Rotarier sponsern Qermanistik-Studentinnen
Der
Rotary-Club Bad Homburg-Schloss
und Wiesbaden hat je eine
Stipendiatin für ein Jahr nach Deutschland
eingeladen.
Die jungen Studentinnen kommen von
der russischen Kant Universität aus
Kaliningrad-Königsberg, sind schon mit
20 Jahren im 5. Semester der Germanistik,
da man dort bereits mit 16 Jahren
ein so genanntes Abitur macht.
Sie studieren in Frankfurt Germanistik
und in Mainz Germanistik, Kommunikationswissenschaften
und arabische
Sprachen. Die Studentinnen wohnen in
Frankfurt und Mainz in Studentenwohnheimen
und werden von den jeweiligen
Clubs betreut, das beinhaltet, dass man
sie öfters nach Hause und zu rotarischen
Veranstaltungen einlädt.
Die Studentinnen müssen über ihre Arbeit
an der Universität Qualitätsnachweise
für Rotary erbringen und zweimal während
dieser Zeit vor den Clubs über ihre
Arbeit, Heimat und Herkunft berichten.
Beide kommen aus Königsberg, sind
dort geboren. Die Studentin, die in
Frankfurt/Main studiert, ist Russlanddeutsche
und kommt aus der Siedlung
Stemau bei Ludwigsort. Es ist die Siedlung,
die auch von einigen Clubs unterstützt
wurde.
Beide arbeiten sehr fleißig, sind sehr
engagiert und nutzen jede Gelegenheit
sich weiter zu bilden.
Für das nächste Jahr ist wieder eine Studentin
aus Königsberg für ein Jahr eingeladen.
Margot Spitzeder
Oberursel
eingesandt von
Hadwiga Meyer, 21737 Wischhafen
Heimatlos?
Ist Heimat da, wo ich geboren?
Das Land der Väter, längst verloren,
ist es — das ich hab nicht gekannt -
ein fremdes, schon vergess ’nes Land?
Ist Heimat wo ich Glück gefunden,
mit Menschen hatte frohe Stunden,
wo Frieden und Geborgenheit
das Schicksal für mich hielt bereit?
Ist Heimat nur Erinnerung,
die eingepflanzt in meine Seele,
ein Leben lang mir aufbewahrt
bis endet meine Lebensfahrt?
Ist Heimat nur ein Augenblick
für immer in mein Herz gebrannt,
an den ich gerne denk zurück,
ist das vielleicht mein Heimatland?
Hubertus Lemke
Kringitten
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Kreistreffen Fischhausen in Pinneberg
Fischhausen: 300 Gäste waren zur Feierstunde erschienen.
Die Feierstunde der Kreisgemeinschaft Fischhausen am Sonntag, dem 17. September,
im großen Saal des Pinneberger „Cap Polonio“ stand ganz unter dem Motto des
„Tages der Heimat“.
Von Ilse Rudat
Pinneberg. Bei seiner Begrüßung des
voll besetzten Saales konnte der erste Vorsitzende
der Kreisgemeinschaft Fischhausen
e.V. Wolfgang Sopha zur Feierstunde
um 11 Uhr prominente Gäste wie
den Bundestagsabgeordneten Oie Schröder,
den Kreispräsidenten Burkhard E.
Tiemann und den Festredner Wilhelm
von Gottberg, Sprecher der Landsmannschaft
Ostpreußen, um nur einige stellvertretend
zu nennen, begrüßen.
Nach einigen Grußworten und der
Totenehrung durch den Pastor im Ruhestand
Alfred Scherlies ergriff Wilhelm
von Gottberg das Wort. Er erwähnte das
eindeutige Abstimmungsergebnis beim
CDU-Kreisparteitag in Rellingen dahingehend,
dass die alten deutschen Namen
der Vertreibungsgebiete in Zukunft beibehalten
werden. Laut Institut „Deutscher
Sprachrat“ sind die beliebtesten Worte in
Deutschland „Liebe und Heimat“. Und
dafür stünden die Ostpreußen seit vielen
Jahren ein. Auch 61 Jahre nach Flucht
und Vertreibung gäbe es für sie keine
„Heimattümelei“. Er verlas in diesem
Zusammenhang den Kant’schen Kategorischen
Imperativ und erwähnte auch
Wilhelm von Humbold, der die Kurische
Nehrung mit ihrer großen Schönheit als
ein Bild bezeichnete, dass in der menschlichen
Seele nicht fehlen dürfte.
Das nördliche Ostpreußen heute nannte
er eine Armutsinsel. Es gäbe viel organisiertes
Verbrechen aller Schattierungen
und zum Teil Verhältnisse wie in einem
afrikanischen Entwicklungsland.
Riesengroß wären die Probleme der Müllentsorgung
und sanitären Anlagen sowie
der herrschende Raubtierkapitalismus.
Auch die Schikanen bei der Grenzabfertigung
blieben nicht unerwähnt. Er
hob die Wichtigkeit der Realisierung des
geplanten „Mahnmals gegen die Vertreibung“
in Berlin hervor. Nach weiteren
Berichten über Selenogradsk (Cranz) und
Baltijsk (Pillau) endete diese eindrucksvolle
Veranstaltung mit dem gemeinsam
gesungenen Deutschlandlied und dem
Ostpreußenlied.
aus den Uetersener Nachrichten vom
18.09.2006
Wilhelm von Qottberg hält die Festansprache in
Pinneberg. Foto: O.AIticrs 47