¿«iwmaiiMaKSMMBMi
re« vv/r, i/ass es Prof. Makarow aus
Moskau war. Er hat das alte, in der
Sowjetzeit verwahrloste Kirchengebäude
durch eine litauische Firma abreißen und
originalähnlich wieder aufbauen lassen.
Äußerlich erkennt man diese Erneuerung
an der nun im Turm eingebauten Uhr und
den höher gesetzten Fenstern. “
Prof. Makarow hat diese Arbeit in einem
Prospekt zusammengefasst, den er
Horst mit Widmung überreichte. Er hat
dieses Projekt zur Rettung des Gebäudes
allein durchgeführt, ohne Unterstützung
durch die Stadt Swetlogorsk/Rauschen
oder den Oblast Kaliningrad/Königsberg.
Das Ergebnis ist für Rauschen/Swetlogorsk
die Umwandlung der heute nicht
benötigten Kirche in einen Orgelsaal und
wie Prof. Makarow schreibt, dem ersten
an der gesamten Küste des Baltischen
Meeres. In ihm finden die verschiedensten
Konzerte statt. Der Saal bietet heute
200 Sitzplätze.
Das Gebäude wurde von der litauischen
Firma „Klaipedos Restoratorus“ in
einer kürzest möglichen Zeit errichtet.
Die Orgel stammt aus Deutschland von
der Firma „Hugo Mayer Orgelbau GmbH“
aus dem Saarland, die sich bereits in der
dritten Generation mit dem Orgelbau
beschäftigt. Diese Firma soll bereits mehrere
Orgeln in den Osten geliefert haben.
Prof. Makarow ist übrigens selbst ein
guter Organist, der auch Konzerte gibt,
und auch anderen Aufgaben sehr aufgeschlossen
gegenüber steht. Wie ich hörte,
gehört er zu dem Team, das in der Nähe
des Orgelsaales das Stadtmuseum einrichten
soll.
Alle Heimatfreunde, die bei ihren Reisen
mehr über die Konzerte, die Tätigkeit
von Prof. Makarow und die Einrichtung
des Heimatmuseums erfahren, bitte
ich um entsprechende Mitteilung.
Horst K. berichtet auch, dass er nach
der Flucht den evangelischen Pfarrer Matz
in Lübeck wieder getroffen hat. Er hörte
ihn dort mit dem „Wort zum Sonntag“
aus der Lübecker Marienkirche im Radio.
Darauf besuchte er ihn mit einem
Freund aus dem Lehrlingsheim. Sie
konnten dort im Pfarrhaus Holz hacken
und sich eine gute Mahlzeit verdienen.
Pfarrer Matz war nach der Flucht in
Lübeck ein bekannter Pfarrer. Er konnte
dort im April 1952 sein 25. und im April
1967 sein 40. Amtsjubiläum feiern.
Übrigens begeht die frühere evangelische
Kirche von Rauschen im nächsten
Jahr das 100-jährige Jubiläum. Sie wurde
im Frühsommer 1907 fertig gestellt
und am 7. Juli 1907 fand darin der erste
Gottesdienst statt. Auch wenn diese Kirche
noch jung ist und heute unter orthodoxem
Patronat steht, hat sie doch mit
Unterbrechungen in der Sowjetzeit ihr
christliches Amt behalten und ist in gutem
Zustand.
Vielleicht gelingt es uns, bei der geplanten
Reise im nächsten Jahr - „um der
Jugend das Samland zu zeigen“ - mit
dem orthodoxen Popen einen evangelischen
Jubiläums-Gottesdienst zu vereinbaren.
Auch wenn dieser nicht unbedingt
am 7. Juli stattfindet. Ich meine, die Weichen
recht gut gestellt zu haben. Und an
Spenden wird es sicherlich nicht fehlen.
Das nächste Kreistreffen findet in
Pinneberg im Hotel Cap Polonio am 16./
17. September findet statt. Wir werden
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wieder - wie im Vorjahr - einen separaten
Raum in der Nähe des Saales zur Verfügung
haben. In dem Saal finden sämtliche
Veranstaltungen sowie die Feierstunde
am Sonntagvormittag statt. Die
Jahresversammlung der Ortsvertreter
dauert in diesem Jahr gewiss auch nicht
so lange. So werde ich wieder längere
Zeit unseren Heimatfreunden zur Verfügung
stehen.
Bitte kommen Sie zahlreich zu diesem
jährlichen Treffen, damit unsere heimatliche
Verbundenheit weitergeführt
werden kann und auch sichtbar ist. Bitte
bringen Sie auch Ihre interessierten Angehörigen
mit. Aus eigener Erfahrung
kann ich sagen, dass viele Fragen geklärt
wären, wenn ich sie zu Lebzeiten meiner
Mutter gestellt hätte. Dieses Treffen
ist für „Rauschen und Umgebung“
gleichzeitig das Ortstreffen.
Bis dahin wünsche ich Euch Gesundheit
und einen schönen Spätsommer.
Mit heimatlichen Grüßen
Euer Hans-Georg Klemm
Sudetenstr. 11
91080 Uttenreuth,
Tel.: 09131-58489
und Eure Dorle Billjött
Quellenangabe:
- Gespräche mit Eva Dziuk, geh. Hamann, Erika Fleischer, geh. Wendick, Ilse Martin, geh. Streich,
Sieglinde Milz,
- Briefe von Horst Kischnick,
- Prospekt von Prof. Makarow zum Orgelsaal
“ ■ Pillau war eine Reise wert -
Samlandreise der Heimatgemeinschaft Pillau
Herr
Pastor i.R. Petscheleit rief und
viele kamen! Vom 15. bis 22. Juni
2006 waren wir unterwegs im Samland
und haben viel gesehen und erlebt.
Unsere Gruppe von 31 Pillauer, Königsberger
und Neuhäuser Heimatfreunden
wurde für die fünf Nächte, die wir in
Pillau verbringen durften, in drei verschiedenen
Nachtquartieren untergebracht.
14 Personen schliefen in der Pension
Neuhäuser, 11 im Hotel „Goldener
Anker“ und die restlichen 6 Personen fanden
in der neu errichteten Pension Valentina
in der ehemaligen Mühlenstraße in
Pillau I eine saubere und bequeme Schlafstätte
mit Halbpension.
Von den vier Tagen Aufenthalt waren
zwei für Pillau-Rundgänge und zwei für
Ausflüge nach Königsberg, Rauschen,
Palmnicken, Cranz, Kurische Nahrung
vorgesehen. In Pillau wandelten wir auf
den Spuren der Erinnerung, legten einen
Kranz auf dem Ehrenfriedhof nieder
und sammelten eifrig die am Strand
in großer Zahl umherliegenden kleinen
Bernsteine auf. Wir fuhren mit den ständig
vom Marktplatz Pillau I fahrenden
Kleinbussen für 6 Rubel nach Pillau II,
wo sich jetzt das Stadtzentrum befindet,
um hübsche Souvenirs einzukaufen oder