Full text : Unser Schönes Samland

branche sehr stark behindert. Auch soll
sich an den bisherigen sehr übertriebenen
 Zollbestimmungen und Grenzkontrollen
 etwas ändern. Wenn das Gesetz
 über die Sonderwirtschaftszone nun
nach der Regierung auch die Staats-DUMA
 absegnet werden sollte, dann
könnten die ominösen Zollbestimmungen
 wirklich abgebaut werden.
Im Jahre 2007 soll der Ausbau des
neuen Grenzüberganges (Autobahn) an
der russisch-polnischen Grenze fertig gestellt
 sein. Die Bezeichnung lautet dann
„Mamonowo-Grzechtki“ (SO von
Heiligenbeil). Wann dort die Grenzabfertigung
 aufgenommen wird, ist noch
nicht bekannt. Südlich Elbing kommen
die Bauarbeiten an einem Autobahnkreuz
voran. Bisher besteht die alte deutsche
Autobahn von Elbing nach Königsberg
jedoch nur aus einer zweispurigen Fahrbahn.
 Der Unterbau für die zweite Fahrbahn
 ist jedoch noch vorhanden. Wann
der Bau der Autobahn von Elbing nach
Westen gebaut sein wird, steht wohl noch
in den Sternen!

Lebenshaltungskosten / Preise
Damit Sie sich ein besseres Bild über
die Lebenshaltungskosten im Königsberger
 Gebiet machen können, hier einige
 Preisbeispiele, wobei die Preise eher
steigen als sinken und es natürlich auch
ortsübliche Unterschiede gibt:
(Umrechnungskurs 1 Euro = ca. 35,5
Rubel im März 2005)

1 kg Rindfleisch 90 - 120 Rubel

1 kg Schweinefleisch
1 kg Fleischwurst
1 kg Käse
1 kg Butter
1 kg Zucker
450 g Weißbrot
1 kg Kartoffel

140- 170 Rubel
110-130 Rubel
112- 120 Rubel
146- 168 Rubel
20 - 24 Rubel
7- 10 Rubel
8- 14 Rubel

Wenn man bedenkt, dass nach Angabe
des russischen Statistikamtes der Durchschnittslohn
 im Monat 7.046 Rubel und
die Durchschnittsrente 2.195 Rubel beträgt
 - wobei zu berücksichtigen ist, dass
viele Gehälter und Renten weit unter diesen
 Beträgen liegen - dann kann jeder
leicht ausrechnen, welche Lebensmittel
sich der normale Bürger leisten kann.
Dabei darf bei dieser Rechnung nicht
vergessen werden, dass die Kosten für
Wasser, Strom, Gas und Miete sehr hoch
sind. Wen wundert es da, dass viele ihren
 Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
 Bei Sperrung des Stroms gehört
 es fast schon zum „guten Brauch“,
diesen sich „anderweitig“ zu besorgen
(am Zähler vorbei!). Über die Außenstände
 der Stromgesellschaft berichtete
ich im letzten Heimatbrief.
Obwohl in den letzten Jahren die Gehälter
 und Renten mehrmals angehoben
wurden, können die Familien ohne die
Erzeugnisse ihrer „Datschas“ sich nicht
ausreichend ernähren. Auch verdient
immer noch der „Werktätige“ (Handwerker,
 Verkäufer, Arbeiter) mehr als ein
Mitglied der sogenannten. Intelligenz
(Ärzte, Lehrer, Beamte aller Zweige,
Büroangestellte usw.).

Ostpreußen im Internet - http://www.ostpreussenblatt.de

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