und mein persönliches, ganz herzliches
Dankeschön hinzufüge. Die Zusammenarbeit
zwischen Bruno und mir war hervorragend.
Horst Dietrich, Vorsitzender des Vereins
„Freunde von Cranz/Selenogradsk
und Umgebung e.V.“ beabsichtigt, ehemalige
Schülerinnen und Schüler der
Jahrgänge um 1935 und deren Angehörige
zu einem besonderen Treffen einzuladen.
Er hat mich gebeten, in meinem
Bericht im Heimatbrief daraufhinzuweisen
und nachstehenden Text zu veröffentlichen:
Hallo, Cranzer Schülerinnen und
Schüler der Jahrgänge 1935 plus
bzw. minus 1 sowie deren Angehörige!
Andere treffen sich zu Jahrestagen der
Einschulung, zur Goldenen Konfirmation,
zum Jubiläum des Schulabschlusses
oder aus sonstigen Anlässen. Wir sind im
ganzen Land verstreut und sollten uns
nach mehr als 60 Jahren nach unserer
Einschulung zu einem Treffen zusammenfinden,
um uns an die Zeit unseres Schulanfangs
und der damaligen Lehrer, wie
Bombe/Esau, Hajke/Kluck usw. zu erinnern.
Wir dachten, uns mitsamt unseren Angehörigen
im kommenden Winter für einige
Tage an der Ostsee (evtl. Schleswig-Holstein)
zu treffen und in gemeinsamen
Erinnerungen zu schwelgen. Zu drittsind
wir schon, nämlich: Siegfried Rolinski
*1935, Otto Wiemer *1935 und meine
Wenigkeit *1935. Natürlich könnt Ihr
auch Geschwister oder Bekannte mitbringen,
die 2 oder 3 Jahr jünger oder älter
sind.
Bitte meldet Euch, Eure Eltern, Geschwister,
Verwandten und Bekannten zu
dem geplanten Treffen bei:
Horst Dietrich, Mannstaetstraße 6,
65187 Wiesbaden, Tel./Fax: 0644/85505.
Wir beantworten alle Schreiben und
unterbreiten Vorschläge über Ort und
Zeitpunkt des Treffens.
Jetzt noch ein Hinweis auf das Deutschlandtreffen
am 22723.06.2002 in
Leipzig. Ich werde wie im Heimatbrief
1/2002, S. 18 versprochen, mit meinen
Cranzer Unterlagen in Leipzig anwesend
sein, es sei denn, mein Gesundheitszustand
erlaubt mir die Fahrt dorthin nicht.
In der Hoffnung, dass meine Suche
nach einem Nachfolger nicht ungehört
verhallt, grüßt Sie Ihr Cranzer Lorbaß
Walter Rosenbaum
Gerhardstraße 23
27576 Bremerhaven
Tel: 0471/55008.
M i t d e m z u n e h m e n d e n A l t e r w i r d m a n n i c h t k l u g
- MAN W EIß NUR
GENAUER,
DASS ES DIE ANDEREN AUCH NICHT SIND.
Gabriel Laub
V.
18
Report aus Cranz/Selenogradsk 11/2002
Waren
bisher meine Berichte aus der
Heimat doch immer recht optimistisch,
so muss ich heute leider ein ziemlich
trauriges Bild zeichnen. Schon bei
unserer Anreise Anfang März, standen
weite Teile der Landschaft zwischen
Königsberg und Cranz beiderseits der
Chaussee unter Wasser. Besonders ab
etwa Bledau sah man nur noch eine fast
geschlossene Wasserfläche. Sogar der
Park vom Schloss Bledau steht immer
noch tief unter Wasser und ist schon
teilweise versumpft. Die Fläche entspricht
etwa der ehemaligen Ausdehnung
des Haffes, als bei Cranz noch das
Brokist-Tief mit dem Durchfluss der
Memel zur Ostsee lag. Holt sich hier die
Natur so ganz allmählich das Gelände
wieder, das im Laufe der Jahrhunderte
durch Verlandung und Trockenlegung für
Ackerbau etc. gewonnen wurde?
Das gleiche Bild bietet der Cranzer
Wald zwischen Friedhof und Höhe etwa
ehern. Försterei Grenz. Waren zu unserer
Zeit bei Haff-Hochwasser nur die
Haffwiesen und teilweise der Polderwald
rechts der Straße Cranz - Sarkau im
Frühjahr überschwemmt, so steht heute
auch die linke Waldhälfte bis fast zu den
Dünen unter Wasser und ist auch schon
zum größten Teil versumpft. Dort, wo
einst die Kurgäste auf dem Verlobungsweg
oder der Birkenallee zum Waldhaus
oder zum Bismarck-Aussichsturm in Kl.
Thüringen wanderten, kann man teils
nicht einmal mehr den verwilderten Wald
mit Gummistiefeln betreten. Kurz vor
dem „Schlagbaum“ (Höhe Kl. Thüringen)
steht das Wasser bereits auf den Banketten
der Chaussee und bedeckt teilweise
die Asphaltdecke.
Schlimm ist auch der Zustand des „Badestrandes“.
Zwischen Rosehnen und
dem ehemaligen Ostbad gibt es so gut
wie keinen Badestrand mehr. Nur noch
in Höhe des ehern. Fischerplatz West sind
einige Quadratmeter Sandstrand erhalten
geblieben. In Richtung Sarkau gibt
es so gut wie keine Vordüne mehr und
die Herbst- und Winterstürme haben
wiederum große Stücke
von den zum Teil
mit Bäumen bestückten
Resten der Südseite
der ehemaligen
Hauptdüne abgerissen.
Man kann vor der
„Promenade“ so gut
wie nichts mehr von
unseren alten Buhnen
sehen, da die Köpfe
der Pfahlreihen bereits
unterhalb des Wasserspiegels
liegen. Somit
erfüllen sie auch nicht mehr ihren Zweck
als Wellenbrecher und die Wellen können
ungehindert zur Promenadenmauer
Vordringen. Es fragt sich nur, wie lange
es dauern wird, bis so der Sand unter den
vorgelagerten Steinen und der Mauer
selbst fortgespült ist und alles zusammenbricht.
Da immer noch kein Geld für