Gerd hat seine persönlichen Erlebnisse
für seine Kinder und Kindeskinder
niedergeschrieben. Er ist auf
mein Drängen jedoch bereit, vereinzelte
Exemplare seiner Niederschrift
abzugeben.
Interessenten wenden sich bitte über
die Telefonnummer 034954/ 21637
direkt an Gerd Blöhm.
Seit längerer Zeit bemühe ich mich
um einen Nachfolger für die Arbeit
des Ortsvertreters von Cranz. Meine
Hoffnung, einen solchen in der Person
von Herbert Regenbrech und seiner
Frau Irene gefunden zu haben (siehe
Heimatbrief 150. Folge, Seite 22), hat
sich leider nicht erfüllt.
Ich halte meine Ablösung durch eine
jüngere Person für sehr dringlich.
Aufgrund meines Alters kann ich
unter Umständen schnell und kurzfristig
ausfallen, und damit wäre der Zusammenhalt
der Cranzer Heimatgemeinschaft
gefährdet. Wer ist bereit,
sich der Aufgabe zu stellen, oder
kennt eine Person, die ein solches
Ehrenamt im Interesse der Cranzer
Landsleute übernehmen würde? Ich
erhoffe Ihren Anruf!!!
Auch in diesem Jahr wurden meine
Frau und ich überreichlich mit Glückwünschen
zu unseren Geburtstagen
bedacht. Soweit uns diese schriftlich
erreichten, sagen wir den Absendern
auf diesem Wege ein herzliches
Dankeschön. Mir fehlt leider die Zeit,
allen Gratulanten einzeln und schriftlich
zu danken.
Wenn Sie diese Zeilen in Händen
halten, stehen das Weihnachtsfest und
der Jahreswechsel vor der Tür. Ich
grüße Sie in heimatlicher Verbundenheit
und wünsche Ihnen Gesundheit,
ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest
sowie einen guten Rutsch in ein
friedliches Neues Jahr.
Ihr Walter Rosenbaum,
Gerhardstraße 23,
27576 Bremerhaven,
Fernruf: 0471/550081
auch im Namen von
Bruno Radtke,
Hemmstraße 306,
28215 Bremen,
Fernruf: 0421/351203,
und unserer Frauen.
Report aus Cranz/Selenogradsk
Der Sommer in diesem Jahr zeigte
sich mehrheitlich von der besten
Seite. Das war ein echter Sommer mit
strahlendem Sonnenschein, dem üblichen
leichten Seewind und natürlich
fast ständigem Wellengang. Wider
Erwarten lagen die Wassertemperaturen
höher als sonst üblich -also über
18°! Am 19. August - dem Tag der
Ankunft meiner Reisegruppe „Flunderabiturienten“
- war aufgrund eines
Stadtfestes die Stadt nicht nur sehr
sauber, sondern auch festlich geschmückt.
Die Straßen, die Promenade
und vor allem der Festplatz
„Windrose“ (vormals Klein Berlin)
waren von fröhlichen und unbeschwert
feiernden Menschen teilweise
24
MHMMMNHHHMH
Die Cranzer Flunderabiturienten mit ihren Angehörigen
sowie dem freundlichen Bedienungspersonal der
„Baltischen Krone"
fast überfüllt. Höhepunkt des Festes
war ein Feuerwerk an der Promenade.
Man fühlte sich fast in alte Zeiten zurückversetzt,
wenn sich auch aus
Kostengründen die Länge und der
Umfang des Feuerwerks in Grenzen
hielten. Vor allem für die ehemaligen
Cranzer unserer Reisegruppe war das
ein schöner Beginn einer erlebnisreichen
Woche. (Einzelheiten hierzu entnehmen
Sie bitte dem Bericht des
„Jung-Cranzer“ Andreas Kühn - Sohn
von Eva Behrend - “Eine Zeitreise in
die Vergangenheit“)
Die See hatte leider weiter am Ufer
gewütet und so war zwischen dem
ehemaligen West-Bad und fast bis
zum Ost-Bad kaum noch Strand vorhanden.
An den meisten Tagen schlugen
die Wellen an vielen Stellen gegen
die Promenadenmauer. Die Reste
der alten Steinbuhnen versinken
immer weiter im Seegrund. Da die
meisten Steine seinerzeit abgetragen
worden sind, erfüllen die „Buhnen
reste“ nun nicht mehr ihre
Aufgabe als Wellenbrecher.
So können die Wogen ungehindert
bis zur Promenadenmauer
Vordringen, die dort
abgelagerten Steine unterspülen
und auf dem Rückweg
Sand fortschwemmen. Dieser
Sand wird zunächst als Sandbänke
abgelagert, um dann bei
Westwind in Richtung Vordüne
zwischen Waldhaus und
Kl.Thüringen gespült zu werden.
Der „Kanonenstand“ NO
Kl. Thüringen, über dessen
„Absturz“ ich im vergangenen Jahr
berichtete und der noch frei auf dem
Strand auflag, ist zwischenzeitlich -
als Folge der vorgenannten Sandverschiebungen
- schon fast ganz zugeweht.
Ende August brach, nach einem sehr
starken Gewitter, die Stromversorgung
fast im ganzen Gebiet zusammen.
In Folge gab es dann auch kein
Wasser. Dieser Zustand dauerte für
einige Straßenzüge in Selenogradsk
und auch im Kreis einige Tage.
An den Neubauten in der „Königsberger
Straße“, jetzt „Kurortallee“,
wird weiter gearbeitet und es hat den
Anschein, als ob sie bald fertiggestellt
sein werden! Die ehemalige Kirchenstraße
soll demnächst eine neue Decke
bekommen. Da die Königsberger Str.
als Fußgängerzone ausgewiesen ist,
dient die Kirchenstraße heute als viel
befahrene Hauptverkehrsstraße.
Bei einem Zusammentreffen mit
Prof. Dr. Kulakow von dem Institut 25