Full text : Unser Schönes Samland

zig Jahre vetjährt ist: Da erzählt die Jutta,
wie sie als junges Mädchen zu einem
Weihnachtsfest einen Tannenbaum aus
dem Wald holte, weil der, den der Vater
besorgt hatte, ihr überhaupt nicht gefiel.
Folgendes: Wald gab es ja genug um
Caspershöfen herum, so wurde bei Gutsbesitzer
 Erich Huuck nachgefragt und
auch ein Baum von ihm genehmigt. Sie
suchte nun den für ihre Begriffe schönsten
 aus und brachte ihn nach Hause. Wie
sich aber später herausstellte, stammte der
Baum nicht aus dem Wald des Erich
Huuck, sondern aus dem Waldstück des
Bauern Emil Lemke.
Unser „Heinzke“ Lemke, Sohn des
Emil Lemke, hörte das mit einiger Überraschung

 und gewährte nach so vielen
Jahren lächelnd und großzügig Vergebung,
 um die Jutta nun mit (gespielter)
zerknirschter Miene bat.
Am Sonntagmorgen gab es dann ein
ausgiebiges gemeinsames Frühstück, das
allen wieder so richtig den familiären
Charakter unserer Gemeinschaft erleben
ließ. Und so endete auch dieses Treffen
am späten Nachmittag in gewohnter Harmonie.

Mit lieben heimatlichen Grüßen,

Ihre Erika Wetzel
Am Schafkamp 3
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel.: 04791 - 572 90

Liebe Heimatfreunde aus Rauschen

und den Schulbezirken Craam, Qeorgenswalde und St. Lorenz!

Vor

mir liegt der
Heimatbrief „Unser
 schönes Samland“
Folge 170. Dank der
zahlreichen interessanten
 Beiträge unserer
Heimatfreunde und
dem Geschick unserer
Redakteurin Monika
Ziegler ist er wieder bemerkenswert gut
gelungen.
Dieses Mal will ich einige Hinweise
und Nachträge zu früheren Heimatbriefen
bringen: Den „Nochmaligen Aufruf an
alle Samländer“ von Heidrun Meller, den
Fragebogen für die Einwohnerdatei auszufüllen,
 möchte ich hiermit unterstreichen.

Liebe Freunde, bitte unterzieht Euch
dieser Mühe, füllt das Blatt aus und sendet

 es an die angegebene Anschrift von
Heidrun Meller. Natürlich könnt Ihr das
Blatt auch an mich schicken oder zum
Kreistreffen nach Pinneberg mitbringen
und dort abgeben. Ich habe selbst gemerkt
wie schwierig es ist, Daten von z. B. den
Großeltern zu finden. Denn leider sind
ja bei der Flucht oder der Vertreibung
alle Unterlagen verloren gegangen. Aber
es ist besser, den Bogen so gut es geht
auszufüllen als gar nicht.
Da heute Familienforschung recht aktuell
 ist, wird immer mehr nach Vorfahren
 und Verwandten gefragt. Und nur mit
einer umfangreichen Kartei kann zumindest
 ein Teil dieser Fragen beantwortet
werden. Also nur Mut.
Meine Geschichte von Posselau fand
ein gutes Echo, doch leider erhielt ich
keine Ergänzungen. Es wurde bedauert,

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dass über Posselau aus
deutscher Zeit keine Abbildungen
 von den Gebäuden
 und Gehöften vorliegen.
 Sollte jemand solche
 alten Fotos besitzen,
bitte ich um einen Bildvom-Bild-Abzug
 davon.
Ihr könnt mir auch die Fotos
 zusenden. Ich lasse
dann die Abzüge hier anfertigen
 und gebe die Original-Fotos
 garantiert zurück.


In meinem Bericht
über den samländischen
Küstenschutz ist im
Heimatbrief 170. Folge
auf Seite 11 ein großer Stein mit der Inschrift
 „Naturschutzgebiet/Samländischer
 / Küstenhain“ abgebildet, auf dem
zwei Kinder sitzen. Frau Ilse Martin, geb.
Streich aus Georgenswalde sagte mir,
dass das ihr Bruder Helmut und sie sind.
Die Aufnahme müsste ca. 1935 gemacht
worden sein, als die Kinder ca. 12 und 7
Jahre alt waren. Leider konnte Frau
Martin keinen Hinweis geben, wo dieser

.aiutsüwhytet
SamMtvk
Kuslenham

Qedenkstein für den Samländischen
Küstenhain

Foto: Samland-Museum Pinneberg

Die katholische Kirche in Rauschen vor 1945 Foto: Sammi. Klemm

stein Stand. Die mschntt
auf der linken Seite des
Steins ist durch Helmuts
Beine verdeckt. Wer kennt
diesen Stein und kann seinen
 früheren Standort nennen?


Im Heimatbrief Folge
169 ist in dem Artikel über
„Erste Post aus Ostpreußen
 nach Kriegsende“ auf
Seite 16 eine Karte aus
Rauschen vom 30.7.1946
von Bürgermeister Stechert
abgebildet. Zur Herkunft
von Herrn Stechert wurden
 nun zwei konträre Angaben
 gemacht, die anscheinend
 zwei verschiedene Personen
betreffen.
Ein Ehepaar Stechert soll in Kirtigehnen
 in der Straße, die gegenüber von
Wendick nach Rauschen-Ort führte, gelebt
 haben. Dieser Stechert sei Kommunist
 und in der Nazizeit mehrmals in Haft
gewesen. Beim Einmarsch der Russen sei
er ihnen mit einer roten Fahne entgegen
gegangen.

Ein anderer Stechert hat auf
Rauschen-Düne in der Strandstraße
 gegenüber dem Rennplatz
 gewohnt. Es könnte ein
pensionierter Professor aus
Königsberg gewesen sein, der
dort an seinem Ruhesitz Seidenraupen
 gezüchtet hat.
Beide sind weder in unserer
 Ortskartei noch in der
Seelenliste erfasst. Wer kennt
diese Herren oder Familien
und kann etwas über Herkunft
und Verbleib sagen? Ebenso 39