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Am späten Abend und der anbrechenden
 Nacht waren immer noch über 30
Maijellens und Lorbasse aus bestem Holz
beisammen. Der große Raum war erfüllt
von der guten Laune seiner Gäste. Hanni
Wittke brachte uns mit ihrer Musik sogar
noch ordentlich in Schwung, so dass einige
 von uns noch das Tanzbein schwangen.


Am Sonntagvormittag bat Emst von
Gerlach zum Gottesdienst, in dem wir
diesmal die Auslegung des Predigttextes
auf Plattdeutsch hörten und natürlich eine
Andacht hielten.
Dieses Fest im Kolpinghaus punktete
mit mehreren Attributen. Ein bisschen
Nostalgie-Zauber, mit unserer Mundart:
Den sprachlichen, gemütlichen Filzpantoffeln.
 Dazu gesellte sich eine Vielfalt
 an Kunstobjekten, handgearbeitet:
Kerzenleuchter in Serviettentechnik, gemalte
 Bilder (H. Jocher), Wasserturm (S.
Zigann) geknüpftes Palmnicker Wappen.

Wie kann ein Ort, dem Abgmnd nah, in
solchem hellen Glanze stehn? Es ist die
gute Erinnerung an unser Zuhause und
die Liebe zu ihm. Wir sind bestrebt, diese
 Flamme am Leben zu erhalten. Alle
Aktivitäten von uns sind doch Leistungen
 aus Leidenschaft und deshalb war es
wieder ein gelungenes und fröhliches
Beisammensein.
Nehmt hin mit Weinen oder Lachen,
was Euch das Schicksal gönnt,
kein König kann Euch glücklich machen,
wenn Ihr es selbst nicht könnt.

Wir wollen erneut ein Wiedersehen feiern
 am 14./15. April 2007.

Herzlich grüßt Euch Eure
Ruth Kecker/Ganser
Grillparzer Str. 15
84036 Landshut
Tel. 0871 / 214 96

— Meine lieben Bernsteinanhänger!

Dieses

wärmende Gefühl der Freude,
wenn man alte Freunde sieht und begrüßt,
 wenn man mit leuchtenden Augen
 auf einander zu stürmt, ist kaum zu
beschreiben.
Unser Treffen in Köln am 1./2. April
06. war wieder sehr schön, sehr herzlich
und sehr vergnüglich. Schade um jeden,
der letzten Endes hätte doch kommen
können, aber aus lauter Sorge, dass ihm
etwas passieren könnte, dann doch nicht
kam. Seht einem lieben Menschen in die
Augen und Ihr seid augenblicklich fast
gesund. Und ein Leben ohne Risiko ist
doch auch für die Katz und viel zu langweilig.

 Wer natürlich nicht mehr kann,
dem gelten all unsere guten Wünsche und
Gedanken. Wir hatten 90-Jährige (großes
 Lob), frisch Operierte auf Krücken,
Fußlahme, stark Rheumageplagte. Aber
alle hatten etwas Gemeinsames, das war
die Lebensfreude, die erst spät am Abend
so richtig schön wird.
Meine Tochter war extra - ohne mein
Zutun - aus Graz gekommen. Sie wollte
sich wieder mal den Menschenschlag
ansehen, von dem auch sie abstammt.
Und sie war so von allen und allem begeistert,
 auch über unser Dabeisein und
ostpreußisches Durchhaltenwollen, dass

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sie im nächsten Jahr wiederkommt.
Mehr erzähle ich nicht, es kommen bestimmt
 noch andere zu Wort. Hier ist nun
wieder mein verfasstes Gedicht, das bei
unserem Treffen stets als Willkommensgruß
 gedacht ist.
Und tragt man immer e Stückche Bernstein
 inne Fupp, so e kleinen Handschmeichler,

 der hilft heilen und gibt
Kraft.

Eure
Eva Pultke-Sradnick
Benzstr. 45
73614 Schorndorf
Tel./Fax: 07181/628 43

Tohus weär et scheen

Man sulld et nich fär möglich hole,
wi send hier ön Köln
on trotzdem de ole Noahfahre ut der
Gemeinde Palwnecke,
da wurd wi geboare, om dat Land to beglöcke,
onse Heimat!

Dat Land, onser Soamland had e besonderem Charm,
möt Woald on Woater on Mönsche so warm,
de Loft weär so fresch on de Hemmet so blau,
man verschreckd ons noch möttem Buscherbaubau,
önne Heimat

De Barrke, de Buche, de Pappel on Eller,
de Fösch önnem Nett on dat Brot oppem Teller,
de Sanddorn de gleejd önne Möddagssönn,
Pogge on Adboar dreewe öm Weeske söck röm,
önne Heimat!

Mannshoch weär dat Koom oppem Feld gewasse,
de Peerd on de Kej, ätt weär aller von Rasse,
Trakehner on Herdbuch - on Bernsteen,
hat ons dat nich vergüte -
tohus weär ätt scheen.

Att weär allet onser, ätt weär onser Tohus,
wenn de Prachermann keem on „Leskiens "bhse Blaus,
den schalld dat dem ganze Deerpstroat entlang,
wi Kinder brochde e Dittke blank,
dat weär Heimat.

Ons Bernsteen fand dem Wech önne Welt
als Soamlandgold, dat von Urtiede vertelld,
wi sönd watBesondret, sönd äwer Bemsteen geboare,
nehmt e paar Stöckerkes mött, wenn ju gen Himmel

faohre,
ute Heimat!

Dusechstdenn tomPetrus: „Hallo, olerFriend,
öckbön ut Palwnecke, bönn e Bernssteenkind“,
dann ward he lache bött äwre Ohre,
„Hästok Bemsteen mött? Sonst bleibst vor dem Tore! “

Oawer noch hebb wi Tied, wi loate nich noah,
wi treffe ons wedder öm nächste Joahr,
wi danke dem Herrgott, de allet bestellt
fär onsre scheene Jugend önne Bernsteen welt,
se weär, ös on blöwwt ömmer onsre
onvergätne Heimat!

Für das Treffen der Palmnicker
Bernsteinanhänger in Köln
am 1. und 2. April 2006

Eva Pultke-Sradnick J