Unbeschädigter Qrabstein in Arnau gefunden
großen Transparenten und grünen
Bannern die sich sehr engagiert zeigten.
Auch das gibt es heute in Rußland.
Kurz vor meiner Rückreise brannte
nachts an der Uferpromenade das
kleine Grilllokal „Lagune“ aus. Die
Brandursache war unklar.
Übrigens teilte Armin Kurschat mir
mit, daß nach seiner Erinnerung das
Kreuz zum Gedenken an die St. Adalbert-Kapelle
in der Nähe des Signalmastes
beim Feuerwehrschuppen gestanden
hat.
Soweit das Neueste aus unserem
Heimatort. Bis zum nächsten „Report
aus Cranz/Selenogradsk“ verbleibe ich
mit herzlichen Flundergrüßen
Ihr Klaus A. Lunau,
Bahnhofstraße 14,
30853 Fangenhagen,
Telefon: 05 11 - 77 34 07,
Fax: 05 11 - 7 68 48 43,
Funk: 01 70-4 04 76 12,
e-mail: KALUN@t-online.de
Liebe Qroß Dirschkeimer
Im Nachlaß meiner verstorbenen
Mutter Elisabeth Wittke, geb. Spitz,
habe ich u.a. die auf dem Foto abgebildeten
fünf Löffel, eine Gabel und ein
Messer gefunden.
Als wir auf die Flucht gingen, blieb
uns keine Zeit aus unserem Haushalt
Bestecke mitzunehmen. Aus der Erinnerung
weiß ich, daß wir diese einzelnen
Besteckteile in unserer Not an uns
genommen haben, um nicht irgendwann
aus den Händen essen zu müssen.
Gefunden haben wir die Löffel/Gabel/Messer
beim Umherziehen von
Ort zu Ort in der Gegend von Groß
Dirschkeim, Marscheiten, Finken, Albertshof.
Fünf Besteckteile haben eine Gravur.
V.l.n.r.: Löffel: VL, Löffel: WP,
Löffel: AH, Gabel: AH, Messer: TD.
Liebe Leser, ich halte es für unwahrscheinlich,
nach über 50 Jahren
die Eigentümer dieser Besteckteile zu
finden, aber - wer weiß ?
Wir wünschen Ihnen eine schöne
Sommerzeit und hoffen auf ein gesundes
Wiedersehen in diesem Jahr im
September in Pinneberg.
Arno und Annemarie Wittke,
Am Steinbühl 11, 07368 Fiebschütz,
Telefon: 03 66 40-2 25 41
Liebe Heimatfreunde aus dem
Kirchspiel Arnau,
anläßlich unseres letzten Kreistreffens
in Minden machte mich eine Waldauerin
darauf aufmerksam, daß in der
Arnauer Kirche ein Grabstein der Familie
Böhm aus Stangau mit noch gut
leserlicher Inschrift liegt. Das ist wahrhaftig
eine Rarität, denn bekanntlich
sind alle Grabsteine und sonstige
Zeugnisse aus deutscher Zeit von den
Russen beseitigt worden. So ist z.B. auf
den großen Königsberger Friedhöfen
an der alten Pillauer Landstraße kein
einziger Grabstein mehr zu finden,
und in Arnau sind seitlich der neuen
Zufahrtstraße, die im übrigen über das
alte Gräberfeld führt, in der Böschung
zum Pregel hin Bruchstücke von Grabsteinen
zu erkennen.
Wie kam es zu dem Fund in Arnau?
Etwa im Sommer 1998 wurde auf dem
Friedhof in Arnau das Denkmal für
den preußischen Reformer und späteren
Oberpräsidenten Theodor von
Schön errichtet. Es ist vorstellbar, daß
bei den Schachtarbeiten der Grabstein
der Familie Böhm freigelegt wurde?
Die Grabstätte der Familie Böhm lag
am östlichen Ende des Kirchenschiffes,
nur einen Gang breit von der Kirchenmauer
entfernt.
Die Arnauer Kirche, an der
umfangreiche Restaurierungsarbeiten
durchgeführt werden, ist nur in beschränktem
Umfang für Besucher zugänglich.
Über diese Arbeiten wurde
ausführlich in den Folgen 148 und 149
unseres Heimatbriefes berichtet. Der
bauleitende Architekt war so entgegenkommend,
mir während eines Baustellenbesuches
ein Foto von dem
Grabstein zu fertigen.
Zum diesjährigen Geburtstag von
Frau Herta Böhm bin ich zu ihr nach
Magdeburg gefahren und habe das Foto
als Erinnerungsstück überreicht.
Übrigens, einige Waldauer werden
sich noch gut an Herta Böhm erinnern.
Sie war die Besitzerin von zwei großen
Obstgärten mit zahlreichen schmackhaften
Apfelsorten darin. Schon damals
verkaufte sie ab Hof Bio-Obst!
Mit heimatlichen Grüßen
Carl Mückenberger aus Stangau,
jetzt: Neißestraße 13, 32425 Minden
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