ihn, durch Vermittlung des uns bekannten
Dr. Igor Morosow, in seinem
Haus - dem früheren Wohnhaus der
Familie Possekel in der Strandstraße -
besuchen. Rita schreibt: „Beim Betreten
des Hauses zogen wir brav wie der
Hausherr die Schuhe aus. Als ich die
Räume betrat, war es so, als wäre ich
nie fort gewesen. Alle Möbel unserer
Eltern waren noch vorhanden. Ich gab
Dr. K. eine detaillierte Beschreibung
der Räume. Als wir dann in unserem
ehemaligen Kinderzimmer standen,
versagte mir die Stimme. Das Verständnis
und die Anteilnahme von
Dr. K. in diesem Moment war rührend.
Nach einigen Gläschen Wodka war
dann das Gleichgewicht wieder hergestellt
und wir erhielten die Einladung
wiederzukommen.“
Diese Einladung in Verbindung mit
der schönen Landschaft des Samlandes,
die Erinnerungen an die Jugendzeit
und die freundliche Aufnahme
durch den heutigen Besitzer des Hauses
veranlaßten Rita und Peter die Familie
für einen gemeinsamen Besuch
zu interessieren. So kamen im Juni
2000 eine Gruppe von 6 Geschwistern,
Cousins und Cousinen aus der
Familie Possekel zusammen, die bereits
auf dem Familienfoto von 1941
als Kinder in der vorderen Reihe bzw.
auf dem Arm der Mutter zu sehen
sind. Sie flogen mit der Gruppe von
Ingelore Mittag nach Rauschen und
hatten dort interessante und eindrucksvolle
Tage. Dr. Igor M. hatte bei
dem Oberst einen Besuch vorbereitet
und die ganze Gruppe wurde im Hau-Familie
Possekel 1941 (Foto: Rita Qiovannini, geh. Possekel)
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se Possekel freundlichst empfangen
und liebevoll bewirtet, der Wodka floß
reichlich.
Anschließend stellte sich die Gruppe
an der selben Stelle wie 1941 zu einem
Foto der nun herangereiften Generation
auf. Nur die Reihenfolge der
Personen ist auf den Bild etwas verändert.
Auf dem Foto von 1941 sind dies
von links nach rechts: Peter, Reiner,
Cousin Christian f, Cousine Karin,
Cousine Uschika und Rita sowie Cousin
Manfred (auf dem Arm seiner
Mutter). Auf dem Foto aus dem Jahre
2000, also rund 60 Jahre später, sind
von links nach rechts Cousine Uschika,
Cousine Karin, die Brüder Peter
und Reiner, Cousin Manfred und Rita.
Zur Familiengruppe gehörte ferner
Ulla, Ehefrau von Reiner, die fotografierte
und 1941 noch nicht dabei war.
Diese Familienreise ist gewiß eine
sehr bemerkenswerte Leistung. Bewundernswert
ist die Teilnahme von
Cousin Manfred, der aus Chile angereist
war. Der Besuch in der Heimat
und für Rita, Peter und Reiner im Elternhaus,
das jetzt von fremden Menschen
bewohnt wird, weckt schmerzliche
und emotionale Empfindungen.
Doch die Wiederkehr und die freundliche
Aufnahme sind Zeichen einer
Völkerverständigung wie sie besser
nicht bewiesen werden kann.
Abschließend möchte ich Sie alle
aus unserer Gemeinschaft Rauschen
und Umgebung zu dem Kreistreffen
Familie Possekel im Jahre 2000 (Foto: Wlla Possekel)
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