Horst Sichert mit den Emmann-Damen Foto: priv.
Werner Sauerberg verteilte Fotokopien
der Postkarte aus Trömpau mit Poststempel
„Königsberg (Pr.) 24.1.45 .. 12“ aus
der 165. Folge „Unser schönes. Samland“.
Horst Sieben gab dazu noch Erklärungen.
Erinnerungen aus der Kinderzeit auf
dem Gut ihres Vaters hatte Frau Eckert-Möbius
für uns schriftlich parat. „Die
Heringstonnenfahrt“ mit Kutscher Faust
nach Königsberg und zurück war sehr
amüsant. Faust war ein Kutscher alter
Schule im Umgang mit Pferden, in der
Fahrkunst, in der Pflege und was dazugehörte.
Auf dem Kutschbock saß er
immer in Montur mit Zylinder und Peitsche
in Haltung! Seine Großtochter, Erika
Mehring, ist bei unseren Treffen
immer anwesend. Kutscher Hermann
Schmidtke war ein gottbegnadeter Pferdemann,
der Herrn Overkamp bei seinem
Interesse an der Fohlenzucht bis zum
Remonte-Markt mit unglaublich gefühlvoller
Hand für Pferde unterstützte.
Tochter Erna Stetzkowskis Worte an
Frau Eckert-Möbius: Herr Overkamp
hatte zu unserem Vater
großes Vertrauen!
Leider konnte Willi
Schmidtke am diesjährigen
Treffen nicht teilnehmen.
Die Schilderungen
über den „Kutscher-Rückblick“
auf
Gut Trömpau u. a. trug
Christel Bewemick mit
Bravour vor. Unsere
„Maxell“ Liesbeth Sallmann
erfreute uns mit
Versen von Ruth Geede
aus „Wo der Sprosser
sang ..." Die „Maijell“
aus Krumteich berichtete
von ihrer Ostpreußenfahrt im Mai d.
J. über alle Sehenswürdigkeiten bis auf
die „Kurische Nehrung“ - Hohe Düne am
Kurischen Haff und auf der anderen Seite
der Nehrung unsere Ostsee!
Natürlich galt in erster Linie das Interesse
unserem schönen Samland! Auch
in den letzten vier Jahren ist strukturell
nichts vorangekommen, im Gegenteil. Es
macht neugierig, wie und was uns in dieser
Hinsicht bei der 750-Jahrfeier unserer
Pregel-Metropole Königsberg geboten
wird. - Die Heimatorte Knöppelsdorf
sind nicht auffallend zum Vorteil verändert,
die Gutsruine Krumteich ist von
Görken aus nicht mehr erreichbar, die
Müll-Deponie wird immer größer und
Trömpau wird auf seiner ganzen Dorflänge
unansehnlicher (Gebäude, Gärten,
leider auch die Menschen).
Wenn man daran denkt, dass unsere
Heimat zu unserer Zeit die „Kornkammer
Deutschlands“ war ...
Willi Spotowitz hat uns beim „Deutschlandtreffen
der Ostpreußen“ in Berlin
würdig vertreten, danke.
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Die Abendstunden verliefen beim „Plachandem“
und Singen wie im Flug. Auch
dem Chef des Hauses gefiel das und er
spendierte einen „Heidegeist“. Mit „Guten
Abend, gute Nacht ...“ wurde das
Licht ausgemacht.
Wir hoffen auf ein frohes Wiedersehen
am 9. bis 11 Juni 2006 - auch mit allen,
die in diesem Jahr leider nicht dabei sein
konnten.
Edeltraut Mettchen
Akazienweg 1
37269 Eschwege
— Pojerstieten und das Bernsteinzimmer
/Ofinig Friedrich I. von Preußen ließ
\ 2 Anfang des 18. Jahrhundert ein
1/ VBemsteinzimmer aus dem Gold des
Samlandes schnitzen und in das Berliner
Stadtschloss einbauen. Dieses wertvolle
Kunstwerk wurde auch von Zeitzeugen
als das „achte Weltwunder“ bezeichnet.
1716 verschenkte der König Friedrich
Wilhelm I. diese Kostbarkeit an den Zaren
Peter den Großen von Russland, um
dessen Gunst für den Krieg gegen die
Schweden zu gewinnen. Es wurde ins
Katharinen-Palais in Zarskoje Selo bei
St. Petersburg eingebaut.
Als die deutsche Wehrmacht im Herbst
1941 den Ort eroberte, wurde
das Bemsteinzimmer ausgebaut
und nach Königsberg
gebracht. Seit dem Frühjahr
1945 ist das legendäre Kunstwerk
verschwunden.
Seitdem wird intensiv danach
gesucht und wie wir
wissen - bislang ohne Erfolg.
Neue Publikationen befassen
sich mit neuen Spuren bei der
Suche. So auch Spiegel Online.
Unter dem Titel „Die
Jagd nach dem Bernsteinzimmer“
wird eine Doku- Die traurigen
mentation von Erich Weide- Willamowius
mann veröffentlicht. Hier werden alle
bekannten Zeugen, Spurensucher sowie
die Spuren dieses Kunstwerks beschrieben.
So lesen wir in diesem Bericht:
„ Georg Stein aus Stelle will am 27. Januar
1945 durch Zufall auf Teile des
Bernsteinzimmers gestoßen sein. Bei
Pojerstieten westlich von Königsberg hätten
er und seine Kameraden vom Pionierkorps
Herzog drei verlassene Armeelastwagen
entdeckt, die mit insgesamt 80
Kisten beladen waren. Sie hätten einige
davon geöffnet und darin Munition und
geraubte Kunstgegenstände gefunden,
darunter auch Paneele aus Zarskoje Selo.
Überreste von Pojerstieten: Zwei Silos des Hofes
Foto: K. Willamowius