Full text : Unser Schönes Samland

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Sparbuch der Sparkasse des Landkreises Königsberg
 Pr., umgestellt auf die Kreissparkasse Samland
 (verkleinert)

die Einlagen 14 Millionen und der bare
Gesamtumsatz über 50 Millionen Mark.
Darin zeigt sich die außergewöhnlich
starke Aufwärtsentwicklung dieser Sparkasse
 innerhalb einer so kurzen Zeitspanne
 von nur 7 Jahren seit ihrer Eröffnung.
Zu verdanken ist dieser Aufstieg zum
großen Teil auch der Stadtbevölkerung.

Diese Aufwärtsentwicklung ging bei
den Sparkassen in beiden Kreisen weiter.
 Die Zusammenlegung am 1. April
1939 hatte als Hintergrund den Zusammenschluss
 der Kreise Fischhausen und
Königsberg Land. Der Hauptsitz der
Sparkasse Samland wurde nun Königsberg.
 Durch das ausgedehntere Einzugsgebiet
 stieg auch das Geschäftsvolumen
nach der Bilanz vom 31.12.1940 auf über
38 Mio. RM. Dieses Volumen wuchs bis
zum September 1944 auf über 123 Mio.

RM.
Die Entwicklung endete abrupt im Frühjahr
 1945. Schon Ende August 1944 hatten
 die Bombenangriffe die Hauptstelle
in der Königstraße stark zerstört. Nur die
Tresoranlage und die Kellerräume waren
 erhalten. Der Geschäftsbetrieb wurde
 in einzelnen Räumen aufrechterhalten.
 Um den 15. Februar 1945 hatte die
Sparkasse noch Schalter im Stadthaus.
Die Arbeit wurde von drei Personen bis
zum 6. April in Königsberg fortgesetzt.
Zwei Mitarbeiter wurden zur Zweigstelle
 Fischhausen geschickt und haben dort
ab Anfang März bis zum 11. April die
Arbeit weiter geführt.

In Rauschen war die Geschäftsstelle
bis 28. Januar 1945 geöffnet. Dann kam
der Räumungsbefehl. Die Zweigstellenleiterin,
 Fräulein Bartnick, konnte nur die
Unterlagen mitnehmen, die sie im Koffer
 und Rucksack transportieren konnte.
Dazu gehörten die Tagesbilanz und der
Kassenbestand von 6.320 RM. Sie ist
über Neukuhren und Pillau nach Swinemünde
 gekommen und fuhr von dort
nach Gotha. Dort lieferte sie den Kassenbestand
 ab und ließ die Unterlagen sicherstellen.
 Dadurch war Rauschen die
einzige Zweigstelle von der genügend
Unterlagen für Nachfragen zur Verfügung
standen.
Von der Zweigstelle Neukuhren hat die
Leiterin, Fräulein Evers, noch den Kassenbestand
 von ca. 30.000 RM mitnehmen
 und im Reich einzahlen können.
Die Zweigstelle in Palmnicken musste
die Räume am 30. Januar der Wehrmacht
überlassen. Am 15. Februar wurde ein
Notbetrieb im Bürgermeisteramt eröffnet,
 der von Fräulein Manneck bis zum
Einmarsch der Sowjets am 15. April offen

 gehalten wurde. Die Kontounterlagen
und der Bargeldbestand gingen bei der
Plünderung verloren.Das war die letzte
Geschäftstätigkeit der Kreissparkasse
Samland und damit hörte ihr Bestehen
auf.

Von anderen Zweigstellen liegen keine
 Berichte vor. Zahlreichen Beamten

Liebe Neukuhrener!

a

unächst etwas zum letzten
Samländischen Heimatbrief “Unser
 schönes Samland“. In der 167.
Seite 36 hat sich der Druckfehlerteufel
 eingeschlichen. Die Tochter von
Frau Hildegard Kohn-Amoser heißt
Gisela Franke und nicht “Pranke“ und
unser Ortstreffen im Jahre 1993 hat
Hans-Dietrich Jochem (nicht Haus-Dietrich
 Jochem) gemeinsam mit Marianne
Bestmann „aus der Taufe“ gehoben“.
Schließlich ist mir noch ein Fehler unterlaufen.
 Der Bruder von Harald Liedtke
heißt nicht Waldemar, sondern Manfred.
Am 17. September waren Munin
Brust und ich zum Hauptkreistreffen der
Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V. in
Pinneberg und haben hier an der Ortsvertretersitzung
 im Vereinsheim des VfL
Pinneberg teilgenommen. Es war eine
sehr harmonische und informative Veranstaltung,
 über die der neue Vorstand
mit dem Vorsitzenden Wolfgang Sopha
sicher berichten wird. Sehr schwach war
die Ortschaft Neukuhren in Pinneberg
vertreten. Am „Neukuhren-Tisch“ hatten
sich neben Munin und mir lediglich noch
Ingrid Plambeck, Helga Jaeckel sowie die
Brüder Günther und Jürgen Hildebrandt
eingefunden. Es gab jedoch einige Ortschaften,
 die überhaupt nicht vertreten

und Angestellten der Kreissparkasse Samland
 ist die rechtzeitige Flucht nicht mehr
gelungen. Sie haben bis zur letzten Stunde
 ihren Dienst getan und teilweise unter
 der sowjetischen Besatzung den Tod
gefunden. Ihrer soll ehrend gedacht werden.


Hans-Georg Klemm

Ortsvertreter Dieter Weiß im Qespräch mit CJisela
Franke aus Schwerin Foto:priv.

waren, und auch bei einigen größeren
Orten war die Tendenz rückläufig.
In einem Brief hat mich der Absender
Fredy Haupt aus Hamburg gebeten, im
„Samländischen Heimatbrief ‘ etwas über
das Lachsbachtal und den sagenumwobenen
 Borstenstein zu schreiben.
Fredy Haupt wurde in Neukuhren-Fischersiedlung
 geboren. Sein Vater arbeitete als
Bootsbauer und Schiffszimmerer in Neukuhren
 am Hafen. Aus der Überlieferung
seiner Eltern, die in der Nähe vom Lachs-45

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