Das Samland lag in nächster Nähe
zu den Ausgangshäfen der nordischen
Wikinger. W. Gaerte vermutet in Mittelschweden,
die Gegend um den Mälarsee,
die Heimat dieser sich ausdehnenden
Seevölker.''’ Die schiffbaren
Flüsse (Weichsel, Pregel, Memel) forderten
zum Anlaufen regelrecht auf.
Das Samland gehörte zur Interessensphäre
der Wikinger. Mit sicherem geschulten
Blick suchten sie die Plätze
für ihre Niederlassungen aus. Die Küste
selbst war wegen der Stürme keine
gesicherte Landestelle. Man wählte
das Haff, die Mündung der Beek, zumal
an dieser Stelle über die Nehrung
sowieso eine wichtige Handelstraße
über Land verlief5. Zeugnis für eine
Siedlungsstätte an dieser Schnittstelle
der Handelswege ist der Wikingerfriedhof
im Wäldchen Kaup (= Grabstätte)6
bei Wiskauten/Cranz. Hier
entstand in der Umgebung zu Rudau
eine Daueransiedlung von historischer
delstadt Birka?7 Wodurch hat die
Herrschaft dieses Fremdvolkes im
Samland ein Ende gefunden?
Karte der Qräberstraße, des alten Handelsweges von
Königsberg nach Cranz4
14
1 Peter von Dusburg III, 72 berichtet von einer „alten
Burg" an dieser Stelle:....apud Pruthenos dicitur
Twangste a nomine silve, que fuit in dicto loco.
2 siehe: Crome, Hans, Der alte Landweg Königsberg
- Cranz , Altpreußen 1, 1935/36, S. 227-232.
3 siehe: Johann Arnold von Brand, Reisen durch die
Mark Brandenburg, Preußen, Churland,
Liefland........ herausgegeben von Henvrich Christian
von Hennin, Wesel 1702, Seite 35 f.
4 aus: Crome, Hans, Der alte Landweg Königsberg -
Cranz, Altpreußen 1, 1935/36, S. 231.
Literatur: Crome, Hans: Der alte Landweg
Königsberg - Cranz.- Altpreußen.1.
1935/36. S. 227-232. Signatur Stabi
Berlin : 8 4 Pz 5490 / 46
Klaus Schulz-Sandhof, Ruf: 05858-332,
An der Elbe 4-6, 29490 Drethem
5 Die vielfältigen Funde auf der kurischen Nehrung
belegen das.
siehe: Qaerte, W, Sonderschriften der Altertumsgesellschaft
Prussia, Die Steinzeitliche Keramik Ostpreußens,
Königsberg 1927, Signatur StaBi Berlin: Sz
159 4°.
6 siehe: Qaerte, Dr. W., Direktor des Prussia
Museums, Die Wikinger in Ostpreußen,
Königsberg 1932, S. 2ff.
Signatur StaBi Berlin: Tz 3935/8.
7 ebenda, Seite 10ff.
Neues aus Sternau/Swjosdny
Im Letzten Samlandbrief Folge
149, Seite 15, beschrieb ich die Querelen
um die Mustersiedlung Sternau bei
Ludwigsort/Frisches Haff im Königs-Bede^bmg
bildete sie doch ein Glied berger Gebiet. - In der Zwischenzeit
. der Kette der Wikinger- Niederlas- haben zwei weitere Gerichtstermine
'suneen im Ostseeraum, die vom 9. bis kn diese Siedlung in Pr. Eylau/Bagra-11
Jahrhundert bis nach Russland hin- lionowsk stattgefunden. Am 14. März
ein reichten Sehr weit fuhren damals dJ.sagtenFrauSpitzederfürdieRotartie
Schiffe von Häithabu über derarti- rier Oberursel und Herr Venohr für
ge Zentren in den Ostseeraum und beherrschten
ihn. Sie erwarben sich
Ruhm und Reichtum.
Man darf fragen: Waren unsere
Vorfahren, war Rudau in unmittelbarer
Nähe des Nord Süd Land-Handelsdie
Aktionsgemeinschaft Gütersloh
als Zeugen aus. Meine Teilnahme war
gesundheitlichen Gründen nicht
»glich.
Rechtsanwalt Remmers vertrat die
^-Papenburg als Gegenpartei. Durch
weges gelegen den Wikingern in dieser sein persönliches Erscheinen vor Ge-Zeit
tributpflichtig? Warum hatten die licht wollte er seinem Antrag auf Ab-Pruzzen
in Rudau eine Burg angelegt? khnung der Klage besonderes Ge-Besuchten
die Samländer die Insel rieht beimessen. Dieser wurde jedoch
Gotland oder die schwedische Han- ibgelehnt. Ebenso seine Absicht, das
Verfahren vor ein deutsches Gericht
(Papenburg!?) zu bringen. Diese Entscheidung
wurde vom G.-J.-Fond, der
Sponsorengemeinschaft und den Siedlern
freudig begrüßt. Ein Fehlschlag
für die ins Zwielicht geratene BIP-Papenburg
mit Heinrich Hövelmann
(Ehrenbürgermeister der Stadt!!!)
Beim nächsten (fünften) Gerichtstermin
am 2. April d.J. vertrat der
Koordinator und Prozeßbevollmächtigte
Harald Leuschner die Interessen
des G.-J.-Fonds, der Sponsorengemeinschaft
und Siedler gemeinsam mit
der russischen Rechtsanwältin Frau
Frolowa. - Die litauische Baufirma BI-TEMA
legte lückenlose Beweise für
die Bauaufträge und Finanzierung
durch den G.-J.-Fond und Einzelbeträge
durch weitere Sponsoren vor. 15