fahren haben möchten. Aufgrund meiner
Unterlagen kann ich zum Glück viele
Fragen beantworten und habe es
teilweise sogar erreicht, dass plötzlich ihr
Interesse so groß wurde, dass ich sie zu
einem Besuch von Cranz überreden
konnte! Das „Endergebnis“ war bisher
immer sehr positiv und diese „jungen
Samländer“ sind heute eifrige Leser unserer
Heimatbriefe und z. T. nicht abgeneigt,
wieder einmal ins Samland zu fahren.
Zum Schluss noch eine Bitte an die
Computerbesitzer: Falls Sie mir in letzter
Zeit (Mitte September bis Anfang
Oktober) eine E-Mail geschrieben haben,
dann schicken Sie mir die bitte nochmals.
Mein PC war „total abgestürzt“ und
dadurch sind viele noch nicht gesicherte
Daten verloren gegangen! - Sicher war
der PC sauer, dass ich so lange in Cranz
war und er einsam hier das Haus hüten
musste!
Für alle Anrufe und Zuschriften herzlichen
Dank. Bitte nicht böse sein, wenn
Liebe Fischhausener!
Nach
langer Zeit besuchte ich zum dritten
Mal unser Heimatstädtchen. Unser
Freund, Michail Stepanow aus
Königsberg, half uns, einige Stätten unserer
alten Ordensstadt wieder zu finden.
Mich und meinem Vetter, Gerhard
Schmidtke, stimmte es traurig, dass es
keine Kindheitswege mehr gibt. Doch das
Leben geht weiter! Die Einwohner von
Primorsk/Fischhausen haben ein Museum
eingerichtet. Wir besuchten das Museum
im Kulturamt und freuten uns, hier
die Geschichte bis zur Gegenwart verfolgen
zu können. Bei dieser Gelegenheit
ich nicht auf alle Zuschriften antworten
kann! Vom 12. bis Ende Oktober werde
ich wieder in Cranz sein und hoffe dann
für das Neujahrsheft neue Informationen
für Sie mitzubringen.
Ihnen allen wünsche ich eine ruhige,
besinnliche Adventszeit und friedliche
Weihnachtsfeiertage. Bleiben Sie gesund
und rutschen Sie und Ihre Angehörigen
zufrieden in ein für uns alle hoffentlich
glückliches neues Jahr.
In diesem Sinne grüße ich Sie - auch
von meiner Frau sowie Herbert Regenbrecht
und Frau - mit den herzlichsten
“Flundergrüßen“
Ihr/Euer
Klaus A. Lunau
Bahnhofstr. 14
30853 Langenhagen
Tel. 0511 -773407 - Fax 0511 -7684843
Mobilfunk 0170 -9114653580
E-Mail: KALUN@ostseebad-cranz.de
Homepage: www.ostseebad-cranz.de
Mobil-Russland: 0079114653580
zeigte ich der Leiterin Bilder der geretteten
Glocke unserer alten Kirche. Sie
nahm die Bilder dankbar entgegen und
bat um weitere Informationen. Unser
Empfinden gibt ein Gedicht von meinem
Vetter Gerhard „Die Glocke von Fischhausen“
wieder.
Ferner besuchten wir die Gedenkstätte
der umgekommenen Menschen in Fischhausen.
Uns beeindruckte die gepflegte
weitläufige Anlage vom Völksbund Deutscher
Kriegsgräberfürsorge. Es ist eine
Stätte der Ruhe und kann uns nur ermahnen,
dass es nie wieder zu einem grausamen
Krieg kommt. Nie wieder Krieg ist
für die ganze Welt zu wünschen!
Als Abschluss unseres Aufenthaltes in
Fischhausen besuchten wir die Familie
Stepanov. Ich lernte Frau Stepanov bei
meinem ersten Besuch in Fischhausen vor
unserem Grundstück kennen. Ihre herzliche
Gastfreundschaft beeindruckte uns
sehr und wir verbrachten nette Stunden
zusammen.
Allen Landsleuten wünsche ich ein gesegnetes
und gesundes Weihnachtsfest
und für das Jahr 2007 Wohlergehen und
alles Gute! Verbunden mit heimatlichen
Grüssen
Ihre/Eure
Irmgard Zwilling, geb. Klinkowski
(früher Königsberger Str. 20)
21337 Lüneburg
Bunzlauer Str. 8
Die Qlocke von Fischhausen
Glockenklang rief mich zu dir,
alte Ordenskirche in Fischhausen.
Ach, wie gerne war ich hier
hört der Glocken Klang, der Orgel Brausen.
Und nun steh ich wieder hier
sechzig Jahre sind vergangen.
Alles ist jetzt trostlos, leer
und mir kommt das Bangen.
Nur die alte Eiche dort
kündet noch vom frohen Treiben.
Gras bedeckt das Trümmermeer
und verstummt ist alles Leiden.
Und mit Wehmut denk ich zurück
an das Kinderglück aus fernen Tagen,
als noch ungetrübt mein Blick
für die Not der Welt und alles Klagen.
Frieden nehm ’ich mit von hier,
wenn ich gehe heute, denn ich weiß,
ein Teil von dir, alte Ordenskirche,
findet sich im norddeutschen Geläute:
Eine Glocke fand sich wieder
unsrer Kirche nach dem Krieg.
Zur Glockenschmelze holte man sie nieder,
damit sie ihren Anteil trüge an dem „ Sieg "...
Nun läutet sie in St. Nicolai
mit ihresgleichen um die Wette,
auf dass nun wieder Frieden sei
und man nie wieder Krieg hier hätte.
So höre ich, so oft ich kann,
in Lüneburg ihr stetes Mahnen.
Und bin ich dort so dann und wann,
vermag ich ihre Botschaft zu erahnen ...
Fischhausen/Primorsk,
im Oktober 2006
Gerhard Schmidtke
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