Wilhelmshorst -
Der Empfang durch die Hornisse
Fröhliches Lachen ertönte oft im
Kreise der Familie, wenn wir von unserem
Heimatort Wilhelmshorst erzählten,
über die Einwohner, über
Erinnerungen an die Kindheit. Die
passende Antwort hatte mein Mann
immer parat: “Man hört doch wer dort
wohnte, eben Wilhelm und Horst!”
Im Jahr 2000 standen wir dann,
meine Couise Melitta und ich, mit unseren
Männern an der Stätte unserer
Kindheit.
Melitta verbrachte in Wilhelmshorst
mit ihren vier Geschwistern eine
wohlbehütete Kindheit, die Kriegsjahre
ausgenommen. Unsere Mütter
waren Geschwister. Zwei von acht
Meller’s Mädchen aus Trulik bei
Germau: Hilde, Christel, Marta, Lissa,
Lotte, Rosa, Frieda, Anni.
Wir wohnten in Sorgenau. Zu
Geburtstagsfeiern ging es per Fahrrad
zur Verwandtschaft. Es war immer
etwas Besonderes und unbeschreiblich
schön für uns Kinder. Im Wohnzimmer
von Onkel und Tante stand ein Flügel.
Stets wurde musiziert mit
Schrubbelbrett, Geige, Kamm und
Löffel. Dazu wurde gesungen: “Es geht
in unserer Familie, wir sind ein wahres
Musikgenie, wir spielen täglich ohne
Noten die allerschönste Melodie.” . .
.usw.
Inzwischen sind wir alt geworden
und wie die Lachse treibt es uns
zurück an unseren Geburtsort. Von
Königsberg aus ging’s per Taxi über
Heiligenkreuz nach Wilhelmshorst - so
glaubten wir. Wir suchten und suchten,
drückten Äste und Gestrüpp beiseite
und fanden nichts. Plötzlich summte
zum Anfassen nahe eine Hornisse. Sie
flog so langsam an uns vorüber als
wollte sie uns begrüßen.
Unbeeindruckt von unserer Gegenwart
entfernte sie sich in majestetischer
Haltung. Wir hielten immer noch
die Äste, denn ihre Größe, die
Harmonie ihres Fluges beeindruckte
uns sehr. Hornissen waren in unserer
Kindheit in Wilhelmshorst keine
Seltenheit.
Nach Rückkehr aus dem Samland -
Günther und Melitta im Sauerland
und mein Mann und ich auf Rügen -
rief mich meine Cousine nach 14
Tagen plötzlich voller Verwunderung
an. An ihrem Wohnzimmerfenster saß
eine außergewöhnlich große Hornisse.
Ob sie uns gefolgt war, um mit uns gemeinsam
Wilhelmshorst zu suchen?
Renate Neumann, geh. Bombien
(Sorgenau) Hafenstraße 9,
1S546 Saßnitz ,
Achtung! - Achtung - Achtung!
15./16. September 2001
50 Jahre Patenschaft
Kreis Pinneberg - Kreisgemeinschaft Fischhausen
Die doppelte Freude der Bewohner
von Svetlij (Zimmerbude)
Von Juri Eröjmin aus Svetlij
(Zimmerbude) erhielt “Unser schönes
Samland” nachfolgenden Bericht über
das Fischerfest im Sommer 2000 in
Zimmerbude.
Der “Tag des Fischer” und der “Tag
der Stadt” wurden im Jahr 2000 zusammengelegt.
Eröffnet wurde die
Veranstaltung von dem Bürgermeister
der Stadt Svetlij Die Blumenausstellung
“Aquarell des Sommers”
verwandelte den Festplatz und den
Kulturpalast in ein großes Blütenmeer.
Diese farbenreiche Zierpflanzenwelt
setzte sich fort auf den Autos und
Wagen, die an dem großen Umzug teilnahmen.
Auf der Strandpromenade herrschte
Neptun mit seinem Gefolge in lustigem
Gedränge. Der Zar der Meere begrüßte
alle Besucher mit majestetischer
Freundlichkeit.
Ein Augen- und Ohrenschmaus
war das Orchester auf der Bühne, die
Kindertanzgruppe “Das kleine Land”
und das Ensemble “Das russische
Lied”. Das Spielprogramm “Die Insel
der Schätze” belebte das Fest außerdem.
Volkskünstler und Handwerker
zeigten ihre Meisterwerke und boten
sie zum Verkauf an. Die Besucher hatten
Mühe, einen Weg zu den mit
Leckereien handelnden Marktbuden
zu erkämpfen. Bis Mitternacht brodelte
Svetlij!
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ßlumengeschmückter Wagen im Umzug