Full text : Unser Schönes Samland

Liebe Pobether Kirchspiel-Bewohner

liebe Drebnauer, Nautzauer und Schlakalker!

Meine

Bautätigkeit ist nun beendet
und ich arbeite wieder an den
Bewohnerlisten der einzelnen Gemeinden
 und Orte des Samlandes, um sie für
die Eingabe in die Gesamtdatei vorzubereiten.
 Dabei machen mir die vielen
neuen Ehemaligen und die Rückfragen
der Samlander großen Mut, diese Arbeit
weiter voran zu treiben. Die Heidrun
Meller hat bereits damit begonnen, meine
 Auswertungen in eine entsprechende
Datenbank zu übertragen.

Ich bedanke mich für die viele Weihnachtspost
 und ganz besonders für die
finanzielle Unterstützung der Ortsarbeit.
Es ist ein richtiges Hobby geworden, die
Heimat jetzt auf der Samlandkarte zu
durchstreifen und die einzelnen Verbindungsstraßen
 zu finden. So wird wohl
auch der Plan aufgehen, die verschiede-—

 Liebe Neukuhrener!

Ich

wünsche Ihnen allen ein gesundes
und erfolgreiches Jahr 2006 und bedanke
 mich auch im Namen meiner Frau
für die vielen guten Wünsche zum Weihnachtsfest
 und zum neuen Jahr. Ich wünsche
 uns allen, dass 2006 ein gutes und
friedliches Jahr wird.
Im letzten „Samländischen Heimatbrief1
 wurde von mir auf der Seite 45
ein Brief von Fredy Haupt aus Hamburg
erwähnt, in dem dieser Ausführungen
zum Lachsbachtal und zum sagenumwobenen
 Borstenstein macht.
Daraufhin habe ich einen Brief von unserem
 lieben Landsmann Arno Esch aus
Gelsenkirchen-Buer erhalten, der die

nen Kirchspiele darzustellen, wie Herr
Klemm es bereits mit St. Lorenz getan
hat. Herr Schumacher beschreibt das
westliche Samland besser, als ich es je
tun könnte.
Mein kostenloses Jahresvisum gilt noch
bis September 2006 und so werde ich im
Frühjahr die erste Fahrt im neuen Jahr
2006 in die Heimat starten.

Allerbeste Gesundheit und ein frohes
Osterfest wünscht

Ihr/Euer Pobethen Dietmar Wrage
Am Steinkreuz 7
22941 Bargteheide
Tel.: 04532 - 400 910
Fax: 04532 - 400 980
Mobil: 0170 - 5474940
E-Mail: pobethen-dietmar@t-online.de
www.pobethen-dietmar.de

Angaben von Fredy Haupt ergänzt.
Arno Esch schreibt u.a.: „Nun zu Deinem
 Bericht im “Samlandbrief“ betreffend
 Borstenstein. Die Angaben vom Vater
 von Fredy Haupt über die Maße des
Borstenstein werden der Richtigkeit entsprechen,
 kommt ja auf ein paar Zentimeter
 nicht drauf an. Zum Lachsbachtal
wäre noch zu sagen, dass ein Teil davon
ab Grenze Battau (Gut Säger) zu meinem
 elterlichen Anwesen gehörte, einschließlich
 Borstenstein. Von dort Richtung
 Neukuhren ca. 50 Meter weiter war
die Grenze zu den Ländereien, die zum
Gut Wangenkrug gehörten, einschließlich
der zuletzt neu gebauten Brüsterorter

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Siedlung. Das Gelände war für Gut
Wangenkrug (Besitzer Gerlach) ungünstig
 gelegen und landwirtschaftlich nicht
intensiv zu nutzen. Der Baumbestand im
Lachsbach tal waren überwiegend Erlen,
einige Birken und einzelne Eichen. Mein
Vater sorgte immer dafür, dass der
Borstenstein von Wildwuchs freigehalten
wurde. Im Winter wurden zwei bis drei
Bäume gefällt als Brennholzversorgung
für den Eigenbedarf. Der Nutzholzbedarf
wurde im Forstamt Warnicken eingekauft.
Die Lachsbachquelle befand sich im
Raum Obrotten. Der Bach wurde durch
Drainageleitungen der einzelnen Felder
gespeist. Das Wasser war kristallklar und
hatte einen wunderbaren Forellenbesatz.
Einige Neunaugen lebten dort auch. Sie
leben nur in total schadstoffarmen Gewässern.
 Außerdem lebte dort im westlichen
 Teil des Tales ein Schwarzstorchpaar.
 Auch im Winter hatte das Lachsbachtal
 seine Reize. Rodeln und Skiläufen
 war angesagt. Der Weg ins Lachsbachtal
 war bei Sommergästen sehr beliebt,
 da man auf schattigen Wegen als
Ziel den Borstenstein erreichen konnte. “
Soweit der Bericht von Arno Esch.

Beigefügt hatte Arno ein Bild seines
Vaters (ca. 1930). Im gleichen Heimatbrief
 hatte ich auf den Seiten 46 und 47
Frau Ruth Trusch, geb. Schenk zitiert.
Hierzu hat mich am 20.Dezember 2005
eine Email aus Süd-Afrika (!) mit folgendem
 Wortlaut erreicht:
Sehr geehrter Herr Weiß,
mein Name ist Wolfgang Lehmann, und
ich schreibe Ihnen aus dem derzeit sehr
heißen Südafrika, genauer gesagt
Johannesburg. Ich bekam den „Samländischen
 Heimatbrief“ Nr. 168 in die Hände
 und auf Seite 47 — oben links — schrieben

 Sie von Frau Trusch, die mit meiner
Mutter Margarete Lehmann, geb. Esch
auf dem Gemeindeamt Neukuhren gearbeitet
 hat. Das ist sehr richtig, und meine
 Mutter hat mir sehr oft davon erzählt.
Mein Vater Kurt Lehmann war beim Fliegerhorst
 Neukuhren stationiert, und ich

Der Vater von Arno Esch am Borstenstein im
Jahre 1930 Foto:pnv.

selbst bin am 2. Februar 1943 in Neukuhren
 geboren. Der Bruder meiner Mutter
 ist Arno Esch, wohnhaft in Gelsenkirchen-Buer.
 Ich selbst habe keine Erinnerung
 mehr an Neukuhren, allerdings
bildliche Erinnerungen von meinen Eltern
 und meinem Opa (Franz Esch), der
einen Bauernhof in Herrenwalde hatte.
Alles Gute und ein frohes Weihnachtsfest
 wünscht Ihnen aus weiter Ferne Wolfgang
 Lehmann (ehemals Neukuhren/
Gelsenkirchen-Buer) seit 1968 wohnhaft
in Südafrika. 39