unserer Treffen in ihrem Hause sehr um
unser Wohl kümmerten und bis dato in
jeder Beziehung sehr gute Gastgeber waren.
Wir überreichten ihnen aus diesem
Anlass ein Exemplar unserer Bludau-Chronik,
damit sie auch uns ein wenig
kennen lernen und sich ein Bild davon
machen können, wo, wie und was unser
Dorf Bludau einmal war und wovon wir
immer noch mit Wehmut reden.
Zwei Generationen der Gastgeber haben
in dieser Zeit viele von uns als ihre
Gäste kommen und gehen und viele auch
nicht wiederkommen sehen. Wenn beim
folgenden Treffen jemand von unseren
Teilnehmern nicht kam, wurde von ihnen
interessiert nachgefragt: Wo ist denn
der Herr oder die Dame, oder die andere
der beiden Schwestern, oder ihre Mutter?
Sie fühlten sich durch den Tod unserer
Angehörigen und Landsleute, ihrer
vormaligen Gäste, mit uns gemeinsam
betroffen.
Nochmals ein herzliches „Danke“ an
unsere Gastgeber, die Familien Hackmann!
Für das nächste „Familjentreffen“
ist der 27. und 28. Mai 2006 vorgesehen.
Dann wollen wir das echte 20. Zusammensein
feiern und das sollte mit einem
bisschen mehr Programm als üblich
gestaltet werden. Wer von Ihnen, liebe
Freunde, etwas dazu beitragen möchte,
kann sich jetzt schon den Kopf darüber
zerbrechen. Aber erst mal heißt es, bis
dahin gesund und munter bleiben oder
werden.
Den Kranken alles Gute und die besten
Genesungswünsche übermittelnd, bleibe
ich mit lieben heimatlichen Grüßen,
Ihre Erika Wetzel
Am Schafkamp 3
27 711 Osterholz-Scharmbeck
Tel.: 04791- 57290
PS. Im Internet-Gästebuch des Herrn Harald Bludau fand ich folgende Erklärung
zur Herkunft des Namens Bludau:
S. Vught schrieb am 31.07.2004 -
Herkunft des Namens BLUDAU Bludau (pruß.Warmien) blude = Becken (Kr. Braunsberg)-Bludausche
Forst (Samland) blude = Becken Blude, Blodanin, Blöde, Blodau, Biodeck,
Bludau pludinat, prußisch = flößen (Personennamen). MfG S. Vught
— Bericht zum Deutschlandtreffen in Berlin
Wenn
Sie diesen Bericht lesen, ist
das Landestreffen der Ostpreußen
in Berlin am 21. und 22. Mai schon eine
Weile vorbei. Es war sehr gut besucht,
so dass die Messehalle kaum genügend
Platz für alle Teilnehmer bot.
Für unsere Bludauer Gruppe, die leider
sehr klein blieb, hatten Heinz und Waltraud
Zander, die schon vor mir anwesend
waren, einen Platz bei den Wehlauem
erkämpft, wo uns dann aber niemand
vermutete. Unser originelles Ortsschild
auf dem Tisch führte dann doch
eine Dame zu uns. Sie stellte sich als
Gertrud Wittkowski vor und ist die Tochter
des Eisenbahners Walter Wittkowski,
der vier Jahre in Caspershöfen Dienst
tat. Frau Wittkowski erinnerte sich gut
16
T
an die anderen Eisenbahnerfamilien
und die mit ihr
gleichaltrigen Kinder. Sie
blätterte ein wenig in unserer
mitgebrachten Bludau-Chronik
und erinnerte
sich an einige ehemalige
Bewohner.
Anwesend waren am
Samstag auch Kriemhild
und Hans-Martin Winter.
Zwei jungen Mädchen, Cousinen,
fiel unsere Bludau-Chronik
im Vorbeigehen
auf und sie zeigten großes Familienforscher
Interesse daran, weil sie mi* Frau Meller,
beschlossen hatten, von ihren
Familien und deren Wohnorten
ebenfalls eine Chronik zu erstellen. So
wechselte ein Exemplar seinen Besitzer
und sie zogen glücklich und voller Feuereifer
weiter.
Leider kam niemand unserer ehemaligen
Bludauer, die in den neuen Bundesländern
wohnen, zu diesem Treffen. War
es nicht genügend bekannt gemacht worden?
Es fand dann noch eine sehr interessante
Begegnung statt: Es traf nach telefonischer
Verabredung und langem Umherirren
in der Messehalle Herr Harald
Bludau auf uns. Er betreibt Familienforschung
und fand Dokumente über seine
Vorfahren in unserer Dorf-Chronik.
Da wird 1332 bestätigt, dass „Hermann
von Bludaw“ und seine „Vorfahren“ ihren
Besitz schon seit der frühesten Besiedlung
und Bekehrung des Samlandes
vom damaligen Bischof und seinen Amtsvorgängem
in der Kirche verliehen bekamen
und in Ruhe und Frieden besessen
haben. Dann wird im Jahre 1344 erneut
bestätigt, dass die Familie der
unter sich: Frau Wetzel im angeregten Gespräch
unserer Fachfrau für Familienforschung Foto: Ziegler
„Landritter“ namens „von Bludau“ in
dem östlich von Fischhausen gelegenen
Dorfe Bludau schon seit der Gründung
1258 und der frühesten Besiedlung und
Bekehrung hier ansässig waren. Ein „Hermann
von Bludau“ ist schon 1299 oft in
Schreiben im Bistum Samland erwähnt.
Es ist daher mit allergrößter Wahrscheinlichkeit
anzunehmen, dass unser Dorf
seinen Namen von den damaligen Besitzern,
derer „von Bludau“ bekommen hat.
Sowie 1481 der Besitz des „PeterForcke“
später und bis 1945 nur noch Forken genannt
wurde.
Die Bludau- Chronik dient auch anderen
Personen zur Familienforschung und
fand im Allgemeinen eine sehr positive
Resonanz.
Mit herzlichen heimatlichen Grüßen,
Ihre Erika Wetzel
Zum Thema „Kriegsende vor 60 Jahren“
erschien in unserer hiesigen Zeitung ein,
wie ich meine, sehr erwähnenswerter
Leserbrief von einem „einheimischen
Kind von damals“. Eine Frau des Jahr-H
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