Liebe Heimatfreunde aus Rauschen
und den Schulbezirken Craam, Qeorgenswalde und St. Lorenz!
Das
Kreistreffen in
'inneberg liegt nun
hinter uns. Wir hatten
schöne Tage und ich
stand aufgrund der
kurzgefassten Ortsvertret
er ver Sammlung
auch unseren Heimatfreunden
wieder genügend
zur Verfügung. Über den Ablauf der
Veranstaltung wird in diesem Heimatbrief
sicherlich an anderer Stelle berichtet. Ich
beschränke mich in diesem Beitrag auf
die unsere Gemeinschaft betreffenden
Punkte.
Unsere Gemeinschaft hatte dieses Mal
einen Salon an zentraler Stelle am Ende
des Ganges zum Saal. Er war kleiner, was
aber nur in der Spitzenzeit des Besuchs
am Samstag Mittag/Nachmittag zu einiger
Enge führte.
Mit 47 Personen hatte sich die Teilnehmerzahl
in diesem
Jahr erfreulicherweise
etwa auf dem Stand der
letzten Jahre gehalten.
Ich danke allen, die die
Reise nach Pinneberg
nicht gescheut haben und
zum Treffen gekommen
sind. Nur dadurch können
wir zeigen, dass unsere
Heimatgemeinschaft
lebt.
Der Besuch aus den Orten
der Gemeinde St.
Lorenz war mit 23 Personen
sehr gut, während
leider die Teilnehmerzahl
aus dem Seebad
Rauschen mit 15 Heimatfreunden gering
blieb. Der treue Kreis aus Georgenswalde/Wamicken
war wieder dabei und
hatte sich um vier Damen vergrößert.
Darunter eine Frau, die als Kleinkind von
der untergehenden „Gustloff ‘ gerettet
wurde. Leider waren die Gemeinden
Kraam und Posselau gar nicht vertreten.
Bei den Rauschnem wurde nach Erinnerung
an Familie Birth, die bei Glaser
Rahlke in der Forststraße gewohnt hat,
gefragt. Eine andere Frage betraf die
Begräbnisstätte des Ehepaares Petrens
aus der „Villa Schubert“, die beim Russeneinmarsch
umgekommen sind. Wer
kann zu diesen Fragen Auskunft geben?
Meine Begrüßung konnte ich nach der
Ortsvertreterversammlung am Samstag
um 14 Uhr mit einem kleinen Vortrag
über die Versammlung und meine Tätigkeit
im abgelaufenen Jahr beginnen. Die
St. Lorenz: Das Kirchenschiff vor der Erneuerung des Turmes 1906
(Quelle: s. Text)
Hotel Bosin, Ort der frühen Katholischen Qottesdienste
Nachfolgend setze ich
den Bericht über die Kirchen
im Rauschener Gebiet
mit einem kleinen
Nachtrag zu St. Lorenz
und fahre in diesem 3.
Teil mit der Katholischen
Kirche und der Baptistenkapelle von Rauschen
fort.
Nachtrag zum Teil 1:
Die Kirche in St. Lorenz
Ich erhielt zwei interessante Mitteilungen,
mit denen ich den Bericht ergänzen
und zum Teil auch richtigstellen möchte.
Frau Helga Gutsch, deren Ehemann
aus Groß-Kuhren stammt, sandte mir ein
Foto aus dem Buch von Walter Hubatsch:
„Geschichte der evangelischen Kirchen
Ostpreußens“, Bd. 2. Die Abbildung zeigt
die Kirche in St. Lorenz in einer Aufnahme
von etwa 1905, also bevor der
Turm erneuert wurde. Das Erstaunliche
an dieser Abbildung ist das nüchterne
Aussehen der beiden Giebel zu dieser
Zeit. Zur Erinnerung: Das Langschiff der
Kirche wurde 1771-73 um zwei Achsen
verlängert. Ich habe vermutet, dass dabei
der linke Giebel eine Stufung erhielt, die
durch Steinkugeln geschmückt wurde,
während der ältere Giebel am Altarraum
kleine Türmchen auf seiner Stufung hatte.
So kannten wir die Kirche.
Sammlung Klemm
Dem Bild von vor 1906 ist zu entnehmen,
dass die Giebel damals keine Verzierung
hatten. Die Gestaltung der Giebel
und der Aufbau der Verzierung muss
also eventuell beim Bau des neuen Turmes
1906 erfolgt sein. Das Kirchenschiff
sah im 19. Jahrhundert sehr schlicht aus
und hatte eine kleine Eingangshalle anstelle
des Turmes.
Die zweite Nachricht kam von Frau
Inge Keller-Domasch, der Autorin des
Buches „Wir aber mussten es erleben“.
Inge Domasch ist im Frühjahr 1945 auf
der Flucht aus dem Memelland mit ihrer
Mutter und einer Cousine nach Neukuhren
gekommen. Dort hörten sie, dass in
Rauschen Pfarrer Weihrauch aus dem
memelländischen Tennetal Konfirmationsunterricht
für Flüchtlingskinder und
auch für Einheimische hielt, den sie und
ihre Cousine dann besuchten. Am 18.
März sollte die Konfirmation in Rauschen
stattfinden. Die Konfirmanden wurden
aber nach St. Lorenz umgeleitet, weil
inzwischen die Kirche in Rauschen durch
05T5CEMbR(NJCHrN
Arbeit am Bildband war
bis auf letzte Korrekturen
abgeschlossen und er
sollte zu Weihnachten
vorliegen. Er wird ein
schönes Geschenk für
Ihre Angehörigen sein
und sollte sofort bestellt
werden.
Rauschen
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