Full text : Unser Schönes Samland

Kirche und den Soldatenfriedhof besuchten:
 immer wieder Erinnerungen an die
schweren Kämpfe am Ende des 2. Weltkrieges,
 die uns mahnen, dass so etwas
nie wieder geschieht. Von dort fuhren wir
nach Palmnicken, wo wir Gelegenheit
hatten, eine private Bemsteinmanufaktur
zu besichtigen.

Am Sonntag, dem 21. August ging die
Fahrt über Pobethen, wo wir einen kurzen
 Halt an der Kirche machten, auf die
Kurische Nahrung, die nichts von ihrer
Faszination verloren hat und mit der Besichtigung
 der Vogelwarte bei Rossitten
einer der Höhepunkte der Reise war. Bei
dem Besuch der Kirche in Rossitten konnten
 wir eine kleine Weile einen orthodoxen
 Gottesdienst miterleben. Beeindruckend
 war auch wieder der Ausblick von
der Düne auf das Kurische Haff und die
Ostsee.

Der darauf folgende Tag war unserer
 längsten Besichtigungstour Vorbehalten,
 die über Insterburg, Gumbinnen,
Trakehnen und Georgensburg führte.
Zurück in Rauschen spielte nach dem
Abendessen eine Kapelle zur Unterhaltung
 und zum Tanz auf. Der Dienstag war
jedem einzelnen zur freien Gestaltung
Vorbehalten. Längere Spaziergänge gemeinsam
 mit einigen Mitreisenden führten
 uns durch den Ort und zum Strand,
wo wir in der Nähe ein nettes Restaurant
fanden. Für ein schmackhaftes Fischgericht
 (Zander) und ein großes Glas Bier
mussten wir umgerechnet nur ca. 3 Euro
zahlen.

Gut ausgeruht verließen wir am anderen
 Morgen Rauschen in Richtung russisch-polnische
 Grenze, wo wir nach

einstündiger Passkontrolle die Weiterfahrt
 zu unserem Zwischenübernachtungsort
 Dlugie/Dolgen in der Nähe
von Landsberg a. d. Warthe antreten
konnten. Am nächsten Tag begann die
Fahrt bei schönem Wetter und führte uns
nach einer Stunde ca. 30 km südlich von
Küstrin an einem Biosphärenreservat
vorbei, das zum absoluten Naturschutzgebiet
 erklärt worden ist. Nach zügiger
Abfertigung an der polnisch-deutschen
Grenze erreichten wir am Abend Rodewald,
 nachdem wir uns in Hannover
bereits von einigen Mitreisenden verabschiedet
 hatten. Die anschließende Heimfahrt
 mit dem Pkw war von Staus vor
und hinter dem Elbtunnel geprägt, so dass
ich erst gegen 20 Uhr Bad Bramstedt erreichte.


Damit ging eine anstrengende und
erlebnisreiche Fahrt zu Ende. Allen Mitreisenden
 möchte ich an dieser Stelle für
die gute Gemeinschaft, die wir während
der zehn Tage erleben durften, danken.

Ich möchte nun allen Landsleuten im
Hinblick auf den bevorstehenden Jahreswechsel
 ein besinnliches Weihnachtsfest
und ein friedvolles Jahr 2006 wünschen.
Allen Kranken wünsche ich baldige Genesung
 sowie Linderung ihrer Beschwerden.


Ich grüße Sie/Euch in heimatlicher Verbundenheit


Ihr/Euer Gert Utschakowski
Graf-Stolberg-Str.41
24576 Bad Bramstedt
Tel. 04192/ 6933

Liebe Qermauer!

Unser

dreitägiges Treffen in Neuhaus/
Solling können wir als gut besucht
verzeichnen und danken allen Freunden,
die mit ihren Beiträgen zum gemütlichen
und fröhlichen Abend beitrugen.

Da zum Plachandern die Nachmittage
wohl doch nicht ausgereicht haben, wurde
 der Wunsch laut geäußert, im nächsten
 Jahr um diese Zeit erneut ein Treffen
 einzuberaumen! Wie oft danach von
Abschied gesprochen wird, steht in den
Sternen! Schließlich haben wir alle den
längsten Teil unserer Strecke hinter uns
- mit Gottes Hilfe.
Von der Jubiläumsfeier in Fischhausen
 erzählte ich Euch in Neuhaus.
Von Herrn Utschakowski werden wir in
diesem Heimatbrief mehr erfahren, da er
zugesagt hatte, darüber einen Bericht zu
schreiben. Anscheinend war er für ein
kurzes Grußwort von ehemaligen Bewohnern
 nicht eingeplant! Zu lang und
ausführlich haben wir die Ansprachen des
zweiten Kreisvorsitzenden und danach
noch des Ehrenvorsitzenden empfunden,
die natürlich übersetzt wurden und so-Liebe

 Qodriener! —

Es

war erfreulich, beim diesjährigen
Samland-Treffen im Hotel „Bad
Minden“ wieder zahlreiche Samländer -
begleitet von Freunden oder Verwandten
- zu sehen.

Die Gruppe Godrienen war natürlich
wie jedes Jahr mit dabei. Persönliche Probleme
 und Wehwehchen waren beiseite
geschoben worden. Das Wochenende
vom 3. bis 4. September 2005 bescherte
uns herrliches Wetter, beste Stimmung

mit die doppelte Zeit in Anspruch nahmen.
 Endlich kamen die geduldig wartenden
 Sänger- und Tanzgruppen an die
Reihe.
Vielen Dank an die Gastgeber für ihre
eingeübten Darbietungen, auch für die
Köche und Bäcker, die uns anschließend
beköstigten!
Eine gemeinsame Reise in die Heimat
wollen wir für die 2. Hälfte Juni 2006
starten. Per Fähre Kiel - Memel soll es
gehen, damit schon die Anreise die entspannte
 Urlaubsstimmung bringen kann.
Näheres ist jedoch erst in den Winterwochen
 zu erfahren. Wer sich bei mir
meldet, kann zu gegebener Zeit Auskunft
bekommen.
Schon heute wünsche ich Euch allen
gesegnete Weihnachten und ein glückliches
 Jahr 2006, Erleichterung für unser
Kranken und Einsamen,

Eure
Hannelore Streich-Dischmann
Humboldtstr. 60
29313 Hambüren
Tel.: 0584 -98 18 99

und die Begeisterung, liebe Freunde aus
der alten Heimat Wiedersehen zu können.
Vielleicht könnte das Programm zukünftig
 ein wenig geändert werden: Weniger
lange Ansprachen, mehr heimatliche Vorlesungen
 und aktuelle Informationen,
kurze Lichtbildeinblendungen von früher
 und heute.
Also: Auf ein Wiedersehen im kommenden
 Jahr,

Eure Marlies Stern (Klein) 21