Full text : Unser Schönes Samland

Das Qebäude des ehemaligen Kindergartens/Qendarmeriewache Foto: Lunau

Folgegenerationen
ist eine breit angelegte
 Dokumentation
 sehr wichtig.
Schreiben Sie bitte
darunter, ob Sie
ggf. mit einer Veröffentlichung
 in einer
 Zusammenfassung
 aller Dokumente
 einverstanden
 sind oder
lediglich Ihre Unterlagen
 für die interne
 Auswertung
und Aufbewahrung
beim jeweiligen
Ortsvertreter einverstanden
 sind. Das
gilt natürlich auch für alle ehemaligen
Bewohner der Nachbargemeinden.
Mir liegen bisher nur folgende authentischen
 Zahlenangaben vor, die der
Verwaltungsinspektor Karl Kannacher
von der Cranzer Gemeindeverwaltung
niedergeschrieben hat:
Von den ca. 3.000 Cranzem, die im
Vertrauen auf eine menschliche Behandlung
 durch die sowjetischen Soldaten
im Ort blieben, verloren wie folgt ihr
Leben:
- 45 wurden von sowjetischen Soldaten
erschossen
- 599 starben den Hungertod
- 34 begingen Selbstmord
- auf dem Todesmarsch nach Schlossberg
 (ab 18. Februar) kamen mind.
116 Cranzer ums Leben
- die genaue Zahl der in die Sowjetunion
 verschleppten Cranzer Frauen,
Kinder und Männer ist nicht bekannt.
Es sollen aber Hunderte gewesen
sein.

- Die genaue Zahl der Cranzer, die
während der Flucht oder mit versenkten
 Schiffen untergegangen sind, ist
auch nicht bekannt, es sollen aber
auch einige Hundert gewesen sein.

Ich schreibe diese Zeilen in der Meinung,
 dass 60 Jahre nach den fürchterlichen
 Kriegsereignissen die Zeit dafür reif
ist, dass die Wahrheit gesagt werden darf
- für die Nachfolgegenerationen sogar
niedergeschrieben werden muss! Von der
Kriegspropaganda gefärbte Aussagen aus
der Vergangenheit gehören nicht mehr in
die heutige Zeit. In Cranz hat es keine
Kriegshandlungen gegeben. Weil zu viele
 Zivilpersonen im Ort verblieben waren,
 hat die Wehrmacht sich kampflos
abgesetzt. Die sowjetischen Kampftruppen
 sind erst nach zwei Tagen mit
ersten Teilen eingerückt. Berichte über
die Erschießung von 300 verwundeten
deutschen Soldaten durch Angehörige der
Wehrmacht in Cranz entsprechen nicht

der Wahrheit. Dafür gibt es Aussagen von
vielen Zeugen. Ich habe noch persönlich
die geordneten Räumungen der in Cranz
stationierten Lazarette (Schule und Königsberger
 Hotel) Ende Januar 1945 erlebt.
 Es gab auch keine Massengräber für
Soldaten in Cranz. In solchen wurden nur
die nach dem Einmarsch erschossenen
oder verhungerten Bürger von Cranz
verscharrt.
Wie es in Selenogradsk/Cranz und im
Samland heute aussieht, erfahren Sie, wie
gewohnt, im „Report aus Cranz“ und
„Notizen aus dem Samland“ weiter
hinten in diesem Heft. Meine genauen
Termine für die nächsten Aufenthalte in
Cranz stehen noch nicht fest. Es wird
wohl Ende Mai werden und dann vom

25. Juni mit einer kurzen Unterbrechung
bis Anfang September.
Bleiben Sie gesund und munter. Ich
wünsche Ihnen - auch im Namen meiner
Frau sowie Herbert Regenbrecht und Frau
- ein paar schöne sonnige Monate bis zur
nächsten Ausgabe unseres Heimatbriefes

Ihr/Euer
Klaus A. Lunau
Bahnhofstr. 14
30853 Langenhagen
Tel. 0511 - 773407
Fax 0511 -7684843
Mobilfunk 0170 - 4047612
Russland: 007-9114-653580
E-Mail: KALUN@, ostseebad-cranz.de
Homepage: www.ostseebad-cranz.de

Liebe Fischhausener

und Landsleute der Nachbargemeinden!

Nachdem

ich im Heimatbrief
 Folge 165, S. 14/
15 auf die Festveranstaltung
 „700 Jahre Fischhausen“
 hingewiesen habe,
welche die jetzt dort lebenden russischen
Bewohner gemeinsam mit ehemaligen
Fischhausener Bürgern begehen wollen,
habe ich nun das Angebot eines Reiseuntemehmers
 vorliegen, das wie folgt
aussieht:

Reise nach Fischhausen
vom 12. - 21. August 2005
Das Quartier ist vom 13. - 18.08. in
Cranz, im Hotel Baltische Krone, vorgesehen.
 Zwischenübemachtungen auf
Hin- und Rückfahrt in Hinterpommern

und vom 18.08. - 20.08. in Privatquartieren
 in Fischhausen (die Privatquartiere
 sind im Preis nicht enthalten).

Preis pro Person im DZ 680,- Euro
Einzelzimmerzuschlag 85,- Euro

Im Preis enthalten sind:
- Hin- und Rückfahrt im Clubbus
- 2 Übernachtungen mit HP auf Hinund
 Rückreise
- 5 Übernachtungen mit HP im Hotel
Baltische Krone, Cranz
- Visagebühren, Straßengebühren in
Polen
- Tagesausflüge nach Pillau und zur
Kurischen Nehrung

/inMMiitni

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