Full text : Unser Schönes Samland

Liebe Rauschener Heimatfreunde

genden Dörfern mit Blick auf das nächste

 Jahr keinen Abbruch.

Karl Ernst Schmidtke,
ZöllmenerStraße 23, 01157Dresden

Das treue Trakehner Pferd - unser
Fluchthelfer.
Geboren und aufgewachsen bin ich
auf dem Gut des Freiherrn von der
Goltz, wo mein Großvater und später
auch mein Onkel tüchtige Pferdepfleger
waren. Wenn ich mich recht erinnere,
ging der Baron Oskar von der Goltz
statt meines Onkels zur Wehrmacht,
damit letzterer die wertvollen Pferde
betreuen sollte. - Nach meiner Eheschließung
 wohnte ich im Kreis Heiligenbeil.
 Dort hatte ich Verbindung zu
einer Försterfamilie, die vor dem Krieg
in Kallen wohnte. Freiherr von der
Goltz hatte Waldgelände für Munitionslager
 abgegeben und als Ersatz eine
Waldfläche im Kreis Heiligenbeil gekauft,
 für die der Ehemann der befreundeten

 Familie als Förster zuständig war.
Als treuer Helfer bei der Arbeit stand
ihm ein alter Trakehner-Rappe zur Verfügung.


Im Februar 1945 begab sich die Försterfamilie
 mit dem Wagen, davor den
Trakehner-Rappen, auf die Flucht und
nahm mich mit meinen drei Kindern
mit. Treu zog der Trakehner an, wenn
sich der Wagen vor ihm in dem langen
Treck in Bewegung setzte. Wehe, er war
nicht rechtzeitig angespannt! Er zog uns
über das Eis des Frischen Haffs und
über die Nehrung bis Danzig. Dem
„Heiligenbeiler Kessel“ waren wir entkommen,
 fielen aber doch dem Feind in
die Hände, ich in Danzig, die Försterfamilie
 in Pommern, wo ihnen Pferd
und Wagen abgenommen wurde. Oft
frage ich mich, wie es unserem treuen
Trakehner ergangen ist und wer ihm
sein wohlverdienstes Gnadenbrot gab?
In heimatlicher Verbundenheit

Käthe Swiderski, geb. Goerke,
Goetheweg 11, 75015 Breiten

...eingeschlossen
 alle
Freunde aus
den Schulbezirken

Georgenswalde,

St. Lorenz
und Craam.

Das Jahr
1998 mit zahlreichen Begegnungen
vieler Heimatfreunde - privat oder
bei den Treffen in Erfurt, Oberkirch
und Pinneberg -, bei denen Erinnerungen
 ausgetauscht und heimatliche
Verbundenheit gezeigt wurde, liegt
hinter uns und wir planen Neues.
Wie stark die heimatliche Verbundenheit
 ist, hat besonders Familie Billjött
 zum Weihnachtsfest und zu Dorles
Geburtstag verspürt. Die zahlreiche
Post zu den beiden Festtagen von
,ihren Rauschnern“ macht eine persönliche
 Antwort unmöglich. Nehmen
Sie bitte den Dank dafür auf diesem
Wege entgegen.
Zum Anfang möchte ich diesmal
ein besonderes Ereignis würdigen: Für
seine Verdienste um die landsmannschaftliche
 Arbeit in Baden-Württemberg
 wurde Herbejt Muschlien mit
der Goldenen Ehrennadel der Landsmannschaft
 Ostpreußen e. V. ausgezeichnet.
 Herbert Muschlien entstammt
 einer Alt-Rauschener Familie.
Er gehörte in den 60iger Jahren zu
den Gründern unserer Ortsgemeinschaft.
 In Stuttgart hat er viele Jahre
die Bezirksgruppe der Landsmann­N

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PREUSSISCHES WÖRTERBUCH, Band 6/2 (tollen - Ufer) Artlkel-Nr.: 3 529 04611 6

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schaft geleitet. Neben dieser Aufgabe
hat der Geehrte die kulturellen Leistungen
 unserer Heimat in verschiedenen
 Veröffentlichungen dargestellt.
Ich habe ihm im Namen unserer Gemeinschaft
 zu dieser Auszeichnung
gratuliert.
Für dieses Jahr sind mit den russischen
 Behörden Kulturtage im Samland
 vereinbart (s. Heimatbrief 140).
Sie werden vom 18. - 25. Juli 1999
mit Schwerpunkt in Rauschen stattfinden.
 Für Freitag, den 23. Juli ist ein
umfangreiches Programm vorgesehen,
das am Morgen mit einen Gottesdienst
 beginnt. Weiteres steht auf Seite
3 in diesem Heimatbrief. Ich bitte
herzlich zahlreich an dieser Veranstaltung
 teilzunehmen, um damit auch zu
zeigen, wie ernst uns die Erinnerung
an unsere Heimat ist.
Ingelore Mittag-Bendrien hat die
diesjährige Reise nach Rauschen für
diese Woche geplant. Es bestehen die
Reisemöglichkeiten mit Flug ab Hamburg
 oder Eisenbahn ab Berlin. Spätentschlossene
 können sich bei Ingelore
 Mittag, Kohlenstr. 73, 01189
Dresden; Tel. 03 51-4 01 38 76 melden.
 Aber natürlich können auch die
anderen angebotenen Reisemöglichkeiten
 genutzt werden.
Im Rahmen unserer Betrachtungen
der früheren Zeit will ich heute einen
Beitrag über die Post in Rauschen
bringen. Entsprechende Beiträge zur
Post in den anderen Orten unseres
Bezirks werden folgen. Vielleicht kann
noch jemand mit seinen persönlichen
Erfahrungen diese Berichte ergänzen.
Allgemein gilt das in dem Artikel „Die

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