Der Lehrplan wurde ganz nach der
„Hindenburg-Oberrealschule“ in Königsberg
ausgerichtet. Latein war Wahlfach.
Mit der Klasse Obertertia endete
das Schulziel. Herr Winkel konferierte mit
Herrn Oberstudiendirektor Haupt von der
Hindenburg-Schule in Königsberg, und
der kam vor Ostern nach Cranz und hielt
in der Obertertia eine mündliche Prüfung
ab aufgrund der vorher geschriebenen
Prüfungsarbeiten. Wer sie bestand,
konnte ohne weitere Aufnahmeprüfungen
auf die Königsberger Schulen und Lyzeen
überwechseln. Das Abgangszeugnis
wurde mit einem entsprechendem Vermerk
versehen. Wie viel Angst wurde dadurch
jenen Schülern genommen, die keine
Prüfungsmenschen waren.
Die Lehrkräfte hatten sich vermehrt. Es
kamen Frl. Charlotte Müller, Frl. Hedwig
Müller, Frl. Luise Maleika, Herr Stichler,
Herr Landmesser, Herr Zelewski, Herr
Reith, Frl. Lisch (Tochter des Schulrats)
und Frau Koch hinzu. Letztere vertrat Frl.
Ewald, die auf 3 Monate nach England
ging zur Vervollständigung ihrer englischen
Sprachkenntnisse. Diese Vertretung
bezahlte Frl. Ewald aus eigener Tasche.
Sie war überhaupt eine sehr aktive Lehrerin,
welcher überall Respekt gezollt wurde
und die den Unterricht sehr interessant
zu gestalten wusste.
Nie wieder habe ich an anderen Schulen
einen so guten Deutsch- und Religionsunterrichtgehabt,
der mir soviel fürs
Leben mitgegeben hat, wie bei ihr. Bis
1928 besuchte ich die Schule im „Ostseehotel
Bald darauf kam sie dann in
den Schulneubau an der Bahn. Herr Rektor
Winkel war jetzt Leiter der Volksschule
und der „Mittleren Schule“. Als Herr
Winkel den Rektorposten mit dem
Schulratsposten tauschte, übernahm Rektor
Max Braun die Schulen.
Frl. Charlotte Ewald mit Cranzer Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 1909/11
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Von Frau Liedtkes Erinnerungen an ihre
Schulzeit werden m.E. unsere Cranzer
Landsleute der Geburtsjahrgänge um
1910/20 in die Zeit ihrer Kindheit zurückgetragen,
denn sie haben die damalige
Entwicklung im Schulwesen von
Cranz miterlebt und die damaligen Lehrkräfte
zum größten Teil gekannt.
Meine Bitte um Mithilfe bei der Frage
meiner Nachfolge als Ortsvertreter blieb
glücklicherweise nicht ungehört. Ich
kann mich zurzeit jedoch dazu nicht äußern,
weil in der Angelegenheit zunächst
noch Besprechungen zu führen sind.
r
Mit vielen herzlichen „Flundergrüßen“,
verbunden mit den besten Wünschen für
ein friedliches, erfolgreiches Jahr 2002
und guter Gesundheit
Ihr Walter Rosenbaum
Gerhardstraße 23
27576 Bremerhaven
Fernruf: 0471/55008
auch im Namen von
Bruno Radtke
Hemmstraße 306
28215 Bremen
Fernruf: 0421/351203
und unserer Frauen
CQutieriag
Die 3aHre sind dahingegangen,
und icfi bin selber ßQutter schon.
Srst jetzt weiß ich wie schön es ist,
wenn meine Kinder kommen.
Nun nehm ich täglich eine ßlume,
und geh zu meiner CQufter hin.
Seh ich das Strahlen ihrer Qugen,
dann weiß ich, wer ich bin.
3ch bin ihr Kind, egal wie alt,
nicht nur am ffiuttertag,
nicht einmal in der (fi)oche nur,
sondern an jedem Tag.
Sigrun Graune