wir allerdings nur an den Abenden
Gelegenheit zum ausführlichen Schabbern
finden. Bitte planen Sie also in
diesem Jahr etwas mehr Zeit für
Pinneberg ein!
Mit den besten Wünschen für ein
gesundes Wiedersehen beim Kreistreffen
in Pinneberg verbleiben mit
heimatlichen Grüßen
Euer Hans-Georg Klemm,
Sudetenstr. 11, 91080 Uttenreuth,
Tel.: 09131-58489
und Eure Billjötts aus Frankfurt
Liebe Regehner Heimatfreunde 'J
einschl. der Ortsteile Watzum, Kalthof und Tolklauken.
Seinen Höhepunkt erreicht der
Sommer im August. Die Tage sind hell
und warm. Die Äpfel und Sauerkirschen
sind reif und auf den Feldern
ist das meiste Korn abgeerntet. Gegen
Ende des Monats sammeln sich die
Störche zum Abflug in den warmen
Süden. Endlos scheinende lange
Furchen, die Pflugscharen an manchen
Stellen der Stoppelfelder bereits gezogen
haben, vermitteln dem Betrachter
ein bizarres Bild des beginnenden
Wandels in der Natur. Sie deuten den
ewigen Wechsel der Jahreszeiten an. In
den Wäldern fallen die ersten bunten
Blätter von den Bäumen. Vorboten
der Vergänglichkeit. So haben wir die
samländische Landschaft der Stille
und Freundlichkeit in der das sommerliche
Grün oder das winterliche
Weiß weithin leuchtete noch in
Erinnerung. Der Liederdichter Bernhard
Rostkowski (1706 - 1736) schrieb
in einem Liedvers:
Das Feld ist weiß, vor ihrem Schöpfer neigen
Die Ähren sich, ihm Ehre zu bezeigen.
Sie rufen: „Kommt, laßt die Sicheln klingen,
vergeßt auch nicht, das Lob des Herrn zu
singen!“
Unter der Rubrik „Ein stilles
Gedenken“ werden Sie feststellen, daß
der Sensenmann auch diesmal wieder
reichlich Ernte gehalten hat.
Wir haben den Tod von unserem
lieben Landsmann und Heimatfreund
Otto Klein aus Watzum, der im gesegneten
Alter von fast 99 Jahren verstorben
ist, zu beklagen. Der 19 ha große
Klein’sche Besitz lag am Karschauer
Weg.
Dir, lieber Werner, und allen
Angehörigen versichern wir, daß wir
mit Deinem Vater innerhalb unserer
Heimatgemeinschaft in tiefer
Heimatliebe verbunden bleiben. Wir
neigen in Ehrfurcht unser Haupt.
Ich hoffe, meine lieben Regehner,
daß wir uns- zum Pinneberger
Jubiläumstreffen Mitte September d.J.
gesund und munter Wiedersehen und
wünsche Ihnen bis dahin eine gute
Zeit.
Wie immer, grüße ich Sie in alter
heimatlicher Verbundenheit herzlich
Ihr Willy Fischer,
Strumannstraße 4,
48231 Warendorf,
Telefon: 02581 -60341
Liebe Rothener!
In Folge 145 und 146 unseres
Heimatbriefes, bin ich in Gedanken
mit Euch durch unser schönes -
Rothenen gewandert und habe die alte
Heimat noch einmal in Erinnerung gerufen.
Diesmal möchte ich mit Euch zusammen,
nochmal den „Fischersteig“
entlang zum Strand und zu den
Fischerbooten wandern.
Rothenen war ja auf dem einen
Dorfende ein richtiges Fischerdorf.
Und unten am Strand bei den Booten
war auch immer was los.-Diesmal
muß ich aber unsern
Heimatfreund Rudi S c h a a c k mit auf
die Wanderung nehmen. Sein Vater
Rudolf S c h a a c k war in Rothenen
Fischer und somit kann Rudi uns noch
viel von den andern Fischern und von
den Booten, die in Rothenen am
Strand standen erzählen.-Wandern
wir also los, den
„Fischersteig“, der bei „Ober-Schaack“
anfängt, geht es entlang
Richtung Ostseestrand. Da liegt erstmal
rechts an einer Ecke, gar nicht weit
vom Dorf entfernt, der „breite Stein“.
Jetzt sind wir mitten zwischen zwei
Roggenfeldern. Die blauen Roggenblumen
leuchten hier und da, und uns
fällt ein, was Mutter immer sagte: Laß
stehn die Blume, bleib weg davon, die
Roggenmuhme paßt auf im Korn. Sie wird
die Kinder fangen, die nach den Blumen
langen.-Ja,
bißchen Angst hatten wir, aber
wenn die Roggenmuhme gerade mal
nicht aufpaßte, „grappschten“ wir uns
doch mal schnell an der Kante ein paar
Blumen.-Nun
gehen wir weiter und sind am
„hohen Stein“.Der liegt an der linken
Seite vom Fischersteig. Wenn wir uns
da raufstellen, sehen wir über das
Getreidefeld hinweg das Haus von
Otto Heyse; das Haus mit den „bissigen“
Bienen.
Und dann sind wir auch schon auf
dem Seeberg.
Ja, damals konnten wir in ein paar
Minuten am Ostseestrand sein, heute
ist die Ostsee für viele von uns sooo
weit weg.
Wir sehen nun schon unten am
Strand die Fischerboote liegen. Sie stehen
alle dicht am Wasser. Weiter zum
Seeberg hin hängen die Netze über
lange Stangen zum Trocknen und
Ausbessern. Nun wollen wir aber runter
zum Strand gehen.-Als
Erstes liegt da das Boot von
Baumeisters, die „Erika“. Eigentümer
waren Max und Wilhelm Baumeister
und Julius Mehlfeldt. Als 4. Mann
fischte auf der „Erika“ der Fischer
Emil Rähse mit. Einige Meter weiter in
Richtung Nodems liegt das nächste -
Boot. Das ist die „Anne-Marie“. Das
Boot gehört den Brüdern Franz und
Fritz Hübner. Der Fischer Rudolf
Schaack fischte mit auf der „Anne-Marie“
und bevor er Soldat wurde
auch der Fischer Emil Hübner. Auch
Ernst Hübner und Gustav Strauß,
unser Bernsteinabnehmer fischten da
zeitweise mit.
Rudolf Schaack hatte sich während
des Krieges dann ein eigenes Boot gekauft,
die „Helene“.
Und auch Fritz Hübner besaß ein
kleineres Boot. Ich erinnere mich 55