Full text : Unser Schönes Samland

Der Verfall der Kirche Borchersdorf

(Foto: Privat)

Das Gespräch ist verstummt. Unsere
Gedanken befinden sich auf der Suche
nach Erinnerungen. Zerbrochene
Scheiben am Kaufhaus Kohnert weisen
 darauf hin, dass diese renovierte
Haushälfte seit einiger Zeit unbewohnt
ist. Es gibt niemand, der für diese
Wohnung die angemessene Miete bezahlen
 kann, also zerstört man. Das
Motiv ist der Neid.
Die Rückfahrt führt uns über

Wehnenfeld nach Borchersdorf. Die
dortige Kirche zeigte kein Mitleid mit
dem Todeskampf dieses Gotteshauses.
Die Restaurierung der Kirche Arnau,
eine der ältesten des Altkreises
Königsberg Land ist ein positives
Beispiel für eine sinnvolle, nichtorthodoxe
 Nutzung.
In der nächsten Ausgabe des
Samlandbriefes werden Eindrücke
unserer Besuche in Balga, Hermsdorf,
Heiligenbeil, Zinten, Tapiau, Petersdorf,
 Sonditten, Insterburg, Trakehnern
 Amtshagen, Weedern, Arnau,
Labiau, Meyken, Gr. Droosden,
Annenhof, Kempken, Königsberg,
Rauschen und Cranz geschildert.
Ich wünsche eine frohe Weihnacht
und ein gutes neues Jahr

Klaus Wulff
Kulmer Straße 20a
32602 Vlotho 2

Ortstreffen Qallgarben in Lüneburg

Mit 91 Jahren zum Ortstreffen nach Lüneburg

Am 26. August 2001 trafen sich wieder
 Heimatfreunde aus Gallgarben und
dem Ortsteil Dogehnen in Lüneburg im
Hotel „Zur Hasenburg“. Im Laufe des
Vormittags waren 26 Teilnehmer eingetroffen,
 darunter 11 „echte Gallgarber“
 und 7 „echte Dogehner“. Allein
von den acht Dannenberg-Damen waren
 vier (Lieselotte, Eva-Maria, Ilse und
Bärbel) erschienen.

Besonders begrüßt und viel Applaus
erhielten die ältesten Teilnehmer des
Treffens, nämlich an der Spitze Frau
Grete Müller, die von ihrem Sohn
Botho und der Schwiegertochter Erika
begleitet wurde, sowie Lina Felske und
Hilde Wollmann, geb. Felske, die beide
über 80 Jahre alt sind. Aus den neuen
Bundesländern konnten wir Helmut
Felske mit Ehefrau und Kurt Heiser

mit Ehefrau und Sohn begrüßen.
Siegfried Meller, der uns beim letzten
Treffen so nett und gekonnt mit dem
Vortrag von Geschichten, Gedichten
und Anekdoten unterhalten hatte, konnte
 leider nicht kommen, da er erst am
Vortage aus dem Krankenhaus entlassen
 wurde und noch nicht ganz reisefähig
 war. Viele der Teilnehmer hatten
wieder Bilder aus der alten und neuen
Heimat mitgebracht, sodass die Zeit
wie im Fluge verging und sich keiner
gelangweilt hat. Es war wieder ein
schöner Tag, den wir gern in Er-Hocherfreut

 und gerührt von dem
Erlebten während des Jubiläumstreffens
 in Pinneberg fuhr ich zum
Germauer Treffen in Neuhaus/Hochsolling.
 Würde ich dort nur wenige der
treuen Besucher vorfinden oder sollte
es passieren, dass wir wie immer den
Saal des Hotels „Zur Linde“ füllen
würden? Mit diesen Gedanken schaffte
 ich die 180 km trotz Stau und Umleitung
 gut und durfte schon bald eine
gemütliche Runde von 30 Personen
begrüßen. Für den Samstag war der
uns bekannte Musiker bestellt worden,
der unseren Gesang des Ostpreußenliedes
 begleitete. Solovorträge mit
Besinnlichem und ostpreußischen
Späßchen verschönerten uns den
Abend. Ruth hatte wieder gedichtet,
Ulla, Traute und Klaus trugen Reime
und Kurzgeschichten vor. Hans Bahr
meldete sich mit den bisher erzielten
Ergebnissen um das Verbleiben des
Germauer Kirchenschatzes (Abendinnerung

 behalten werden. Der Wunsch
wurde schon geäußert, dass wir uns im
nächsten Jahr wieder treffen sollten,
wenn wir alle gesund bleiben, so Gott
will. Allen Heimatfreunden aus Gallgarben
 und Umgebung wünsche ich
nun ein gesegnetes Weihnachtsfest und
ein gesundes und erfolgreiches Jahr
2002.
Euer
Herbert Paulusch
An der Kreuzwiese 19
61440 Oberursel
Tel. 06171- 7 91 21

Ortstreffen Qermau —

mahlskelch, Pokal, Schale und Dose)
zu Wort. Alle Teile kann man im Ostpreußischen
 Landesmuseum, Lüneburg
 anschauen. „Viel Lärm um
Nichts?“ oder „For e Dittche Nuscht?“
Danke möchte ich allen Besuchern
sagen, die trotz Beschwerden von
Flensburg, München, Stuttgart, Trossingen,
 Bremerhaven, Krefeld und
Kusterdingen sowie Odenwald angereist
 waren, um nur einige der Richtungen
 zu nennen. Einstimmig wurde
der neue Termin festgelegt:
25.- 27.09.2002 in Neuhaus. Also:
bleibt gesund und so Gott will, werden
wir uns Wiedersehen. Ich wünsche
Euch schon heute eine friedvolle
Weihnachtszeit, Gesundheit und
Zufriedenheit im Neuen Jahr! Im
Namen der Dorfgemeinschaft Germau
grüßt Eure
Hannelore Streich
Moorweg 16,
29313 Hambüren 41