Qermau
Heute
möchte ich von meinem Osterbesuch
in Germau berichten: das
Dorf zeigt sich sauber und mit den zwei
Einkaufsmöglichkeiten freundlich. Ein
Kiosk steht vor „Auto-Lemke“ und ein
Container gegenüber bei Sprengel, wo
man den kleinen Hunger stillen kann.
Gefreut habe ich mich besonders über
die neue Einzäunung um Friedhof und
Kriegsgräber mit hohem Kreuz und
Namenstafeln, seitlich vom Pfarrhaus bis
Kranzkuhle, natürlich ist von Pfarrhaus
und Scheune nichts zu sehen!
Schon vom Markt geht man durch das
Tor an Struwes Küchenstufen nach oben,
wo man Unruhs Feldsteinmauer entdeckt
zur rechten Seite, man verweilt immer
wieder verwundert vor den Resten unserer
gewaltigen Ordenskirche und versucht
den Kreuzgang und die vielen Bankreihen
einzuordnen. - Schien auch bei meinem
siebenten Versuch unlösbar! -
Dem Bund Deutscher Kriegsgräberfürsorge
in Kassel sei an dieser Stelle herzlichst
Dank gesagt!
Weiße Betonpfähle verbunden mit
schwarzen Eisenzaunelementen fassen
dieses große Areal ein; ein würdiger Rahmen
für Soldaten- und Zivilruhestätten,
betreut von einem zuverlässigen Betreuer
vor Ort.
Nehmt bitte zur Kenntnis, dass ich ab 1.
Juni 2002 vorübergehend unter neuer
Anschrift zu erreichen bin: H. Streich,
Wintershallstr. 9, 29313 Hambühren-Ovelgönne,
Tel. 05084 - 961 882.
Gute Wünsche Euch allen von
Hannelore Streich-Dischmann
Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V. im Internet:
www.kreis-fischhausen.de
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Meine lieben Qroß Dirschkeimer
und Marscheiter,
mit diesen paar Zeilen sowie einem alten
Bild aus unserer Heimatgemeinde
möchten wir alle herzlich grüßen und
allen Kranken wünschen wir eine baldige
Genesung.
Auf ein Wiedersehen freuen sich
Euer Arno und Annemarie Wittke
Qroß-Dirsdikeim: links Haus Steinke, rechts Haus
JoppienAVittke, im Vordergrund der Dorfteich Foto: prrv.
Liebe Heimatfreunde von Qr. Kuhren
und Umgebung!
Heute
möchte ich mit meinem Bericht
den Älteren aus unserer Heimat unser
Dorf wieder in Erinnerung rufen und
dem Nachwuchs unser Groß Kuhren etwas
veranschaulichen und näher bringen.
Groß Kuhren - ein Ort und seine Einwohner
Alle Mühe war vergeblich, das genaue
Gründungsjahr von Groß Kuhren in Erfahrung
zu bringen, ist leider gescheitert.
Jedoch gründeten bereits im 9. - 10.
Jahrhundert Wikinger an der Samlandküste
Handelsniederlassungen. 1404 hieß
die Siedlung „Kuwrendorf ‘ und später
„Groß Cauren“. Im Jahre 1820 wird Groß
Kuhren als Bauerndorf mit 48 Feuerstellen
und 320 Seelen erwähnt. Um 1905
gab es bereits Sechsundsechzig Wohnhäuser
und 516 Einwohner.
Groß Kuhren, als Bauern- und Fischerdorf
an der Steilküste des Samlands
gelegen, hatte eine Vielzahl von Schluchten,
durch die Wege hinab zum Strand
führten. 848 Einwohner wurden 1937
gezählt, doch dank der zahlreichen privaten
Fremdenzimmer, Hotels und Pensionen
hat sich in den Sommermonaten
diese Zahl verdreifacht. Die Gemeindefläche
betrug ebenfalls im Jahr 1937 446
Hektar. Seit 1913 durfte sich Groß Kuhren
dann öffentliches Seebad nennen,
ohne dass eine Kurgebühr erhoben wurde.
Jedoch infolge eines Ortstatus hatte
jeder Einwohner, der Wohnraum an Badegäste
vermietete, eine Umlage zu zahlen.
Kirche und Kultur
Der Bau der Kirche zu Groß Kuhren soll
bereits vor dem Ersten Weltkrieg begonnen
haben. Im Jahre 1912 hatten die Bauern
des Dorfes Ziegelsteine für den Bau
der Kirche aus der Ziegelei Cramm mit
Pferdewagen nach Groß Kuhren transportiert.
Die Frau des Kaufmanns Fischer,
geb. Joppien ermöglichte durch eine Erbschaft
den Bau der Kirche. Groß Kuhren
gehörte zum Kirchspiel Heiligen Kreutz.
Folglich war unsere Kirche eine soge- 31