Monika Ziegler,
Jahrgang 1952 und
in Hamburg geboren,
ist gewissermaßen
ein „Spätzünder“,
was das
Interesse und die
Beschäftigung mit
dem Samland angeht
- aber wie heißt es so schön: Besser
spät als nie! (Und ein gutes Beispiel dafür,
dass es aller Unkenrufe zum Trotz immer
wieder „Nachwuchs“ in der Kreisgemeinschaft
gibt.)
Beide Eltemteile stammen aus Ostpreußen,
der Vater kommt aus der Elchniederung
(Kl. Heinrichsdorf), die Mutter
von der Kurischen Nehrung, aus dem
bekannten Dorf Rossitten. Die Mutter,
Annemarie Vollhardt geb. Broscheit, war
jahrelang die Ortsvertreterin von Rossitten.
Nach dem Tod der Mutter im Jahre
2000 suchte Frau Ziegler einerseits
einen Nachfolger für dieses Amt, andererseits
begann sie sich aufgrund der
Beschäftigung mit dem mütterlichen
Nachlass zunehmend für die Heimat ihrer
Vorfahren, für die eigenen Wurzeln
zu interessieren.
Um es kurz zu machen: Gleichzeitig
wurde eine Nachfolgerin für die langjährige
und verdiente Schriftleiterin, Frau
Hußfeld, gesucht, der Kontakt war hergestellt
und Monika ZiegLer schien die
geforderten Fähigkeiten und Kenntnisse
für diese Tätigkeit zu besitzen. Seit
nunmehr Winter 2001 ist sie unsere
Schriftleiterin, seit dem Heft 153 hat sie
auch Satz und Layout übernommen, was
ihr mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung
des Heftes gibt. Ihre fundierten
Computerkenntnisse, die sie in ihrer Tätigkeit
als freiberufliche Sekretärin immer
wieder ausbauen konnte, waren natürlich
dabei von Vorteil.
Inzwischen war Frau Ziegler auch
bereits mehrfach in der Heimat ihrer Eltern
und fühlt sich immer wieder dorthin
gezogen. Die Geschichte des Samlandes
interessiert sie sehr, es bleibt nur oft zu
wenig Zeit dafür, obwohl ihre zwei Kinder
längst nicht mehr so viel Aufmerksamkeit
beanspruchen wie früher.
Für das Amt der Schatzmeisterin kandidierte
sie im Herbst 2004, weil sie
davon überzeugt ist, dass man gerade im
„Bereich der Zahlen“ mit dem modernen
„Handwerkszeug“, dem Computer,
schneller arbeiten und effizientere Ergebnisse
erzielen kann, und sie deshalb auch
auf diesem Gebiet ihre Kenntnisse nutzbringend
einsetzen kann.
Hans-Georg
Klemm wurde 1934
in Königsberg als
erster Sohn des
Landwirtsehepaares
Kurt und Gertrud
Klemm aus Obrotten
geboren. Er war
erst elf Jahre alt, als
das Kriegsgeschehen mit aller Macht auch
Ostpreußen und das Samland erfasste -
für eine Flucht war es zu spät.
So erlebte er zweieinhalb Jahre der Unterdrückung
und des Hungers unter sowjetischer
Herrschaft. Erst im November
1947 wurde die Familie in die damalige
Sowjetzone ausgewiesen. Der
Vater wurde seit den letzten Kriegswochen
beim Militär vermisst, er musste
ohne ihn aufwachsen.
In Dresden konnte er dann die Volksschule
abschließen und sich auf das Ingenieur-Studium
vorbereiten, welches er
1955 als Diplom-Ingenieur beendete.
Anschließend ging er nach Berlin, um
dort in der Industrie tätig zu sein. Nach
40 Berufsjahren - viele davon als leitender
Angestellter - ging er in den wohlverdienten
Ruhestand.
Auch privat hat sich alles bestens gefügt:
1958 heiratete er seine Frau Greta.
Sie haben zwei verheiratete Töchter und
fünf Enkel, mit denen ein guter Kontakt
gehalten wird.
Seine Aktivitäten für und um die Heimat
begannen mit dem Briefmarkensammeln.
Er leitete ehrenamtlich einen
Großverein und erhielt dort die Idee zu
seiner Heimatsammlung „Die Post im
Samland“. 1996 übernahm er die Leitung
und die Redaktion der Forschungsberichte
der „Arbeitsgemeinschaft Deutsche
Ostgebiete e.V“ im BDPh. Parallel
baute er seine umfangreiche Sammlung
von Ansichtskarten des Kreises Samland
auf. Seit 1994 veranstaltet er jährlich
philatelistische Wochenendtagungen im
Kulturzentrum Ostpreußen Ehingen mit
Ausstellungen und Vorträgen und hält
daneben Vorträge bei den Kreisgruppen
der LMO in Erlangen und Nürnberg.
Aber bereits 1985 begann er mit der
Suche nach den früheren Einwohnern seines
Heimatortes Obrotten und konnte
1987 ein erstes Ortstreffen organisieren.
Fast alle kamen! 1996 trat er dann die
Nachfolge von Fritz Billjött als Vertreter
des Bezirks Rauschen an und wurde
gleichzeitig in den Vorstand der Kreisgemeinschaft
Fischhausen e.V. gewählt.
Bei den Kulturtagen im Samland 1999
organisierte er die Ausstellungen und
stellte das Exponat „Unser Samland -
früher“ zusammen. 2000 erfolgte seine
Wiederwahl in den Vorstand. Bei der
Jubiläumsfeier in Pinneberg 2001 folgte
die Ausstellung „Der Kreis Fischhausen
in Bildern vor 1945“ und zur Kulturwoche
2004 in Rauschen die Ausstellung
„Das Samland in Ansichten vor 1945“.
Mit seinem Bildmaterial unterstützt er verschiedene
russische Museen im früheren
Kreisgebiet.
Ferner beschäftigt er sich mit der Heimatforschung
der Orte im Bezirk Rauschen,
seine interessanten Artikel im
Heimatbrief sind uns wohlbekannt.
Darüber hinaus hat er Berichte über besondere
Einrichtungen im Samland, wie
die Samlandbahn, den Königsberger Seekanal,
Segelflug und Post veröffentlicht.
Er beabsichtigt, sich auch weiterhin mit
historischen Themen zu beschäftigen,
z.B. 100 Jahre Sparkasse Samland, Küstenschutz
oder mit dem früheren Schulwesen.
Ganz besonders freut er sich auf
die Fertigstellung des Ansichtskarten-Bandes
„Der Kreis Samland/Ostpr. - In
historischen Ansichtskarten“.
Sabine Lüchau
geb. Goldenbaum
ist bereits seit 2001
als Beisitzerin Mitglied
des Vorstandes.
Sie wurde am
11. Januar 1940 in
Königsberg geboren.
Ihre Eltern,
August und Käthe
Goldenbaum bewirtschafteten bis Ende
1945 das Gut Alexwangen im Kirchspiel
St. Lorenz. Als Fünfjährige musste sie
mit ihrer Schwester Gisela Ostpreußen