Nach trag lieft
zum Muttertag am 13. Mai 2001 ...
Mutterhände
Unserer Mütter Hände haben nie geruht,
haben nie gezittert, waren stets so gut.
Ruhen jetzt im Grabe vom tapf ren Leben aus,
fern der alten Heimat, denn wir mußten raus!
Pflanzen wir jetzt Blumen auf ihren Grabeshügel,
denn vom Mutterhaus steht nicht mehr ein Ziegel.
Doch ihr stiller Segen, weit übers Grab hinaus,
in der neuen Heimat da wirkte ersieh aus.
Können nur noch schmücken ihr allerletztes Haus,
doch aus unseren Herzen reißt niemand sie heraus.
Wenn die Sterne strahlen hell am Himmelszelt,
denken wir an sie über alles in der Welt.
Unserer Mütter Hände haben nie geruht,
haben nie gezittert, waren stets so gut.
Emil Bleeck (t) Königsberg Pr.
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Liebe Cranzer und liebe Landsleute
aus den Nachbarorten
Heute beginne ich
mit einer Korrektur.
Im Heimatbrief
149. Folge
hatte ich auf das
Buch „Frauen in
Königsberg 1945-1948“
hingewiesen
und als Bezugsquelle die „Kulturabteilung
der Landsmannschaft Ostpreußen
e.V. in Hamburg“ genannt.
Leider hat die Kulturabteilung ihre ursprüngliche
Absicht, den Restposten
von 300 Exemplaren zu übernehmen,
nicht verwirklicht, so daß Bestellungen
weiterhin bei der „Kulturstiftung der
deutschen Vertriebenen, Bonner
Talweg 68, 53113 Bonn“ unter ISBN
3-88557-173-0 zum Einzelpreis von
DM 16,80 plus Versandkosten getätigt
werden können.
In den letzen Monaten erlebte ich
einige angenehme Überraschungen.
Nach einem fernmündlichen Anruf
von Frau Kristandt, der Witwe von
Horst Kristandt - Jahrgang 1923 - aus
der Kirchenstraße, erhielt ich u.a. ein
Klassenbild auf dem neben Horst und
Lehrer Erich Singer weitere 31 Schüler
der Jahrgänge 1922/23 abgebildet
sind. Die Aufnahme wurde wahrscheinlich
1935 gemacht. Ich erkenne
auf dem Bild z.B. Werner Schirwing,
Otto Huhn, Kurt Schröder, Fritz
Macheit, Rudi Kettler, Heinz Kähler,
Werner Jonas, Heinrich Supplieth und
Günter Bast. Je eine Reproduktion des
Bildes habe ich an vier der Abgebildeten
übersandt, weil ich über deren Anschrift
verfüge. Leider ist Günter Bast
(Sohn des Friseurmeisters) zwischenzeitlich
verstorben. Obwohl Frau
Kristandt keine Cranzerin ist, hat sie
richtig erkannt, wie wertvoll für uns
Vertriebene Unterlagen aus Jugendzeit
bzw. Vergangenheit sind. Ich habe
mich bei ihr im Namen der Cranzer
herzlich bedankt.
Eine weitere Überraschung war ein
Brief von Armin Kurschat mit der Aufnahme
eines Festwagens von 1937 mit
der Familie Emil Schwagereit sowie
Karola Moser und Ingrid Kurschat als
Gäste. Besonders wertvoll war die präzise
Beschreibung durch den Vater von
Armin, Prof. Alexander Kurschat,
über den Anlaß und den Zeitpunkt der
Aufnahme auf der Rückseite des Bildes,
Den noch lebenden vier Geschwistern
Schwagereit und Karola
Moser konnte ich mit der Übersendung
von Reproduktionen eine kleine
Freude bereiten. Trotz der vorhandenen
1.400 alten Aufnahmen von Cranz
und seiner Umgebung wächst meine
Bildersammlung auch heute noch.
Vielen Dank allen, die mir dabei helfen.
Überrascht wurde ich Anfang März
durch den Brief eines Druckhauses aus
Ingolstadt mit zwei Exemplaren der
Wochenendbeilage des Donaukuriers.
Dort fand ich den zweiseitigen Artikel
mit dem Titel „Vom Strandgut zum
Mythos“, in dem über die Rekonstruktion
des Bernsteinzimmers in St. Petersburg
und über die Erinnerungen
der Brüder Supplieth an ihre ostpreußische
Heimat berichtet wurde. Die