Fischerfcst in Zimmerbude 2000
Fuchsberg -
zum Schmunzeln
In unserem Ort, einem Bauern- und
Handwerkerdorf von rund 1000
Seelen, gab es einige Originale, die den
Schalk im Nacken hatten und immer
zu Späßen aufgelegt waren. Hierzu bot
sich in der Regel der “Krug” an, womit
die Gastwirtschaft gemeint war. Davon
gab es zwei im Ort, nämlich Erdmann
und Rekowski. Die Bauern pflegten
den Erstgenannten bei ihren Besuchen
vorzuziehen. In einem Nebenraum,
dem “Stübchen”, heckte man die
Späße aus. So kehrte von Zeit zu Zeit
ein Pächter mit seinem Gig, einem
zweirädrigen Einspänner, dort ein. Ein
braunes zotteliges Pferdchen zog dieses
heute so seltene Gefährt. Der Gaul,
ein lammfrommes Tier. Im Krug weilten
bereits zwei der Spaßvögel in angeheiterter
Stimmung. Während der
Pächter in aller Ruhe seinen Braunen
am Geländer festband, reifte drinnen
schon ein Plan. Der Ankömmling
wurde freudig begrüßt und zu einem
“Dubbas” eingeladen, einem doppelten
Schnaps. Nach kurzer Zeit verließ
einer der Bauern die Runde, um angeblich
den “Wasserpegel” zu regulieren,
was ja damals problemlos “um die
Ecke” geschah. Draußen jedoch pfiff
Tanzkurs im Saal des "Kruges" Erdmann in Fuchsberg 1938
Obere Reihe v.l.n.r.: Qerda Weiß, Alfred Zink, Qrete Krause, Ulrich Wulff
Mittl. Reihe v.l.n.r.: Waldtraud Wulff, .-„Emil Lamolla, Herta Zink, - Diester(l)
Untere Reihe v.l.n.r.: Ursula Opitz, Bruno Faerber, Tanzlehrer, Anna Krause, Hermann Weiß.
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