— Liebe Bludauer Heimatfreunde!
Am
11. und 12. Juni 2005 war bei
Lden Bludauem wieder „Familjentreffen.“
Leider ist unsere „Familje“
durch den Tod einiger lieber Familienmitglieder
wieder kleiner
geworden.
Wir sind alle sehr traurig
über den allzu frühen Tod von
Hagen Baumgartner. Wir werden
sein schelmisches Lächeln und
die Art unseres „liebenswerten langen
Lachodders“ sehr vermissen. Er verstarb
am 10. 2. 2005 in Osnabrück im
Alter von nur 58 Jahren.
Im Juli 2004 verstarb Herr Ernst
Pahlke in Mederns / Wangerland. Sein
letzter Wohnsitz war in Ludwigsfelde bei
Fischhausen. Er wurde 91 Jahre alt.
Die Nachricht vom Tode des Herrn
Franz Federmann aus Caspershöfen erhielt
ich im Frühjahr dieses Jahres. Er
gehörte dem Jahrgang 1922 an und starb
in Penkun.
Wir werden die Verstorbenen nicht
vergessen und bekunden den Angehörigen
unser tiefes Mitgefühl.
Da uns nicht nach Singen zumute war,
begannen wir unseren kleinen geschäftlichen
Teil mit dem köstlichen Gedicht
von Siegfried Sassnick: „ Marjellchen“.
Grüße ließen ausrichten: Die Kecker-Mädchen
aus Caspershöfen Jutta (Wiegand)
und Irmgard (Nösch), Irene Freitag;
sie ist die Tochter des Bauern Walter
Lemke, Margarete Brall und Frau Gertrud
geb. Wittkowski, beide aus Caspershöfen.
Leider konnte auch unsere
„Metachen“ Langel nicht kommen, da
sie auf die Schnelle in die Klinik musste.
In Gedanken war sie trotzdem ganz
dabei und ließ uns herzlich grüßen.
Ebenfalls freundliche Grüße an unsere
Versammlung ließ auch Herr Harald
Bludau aus München ausrichten. Seine
Vorfahren, das alte Rittergeschlecht derer
„von Bludau“ waren mit Sicherheit
in grauer Vorzeit die Namensgeber
unseres Dorfes,
u Herrn Bludau besteht
ein freundlicher Kontakt. In
Berlin beim großen Ostpreußentreffen
konnten wir ihn persönlich
kennen lernen. Aus dem fernen
Kanada sandte Kurt Blauhut per E-Mail
liebe Grüße und wünschte einen
guten Verlauf unseres Treffens.
Unsere Metachen bedauerte am meisten,
nicht anwesend sein zu können. Sie
ist eine der regelmäßigsten Teilnehmerinnen
und die „Seniorin“ in unserem
Kreise. Wie kostbar und wichtig die Gespräche
mit unseren älteren Samländem
für uns „Kinder von damals“ sind, kann
nur verstehen, wer intensiv nach seinen
Wurzeln sucht. Denn nur unsere älteren
Mitbürger können uns ein Stück dorthin
führen und uns die Heimat noch so lebendig
schildern, wie es in keinem Buche
zu finden ist. Auch unsere „Tuta“
Framke gehört zu den Seniorinnen, die
uns noch sehr viel geben können, wir
müssen nur fragen, fragen! Sie ist eine
der Bludauerinnen, die bis zum Schluss
immer im Dorfe ansässig geblieben ist und
sich ein sehr gutes Gedächtnis bewahrt hat.
Leider ist die Zeit doch immer zu kurz
um alles zu erfragen, was wir Jüngeren
gerne noch aus und von Bludau wissen
möchten. Immer wieder kommt etwas
von „damals“ an die Oberfläche, das uns
„Kindern von damals“ das Leben in
Bludau vor unser geistiges Auge führt.
Charlottchen, (Woyciechowski) „Reicherts
Jüngste“ wird seit zwei Jahren, nach dem
Tode ihres/unseres lieben Paulchens, von
14
ihrer Tochter Rosemarie Erdmenger begleitet,
die sich in unserer kleinen Familje
sehr wohl fühlt. Charlotte und Paul waren
die regelmäßigsten Besucher und
Paul wurde im Laufe der Zeit einer unserer
„Hoffotografen“. Zu den ganz regelmäßigen
Besuchern gehören auch
Waltraud und Heinz Zander, beide aus
Kobbelbude, doch jeder aus einem anderen.
Da es ein zweites Kobbelbude
im Gebiet von Königsberg Land gibt,
kommt es bei den Treffen oft zu Verwechslungen
wegen der „Kobbelbuden.“
Wiederholt besuchte unser Treffen auch
Willi Pfeil aus Fischhausen, den die in
der Bludau- Siedlung ansässige Verwandtschaft
mit unserem Dorf verbindet.
Am Samstag war, wie fast immer,
Herr Louis- Ferdinand Schwarz, der Ehrenvorsitzende
unserer Kreisgemeinschaft
für ein paar Stunden unser Gast
und gab uns Informationen über das
Salem-Projekt in Medenau / Pollwitten,
das für den Bereich eine sehr wichtige
Einrichtung für Kinder und Jugendliche
ist.
Erstmals kam Frau Annemarie Berkle,
geb. Hildebrandt aus Caspershöfen gebürtig,
mit ihrem Neffen Bruno Hildebrandt
zu unserem Treffen. Beide wollen
auch in Zukunft den Kontakt zu uns
halten. Sie hatten viele Fragen zu alten
Bildern und Dokumenten aus der Zeit in
Caspershöfen an unsere Caspershöfener
Teilnehmer Heinz Lemke und Dora
Kuschka. Auch Tuta Framke konnte mit
ihrer Erinnerung hilfreich sein. So ein
kleiner Kreis hat durchaus seine Vorteile,
man kann sich in aller Ruhe miteinander
beschabbem und so näher kennen
lernen. Im Laufe der Jahre sind wir
wirklich zu. einer Dorfgemein-schaft zusammengewachsen,
wie es im alten
Bludau sicher nicht besser war. Unsere
ältesten Teilnehmer wurden, wie bei uns
üblich, mit kleinen Geschenken erfreut,
die Alfred Dumschat fantasievoll angefertigt
hatte.
Wir konnten in diesem Jahr unser 19.
Treffen durchführen, ließen es aber mit
dem Einverständnis und einem Augenzwinkern
der Anwesenden, unüblicherweise
für ein vorgezogenes 20. gelten. Aus
diesem Anlass bedankten wir uns bei unseren
Gastgebern, die sich mit Anbeginn
Die Bludauer mit ihren Qastgebern, der Familie Hackmann (ganz rechts mit Baby) beim Überreichen
des Qeschenkes, der Bludauer Chronik. Foto: pnv.