Full text : Unser Schönes Samland

Auf der Suche

Mein

Name ist Wolfgang Schneider
. Ich kam 1947 mit einem Kindertransport
 von Ostpreußen in den Osten
Deutschlands. Als elternloses Kind hatte
ich keine Papiere, welche mir in der
schlimmen Zeit weitergeholfen hätten.
Es ließen sich auch keine Verwandten finden,
 da ich mich weder an Namen noch
Adressen erinnern konnte. Nur eines hatte
ich nicht vergessen, nämlich dass ich in
Königsberg, Sackheim 94 im Jahre 1941
geboren wurde. In der damaligen DDR
durchlief ich einige Kinderheime und war
auch bei verschiedenen Pflegeeltem. Als
ich 1957 zum ersten Mal einen Ausweis
benötigte, wurde ich vor eine Ärztekommission
 bestellt. Man beschaute mich von
oben bis unten und ich bekam daraufhin
das Geburtsjahr 1943 und den Geburtsort
 Meiningen ,zugewiesen4. Dieses wollte
 ich nicht annehmen, daraufhin wurde
mir damit gedroht, dass ich, sollte ich
diese Daten nicht anerkennen, zukünftig
ein Staatenloser sein würde. Aus Angst
davor stimmte ich also zu. Ich konnte
damals auch nichts anderes beweisen.

Heute sieht es anders aus, denn nach
der Wende hat sich auch für mich in dieser
 Sache vieles geändert. Ich konnte nun
mit dem Suchen nach Unterlagen beginnen,
 da es jetzt mehr Möglichkeiten gab.
Von 1993 bis heute habe ich viel unternommen
 und auch gefunden, so auch
Beweise für mein Geburtsjahr und den
Geburtsort. Nach langem Kampf mit den
Behörden wurde mir das Geburtsjahr
1941 zuerkannt, aber der Geburtsort
nicht. Ich habe dadurch jetzt die Möglichkeit,
 eher - d.h. meinem Alter entsprechend
 - in Rente zu gehen.
Ich schreibe deshalb, weil ich sicher
nicht der Einzige mit diesem Schicksal
sein werde. Ich hoffe, auch anderen mit
diesem Bericht Mut zu machen, die ähnliches
 erlebt haben.

Wolfgang Schneider
Feldrain Nr. 5
06766 Thalheim
Tel. 03494 - 332 28

Beliebte Redewendungen

- Hie kickt wie ä Uhl ut dem Schmoll
topp.
- Spie nich änt Woater, datt du noch
trinke mottst.
- Jistre noch frösch on gesond on
hiede schmeckt ett all wedder.
- Watt schon warre, nuscht is nu all.
- On he schmörl sinem Dassel mät
Troan.
- Datt äs en Freid, datt Koame on datt
Fahre.
- Ett äs leicht äwer e niedrije Tun to
springe.

in Platt

Jeschäte sächt de Romeike.
Wem de Koh jehärt, de foat se biem
Zoachel.
Watt de Oler sächt, hätt ämmer
Recht.
To Hus ist to Hus, sächt jänner on
huckt önner Klus.
Rejen äs beter wie jär kein Wädder.
Watt de Buer nicht kennt, datt frett
he nich.
Jekofft äs jekofft.
Äck warr die watt schiete.
Wie jeit et die? Beschäte äs jeproahlt.

68

- Komt fräte, kommt fräte, ju fule
Beestkreete.

Zum Schluß eine kleine Anekdote:

Der Pastor vereinbart mit seinem Küster,
 auf sein Stichwort „Heiliger Geist“
eine weiße Taube in den Kirchenraum
fliegen zu lassen. Auf das Stichwort jedoch
 ruft der Küster von der Empore
aufgeregt: „Herr Paster, datt mött dem

Hellje Jeist äs geschäte, dem hätt ön ‘ner
Nacht de Koater gefräte!“

Beim Gebrauch dieser Redewendungen
wünsche ich Ihnen, liebe Leser, viel
Spaß.

Klaus Wulff
Kulmer Straße 20 a
32602 Vlotho - 2

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Ostpreußen-Gedächtnisteller „Zum Besten der Ostpreußenhilfe“,

16. Febr. 1915, herausgegeben von der KPM Berlin:

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Berlin - Gumbinnen (farbig)
Hessen - Marggrabowa (farbig)
Schleswig-Holstein - Tilsit (farbig)
Minden - Osterode (farbig)
Oppeln - Lyck (farbig)

Mecklenburg-Schwerin/Mecklenburg-Strelitz - Angerburg (farbig)
Frankfurt - Lötzen (einfarbig)
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Ich nehme auch Gesuche auf und biete zur Zeit folgende Doubletten an:

Verbandsteller/Königsberg, Gumbinnen, Allenstein (farbig)
Baden - Memel (farbig)
Arnsberg - Sensburg (farbig)

Rolf W. Krause, Kulturbeauftragter der Kreisgemeinschaft
Sensburg, Alte Poststraße 12, 42555 Velbert