Zu dieser Leistung haben unzweifelhaft
die Ostpreußische Herdbuchgesellschaft
e.V. mit ihren mehr als 6000
Mitgliedern und ihrem langjährigen
Geschäftsführer, Dr. h.c. Jacob Peters
- Königsberg beigetragen. An
dieser Stelle müssen unbedingt die
Leistungen der großen samländischen
Rinderzüchter, Waldemar Sehmer -
Karmitten und Hans Feyerabend -
Palmnicken lobend hervorgehoben
werden.
Nach nun mehr als 50 Jahren, nach
dem Untergang Ostpreußens im Inferno
des 2. Weltkrieges , ist auch heute
noch der Nimbus des edlen Trakehner
Pferdes ungebrochen. Das Trakehner
Pferd ist das einzige noch
lebende ostpreußische Kulturgut, welches
sich deutschland- und weltweit
großer Beliebtheit erfreut. Die Trakehnerzucht
- nicht nur in den Gestüten
Trakehnens, sondern auf vielen,
vielen bäuerlichen Höfen und Gütern
betrieben - hatte so tiefe Wurzeln in
der ostpreußischen ländlichen Bevölkerung,
die generationslang vererbt
wurden, dank der hervorragenden
Zuchtarbeit der Landstallmeister v.
Lehndorff und Dr. Ernst Ehlert; sowie
der Züchter Johann Scharffetter
- Kalwischken; Oskar v.d. Goltz -
Kalten und Eberhard v. Zitzewitz -
Wedern, die hier stellvertretend
genannt werden. Der große deutsche
Agrarchemiker Justus von Liebig hat
vor mehr als 140 Jahren gesagt:
„Immer und zu allen Zeiten ist es
der Boden mit seiner Fruchtbarkeit gewesen,
der über das Wohl und Wehe
eines Volkes entscheidet.“
Dieser volkswirtschaftliche Bewertungsmaßstab
hat auch heute noch
seine volle Gültigkeit.
Wenn wir unter diesem Gesichtspunkt
den Umgang mit dem Boden in
Deutschland und meiner nordostpreußischen
Heimat vergleichen, dann
wissen wir, warum es den Menschen
dort nicht gut geht. Hilfe - in erster
Linie für die Landwirtschaft - ist ein
dringendes Gebot der Stunde.
Die beiden Ausstellungen und das
von mir verfasste Buch: „Ostpreußische
Frauen und Männer im Dienste
der Landwirtschaft“ dienen dem einen
großen Ziel:
Die großartigen Leistungen der ostpreußischen
und samländischen Landwirtschaft
und ihrer Menschen sollen
nicht vergessen werden!
Gerhard Fischer
Schwaaner Landstr. 24a
18059 Rostock
Tel.: 0381 -4000 554
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Kreistreffen der Heimatkreisgemeinschaft
Landkreis
Russische Gäste - Zeichen einer
zukunftsorientierten Arbeit
Es hatte geklappt: der Germanist
Georg Artemjew, Schulleiter im Dorf
Heiligenwalde, heute Uschakowo, 22
km östlich von Königberg, war rechtzeitig
zum Treffen der Heimatkreisgemeinschaft
Landkreis Königsberg
in Minden am 13./14. Oktober
2001 angereist.
Das war natürlich eine besondere
Freude für die Heiligenwalder, die
während des Treffens die Jahreshauptversammlung
des „Vereins zur
Erhaltung der Kirche von Heiligenwalde“
durchführten, aber auch andere
Teilnehmer kannten Herrn Artemjew
von ihren Reisen in die Heimat
und freuten sich über ein Wiedersehen.
Mit ihm war Frau Galina
Orlianskaja gekommen, die aus Usbekistan
stammt, in Neuhausen als Sozialarbeiterin
tätig ist und durch ihren
zweiten Wohnsitz in Uschakowo die
deutschen Heiligenwalder ebenfalls
gut kennt.
Das Foyer der Stadthalle Minden
empfing die Besucher wie immer mit
angenehmem Ambiente und reichem
Angebot. Der „Königsberger Express“
war vertreten, am Sonnabend konnte
man bei Leo Toberg - auch er den
Ostpreußen von den ersten Reisen her
gut bekannt - erlesenen Bernsteinschmuck
erwerben, und die Ausstellung
des „Freundeskreises zur
Erhaltung und Pflege ostpreußischen
Kulturgutes e.V.“ bot selbst den stän-Königsberg
Pr.
Qeorg Artemjew, Autor der Novelle
„Susannenthal", erschienen im Verlag
Heiligenwalde, signiert das kleine Büchlein,
das eine deutsche Sage enthält. „Susannenthall
ist benannt nach der Baronesse Susanne
von Rippe, die um 1600 eine tragische Liebe
erlebte und seither in den Wiesen am Pregel
bei Vollmond erscheinen soll. Der Qermanist
Artemjew hat die deutsche Sage zu der
Novelle umgeformt. (Foto: Privat)
digen Besuchern allerhand Neues.
Das Ehepaar Tuschewitzki und sein
Team zeigten geknüpfte Teppiche und
handgewebte Wäsche - die russischen
Gäste waren besonders beeindruckt
von diesen Techniken -, Majolika und
große Bernsteinstücke. Eine Bernsteinschatulle
war ein Blickfang, und
die Kant-Tafel in Kupfer auf Bernstein
zog die Aufmerksamkeit auf sich. Der
Freundeskreis und seine kunstvollen
Exponate stellen eine Hauptattraktion
der Treffen dar.
Auch die Königsberger Stadtgemeinschaft
war vertreten. Annelis
Kelch hatte, unterstützt von ihrem
Ehemann, einen lohnenswerten Büchertisch
zusammengestellt. Antiquarische
Ausgaben waren echte
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