Aus meinem Grußwort zum Jahreswechsel
2005/2006 darf ich wiederholen: Ich
wünsche Ihnen alles Gute. Lassen Sie sich
nicht von all den Klagen und dem Missmut
in unserem Lande anstecken, denken
Sie vielmehr an das Losungswort von
Helmuth von Mottke: „Denn, was me
wankte, war der Preußen Mut.“.
In heimatlicher Verbundenheit
Ihre Gisela Broschei
- Kreisvertreterin -
Meine lieben Cranzerinnen und liebe Cranzer,
liebe Landsleute aus den Nachbarorten und Freunde von Cranz!
D
kas Jahr geht schon
wieder dem Ende
entgegen, wenn Sie diesen
Heimatbrief in den Händen
halten und es ist daher an
der Zeit, Rückschau zu
halten. Für einige von uns war es - wie
auch für mich - ein sehr ereignisreiches
Jahr, bezogen auf unsere Tätigkeit für und
in der Heimat. So hat unsere große Reisegruppe
anlässlich des 190-jährigen
Seebad Cranz. Die Windmühle.
Die alte Mühle in Cranz
Bestehens unseres schönen Heimatortes
als königliches Ostseebad“, einiges im
Samland erlebt (s. auch S. 43).
Es ist für alle doch immer wieder ein
herausragendes Ereignis, wenn man seine
Füße auf Heimatboden setzt! Selbst
für mich, der ich nun schon über 50-mal
dort sein konnte, ist die „Heimkehr“
immer etwas Besonderes und ich fahre
jeweils mit schwerem Herzen wieder
weg! Wollen wir hoffen, dass auch alle
diejenigen unter Ihnen,
die diese Fahrt
heute noch wegen der
, vielen und langwierigen
Grenzformalitäten
scheuen, recht
bald die Möglichkeit
erhalten, der Heimat
doch noch einen Besuch
abstatten zu
können. Wenn auch
manche Häuser nicht
mehr stehen - hier im
Westen sieht es doch
heute auch ganz
anders aus als früher
- die Natur und die
ganze Umgebung,
das Rauschen der See
und die frischen Brisen
- das ist es doch,
was Heimat bedeutet!
Und selbst die
Straßen haben, mit
Ausnahme einiger
Veränderungen der
Häuser, ihre alten
Züge behalten und
sind dadurch so vertraut!
Wenn man von
Königsberg vielleicht
sagen kann, das ist
nicht mehr unsere
alte Hauptstadt, weil
sich zu viel verändert
hat. Das Gesicht unseres
„Cranzche“ ist
- bis auf die Strandseite - erhalten geblieben.
Die Veränderungen haben sich
kaum negativ ausgewirkt. Cranz ist
wieder eine aufstrebende Stadt - doch
dazu mehr in meinem „Report“ weiter
hinten.
Kaum aus Cranz zurück und schon
ging es weiter nach Pinneberg zum großen
Kreistreffen. Leider, und das war eigentlich
zu erwarten, kamen wieder nur
so viele Landsleute wie im Jahr zuvor.
Zwar waren wir „Cranzer“ noch am
stärksten vertreten, doch fielen einige, die
uns noch zu einer stattlicheren Besucherzahl
hätten verhelfen können, wegen
Krankheit aus, während andere, die gerade
mit uns in Cranz waren, nicht schon
wieder fahren konnten. So fehlten leider
auch viele von unseren „Ältesten“, die
sonst immer unsere Runde bereicherten.
Allerdings haben uns Frau Elise Kessler,
geb. Herrmann, mit ihren 94 Jahren und
Frau Erna Bartel, geb. Siebert, mit 90
Jahren noch mit ihrem Besuch beglückt!
Außerdem waren fünf Teilnehmer über
Die zugefrorene Ostsee vor Cranz in den 30er Jahren. Sammlung Lunau
80 Jahre und zeugen davon, dass wir
Cranzer doch ein ganz gesunder Menschenschlag
sind. Die Gesamtteilnehmerzahl
von 52 ist noch gerade als zufriedenstellend
zu bezeichnen. Da einige
Besucher erstmals kamen und auch Angehörige
der dritten Generation vertreten
waren, bleibt zu hoffen, dass im
nächsten Jahr der Krankenstand nicht so
hoch liegt und wir wieder mit einer etwas
größeren Runde rechnen können.
Deshalb auch schon heute meine Bitte an
alle: Werben Sie doch unter Bekannten
und Verwandten und auch besonders unter
den Nachkriegsgeborenen, dass diese zu
unseren Heimattreffen kommen und den
Heimatgedanken, ihre Wurzeln wach halten.
Sie werden nicht mehr lange die
Möglichkeit haben aus „erster Hand“ etwas
über die Heimat ihrer Vorfahren zu
erfahren! Ich bin sehr glücklich darüber,
dass immer mehr junge Leute mich per
Computer und Internet aus der ganzen
Welt anschreiben und Auskünfte über
Cranz und das Samland sowie ihre Vor-6
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