— Wiedersehen nach 69 Jahren
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s ist mir ein Bedürfnis, einmal von
ganzem Herzen für unseren
Heimatbrief zu danken. Besonders
für das Heft: 141. Folge - Frühjahr 1999,
Alte Freunde wieder vereint: rechts Max Sens, links Erwin Pucks.
Foto: priv.
das ich bei meinem Besuch in Rauschen
im Frühsommer 2004 bei einer Bemsteinverkäuferin
gekauft habe. Wie dieses
Heft in ihre Hände gekommen ist,
weiß ich nicht. Da ich DDR - Bürger und
Berufssoldat / Offizier war, kannten wir
diese Presseartikel nicht - um so größer
mein Bedürfnis dieses Heft zu kaufen.
Es war für mich wie ein Volltreffer im
Lotto. Denn nach kurzem Durchblättem
fand ich unter den Seiten „Geburtstage“
auf Seite 96 meinen Freund und Schulkameraden
Erwin Pucks wieder. Meine
Freude war unvorstellbar groß, ihn nach
jahrelanger Suche nun endlich wieder
gefunden zu haben. In Potsdam zu Hause
angekommen war mein erster Gang
ans Telefon - da mir seine Telefonnummer
nicht bekannt war, wählte ich die
Inlandsauskunft in Berlin und nach kurzer
Zeit hatte ich die Familie Pucks am
Apparat. Nun ging das Geschabber hin
und her. Erwin gab mir noch die Adressen
der Familien Kühl, Jähnke, Eisermann
und Stolzke - mit allen habe ich
inzwischen telefonische Verbindungen,
die mir große
Freude bereiten.
Einer der größten Höhepunkte
in meinem Leben
war das Wiedersehen mit
Familie Pucks im Juni
2005 in Neustadt / Ostsee
nach 69 Jahren. Hier wurde
ich nach ostpreußischer
Art bewirtet. Bei der Familie
Pucks kam es auch
zum Wiedersehen mit
Charlotte Kühl geb. Possekel,
welches Erwin heimlich
organisiert hatte. Ihr
verdanken wir die Bildaufnahmen.
Liebe Charlotte,
nochmals herzlichen Dank dafür. Die
Tage, die ich dort bei der Familie Pucks
verlebt habe, sind und bleiben unvergessen.
Dieses Wiedersehen nach 69 Jahren
ist einmalig - fast unfassbar.
Herzlich grüße ich alle Rauschener und
rufe allen zu: „Vergesst die Heimat nicht!“
Und wenn ich an die Heimat denke und
von der Venusspitze das weite Meer und
den Wasserturm sehen kann, dann möchte
ich sofort Richtung Heimat schwenken
und zu Fuß nach Rauschen gehen!
Seien Sie herzlich gegrüßt von einem
echten Rauschener Lorbass.
Max Sens
Hessestr. 8 g
14469 Potsdam
Tel. : 0331/ 2011990
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— Hochzeit in Kaliningrad
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Ä^kor Tagen erhielt ich dieses Hochzeitsfoto aus Kaliningrad. Es zeigt den Sohn
J J Cdes Erich Meller aus Pobethen, Klaus Meller, und die Milizmusikerin Maria
(Mascha) Limar aus Kaliningrad, sie wohnte zuletzt in dem eingemeindeten
früheren Ort Metgethen.
Die Hochzeit fand am 22. Juli 2005
in Kaliningrad statt und im November
wird die junge Frau Meller nach Deutschland
übergesiedelt sein. Durch meine
guten Kontakte zur Kaliningrader Miliz
einerseits und meine Arbeit als Ortsvertreter
andererseits habe ich ein kleines
bisschen zu dieser völkerverbindenden
Ehe bei getragen, worauf ich auch ein
wenig stolz bin - denn: Ist dies nicht ein
schönes Paar?
Den jungen Eheleuten wünsche ich für
ihre Zukunft alles Glück dieser Erde und
dass alle ihre Wünsche und Hoffnungen
an die Zukunft sich erfüllen mögen,
Ihr/Euer Dietmar Wrage
— Holzbeschaffung 1945
3m
Spätherbst 1945 hatten wir ein
Quartier im Pestalozzi-Haus in
Rauschen. Mehrmals wöchentlich
gingen meine Mutter und ich auf die
Suche nach Brennholz. In den Schuppen
und auf den Höfen der verlassenen Häuser
fanden wir Kleinholz oder die Reste
der zerstörten Wohnungseinrichtungen.
Manches musste für den Transport auf
dem kleinen Gebirgswagen vorher zerkleinert
werden. Deshalb nahmen wir
immer eine Axt und eine Bügelsäge mit.
Zu dieser Zeit waren einzelne Häuser und
auch ganze Straßenabschnitte durch russisches
Militär belegt und somit zum
Sperrgebiet geworden. Das änderte sich
aber häufig und war in keiner Weise
kenntlich gemacht. So konnte man leicht
ohne eigenes Verschulden in eine Falle
geraten. Das passierte uns auch einmal.
Es war schon später Nachmittag, als
wir mit unserem Wägelchen voll Brennholz
in Richtung Pestalozzi-Haus unterwegs
waren. Kurz vor unserem Ziel sahen
wir in einem kleinen Waldstück,
vielleicht war es auch ein parkähnlicher
großer Garten mit altem Kiefern- und
Fichtenbestand, viele trockene Zapfen
auf der Erde liegen. Weil sich diese
„Schischkes“ zum Feuermachen besonders
gut eigneten, begannen wir sie zu
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