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Zu der Ausstellung gibt es ein Begleitbuch
 mit einer Einführung über
„Die Landschaftsdarstellungen zwischen
 Weichsel und Memel“ und zur
Geschichte der Lithographie und ihrer
Anwendung in Ost/Westpreußen von
R. Meyer-Bremen sowie einer „Romantischen
 Reise durch Ostpreußen“
von Jörn Baford. Der Hauptteil enthält

eine Darstellung von „Künstler und
Werke“ durch R. Meyer-Bremen mit
Abbildung der 86 Zeichnungen in
Schwarz/Weiß. Dieser Katalog wird
durch den Husum Verlag für 24,80
DM vertrieben und ist im Buchhandel
erhältlich.

Hans-Georg Klemm

Urlaub! Urlaub! Urlaub!

Die Qeschäftsstelle der Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V.

ist vom 28. Mai bis 18. Juni 2001 geschlossen.

„100 Jahre Vogelwarte Rossitten (Kur. Nehrung)" —

Vor 100 Jahren war am 1. Januar die
Geburtsstunde der Vogelwarte Rossitten
 auf der Kurischen Nehrung. Sie hat
die Zeiten überdauert und wird jetzt von
den Russen fortgeführt. Ihr Besuch ist
heute ein Programmpunkt
 in allen Touristenausflügen,
 die
zur Kurischen Nehrung
 führen.
Das geheimnisvolle
Wandern zahlreicher
Vogelarten ist eine
merkwürdige Naturerscheinung.
 Ihr
Zug geht im Frühjahr
 zu nördlichen
Brutplätzen und im
Spätsommer zurück
in wärmere Gegenden.


Sie wählen für diese Flüge Strecken mit
geeigneten Rast- und Futterplätzen.
Die Kurische Nehrung ist dabei für die
Vögel, die in Nordeuropa und dem
Baltikum ihre Brutplätze haben, auf

O S T S E E

diesem Weg von und nach Süden eine
bevorzugte Strecke.
Bereits 1888 hatte Pastor Lindner,
ein Hobby-Vogelkundler aus dem
Harz, Forschungen auf der Kurischen
Nehrung betrieben. Er erregte bei den
Ornithologen mit einem Verzeichnis
Aufsehen, in dem er 239 Arten nannte,
 die er auf der Nehrung gesehen
hatte. 1898 veranlaßte er den Ornithologen
 Dr. Floericke auf die Nehrung zu
kommen, der in Rossitten seinen
Wohnsitz nahm und dort einen Verein
zur Förderung dieser Forschungen
gründete. Dr. Floericke legte auch den
Grundstock für die später berühmte
Vogelsammlung von Rossitten. Diese
erste Beobachtungsstation in jener
Zeit lag an der Lunk, einem kleinen
Teich vor der Plantage.

Lindner war es auch der Johannes
Thienemann am 18. Juli 1896 als Feriengast
 auf die Kurische Nehrung
führte. Es war damals noch nicht abzusehen,
 welche Bedeutung dieser Besuch
 für Rossitten und für die Ornithologie
 haben würde.

Johannes Thienemann wurde am
12. November 1863 in Thüringen als
Sohn eines Pfarrers geboren. Seine ersten
 vogelkundlichen Anregungen erhielt
 er durch seinen Vater. Er studierte
iann Theologie, nahm eine Pfarrstelle
in und befaßte sich in seiner Freizeit
weiterhin mit der Vogelkunde. Seit
lern ersten Besuch der Kurischen
Sprung zog ihn diese Urlandschaft
mit ihrem Vogelreichtum und dem
Vogelzug immer wieder an. Er ging

Prof. Thienemann ca. 1925 (Aus Thienemann: Rossitten)

nach Königsberg und studierte an der
Albertus-Universität Zoologie, promovierte
 1906 und wurde 1910 von
der Universität zum Professor ernannt.
In Gesprächen mit dem Königsberger
 Professor Dr. G. Rörig wurde
von Thienemann 1899 die Gründung
einer Beobachtungsstation für den
Vogelzug angeregt, die dieser an die
staatlichen Stellen weitergab. So konnte
 die „Vogelwarte Rossitten“ zum 1.
Januar 1901 mit Unterstützung des
Kultus- und Landwirtschaftsministeriums,
 der Provinz Ostpreußen und privater
 Gönner gegründet werden. Sie