Full text : Unser Schönes Samland

stein für unsere Toten führte
Klaus Lunau bei strahlendem
Sonnenschein durch den Ort, seine
 Ausführungen wurden ergänzt
 durch den ebenfalls mitreisenden
 ehemaligen Ortsvertreter
 Walter Rosenbaum.
Die Zeitplanung war gut, und
so kamen wir fußmüde gegen die
Mittagsstunde wieder an der Pro-An

 allen Tischen fandem lebhafte Unterhaltungen
statt: Im Vordergrund Galina Istomina, Journalistin
aus Moskau, im angeregten Gespräch mit Pastor
StÖver. Foto: Ziegler

Dieses Ereignis sollte nun also mit 47
mitgereisten Cranzem gebührend gefeiert
 werden. Der Aufenthalt in Cranz begann
 gleich mit den besonderen Höhepunkten:
 Am Samstagabend, kaum angekommen,
 gerade eben die Koffer abgestellt,
 mussten wir uns - zack, zack -
bereits auf dem Platz der Windrose (früher
 Klein Berlin) einfinden. Hier fand
die große Abschlussparty der Geburtstagsfeierlichkeiten
 statt, mit Gesang und
Ansprachen. Wenn wir auch nicht alles
verstehen konnten, wir bekamen jedoch
soviel mit, dass unsere Reisegruppe ganz
ausdrücklich begrüßt wurde, lür unser
leibliches Wohl war mit Räucherfisch und
Freibier vorzüglich gesorgt worden. So
einen Empfang hat man selten, doch die
Steigerung am nächsten Tag ließ nicht
lange auf sich warten.

Nach dem obligatorischen Besuch der
Cranzer auf dem Friedhof und einer
Ansprache von Pastor Bode am Gedenk-Der

 neue Generalkonsul im Kaliningrader Oblast,
 Dr. Guido Herz, wird offiziell von Klaus
Lunau begrüßt. Foto: Ziegler

menade am Festplatz an, eine Überraschung
 war angekündigt worden!?
Ausschließlich für uns deutsche Gäste
war von der Selenogradsker Verwaltung,
vertreten durch Frau Natalja Rodionowa,
eine ausgezeichnete Folkloregruppe engagiert
 worden, die in größter Hitze in
ihren schweren, geschlossenen Kostümen
eine wunderbare Darbietung abgaben.
Außerdem hatte die Selenogradsker Kirchengemeinde
 zu einem reichhaltigen
Büffet eingeladen mit vielen Speisen der
russischen Küche. Wir waren gerührt
über die herzliche Gastfreundschaft.

essante Gespräche stattfanden.
Und an dieser Stelle muss es
unbedingt gesagt werden: Danke,
 Valentina und Klaus, für die
viele Mühe, für Euer Engagement
 und das gute Gelingen
der gesamten Reise.

Die jungen Mädchen der Musikschule Selenogradsk bezauberten
 die Gäste mit ihrem Gesang und anmutigen Gesten.

Foto: Ziegler

Natürlich konnten auch wir nicht zurückstehen:
 Am gleichen Abend sollte die große
 Galafeier mit zahlreichen russischen
Gästen und Freunden stattfinden. Begrüßt
 wurden wir von dem stellvertretenden
 Bürgermeister Sergej Popkow,
dem Klaus Lunau unseren Bildband als
Geschenk überreichte. Ehrengast war der
neue deutsche Generalkonsul, Dr. Guido
Herz, der in seiner Ansprache besonders
die guten Kontakte zwischen den früheren
 Cranzern und den heutigen Selenogradskern
 würdigte und dieses als
Meilenstein einer sich weiter vertiefenden
 deutsch-russischen Annäherung und
Freundschaft wertete.

An jedem Tisch saßen russische Gäste
und deutsche Gastgeber zusammen, und
im Laufe der Woche wurden viele dieser
Kontakte durch Besuche noch weiter belebt.
 Valentina und Klaus Lunau hatten
mit viel Liebe und gründlicher Überlegung
 die Tischordnung derart zusammengestellt,
 dass an allen Tischen inter­Nach

 dem mehrgängigen
Menü gab es verschiedene Vorführungen
 der Musikschule
Selenogradsk, denen begeistert
applaudiert wurde. Angefangen
 bei eher professionellen
Darbietungen, wurde uns auch
die Musikalität der russischen
Hobbytänzer demonstriert.
Das war so ansteckend, dass
beim anschließenden Tanz „für alle“
kaum noch Platz auf der Tanzfläche war.
Der Abend ging viel zu schnell vorbei,
denn mit Rücksicht auf die anderen
Hotelgäste mussten wir bereits gegen Mitternacht
 Schluss machen.

Die nachfolgende Woche mit verschiedenen
 organisierten Ausflügen, aber auch
freier Zeitgestaltung - je nach Wunsch -
ging viel zu schnell vorbei. Mein Resümee:
 Es tut sich was in Cranz und im
Samland. Nicht nur die vielen neuen Bauprojekte
 und die Geschäfte mit freundlichen
 Verkäufern sind damit gemeint -
nein, mir ist etwas ganz anderes aufgefallen:
 Zum ersten Mal habe ich sowohl
bei der Ein- als auch bei der Ausreise
lächelnde und scherzende Grenzbeamte
gesehen. Das lässt doch hoffen!

Monika Ziegler
Amselweg 13
21435 Stelle
Tel.: 04174 - 66 96 75 45