Sternau
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Der Eingangsbereich der Siedlung Sternau/Swjosdnyj unmittelbar an der Reichsstraße 1 Heiligenbeil - Königsberg
gelegen. Asphaltierte Straßen und Bürgersteige, Straßenbeleuchtung, eigene Wasserversorgung, Kanalisation.
Der zur Siedlung Sternau gehörende Bauernhof Packerau. In der Mitte die neue Mehrzweckhalle, 2 renovierte
Stallgebäude. Im linken Stallgebäude die Misch- und Mahlanlage. Dazu gehören 3 neue Wohnhäuser und ca.
1000 vha Pachtland.
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Urlaubsbekanntschaften
Eindrücke eines dreiwöchigen
Samlandurlaubes
Nachdem ich bereits während meiner
fünfmonatigen Mitarbeit in der
evangelisch-lutherischen Propstei Königsberg/Kaliningrad
auf den vielen
Fahrten in die Dorfgemeinden unsere
Heimat in ihrem jetzigen Zustand kennenlernen
konnte, sollte ein dreiwöchiger
Urlaub die gewonnenen Eindrücke
vertiefen. Manche Begegnungen
mit den heutigen Bewohnern
Nordostpreußens werden lange in
meiner Erinnerung lebendig bleiben.
Von einigen will ich erzählen.
Nach einer mehrtägigen Fahrt
durch Pommern kamen wir, meine
Frau Sigrid, meine Schwester Erika
und ich in Cranz an. Unterwegs besuchten
wir in den heutigen polnischen
Gebieten Stargard in Pommern,
die Geburtsstadt meiner Frau,
Marienburg und Danzig. Auf der
Marienburg umwehte uns ein Elauch
der Geschichte, da gerade ein großes
Burgfest gefeiert wurde. Ritter in
Rüstungen begrüßten uns und
Ordensritter in ihren weißen Mänteln
mit schwarzem Kreuz begegneten uns.
Man besinnt sich verstärkt auf die
Vergangenheit und weiß, daß es nicht
nur eine polnische Geschichte war.
I In Cranz hatten wir uns bewußt
nicht im Hotel “Baltische Krone”, dem
Nobelhotel für ausländische Touristen,
sondern in der russischen Pension
“Neringa” in der früheren Alten
Heerstraße, heute uliza Lenina, eingemietet.
Übrigens sehr preisgünstig!
“Neringa” ist der Gemeindeverbandsname
für die im litauischen Teil
der Kurischen Nehrung liegenden
Ortschaften Nidden, Preil, Perwelk
und Schwarzort. Zunächst wurden wir
als einzige deutsche Urlaubsgäste
etwas befangen aufgenommen, zumal
es sprachliche Verständigungsschwierigkeiten
gab. Aber von Tag zu Tag
wurde das Verhältnis unbefangener,
und zum Abschied schenkte die
Direktorin den Frauen einen geschmackvollen
Bernsteinanhänger
und mir eine mit Bernstein belegte
Krawattennadel. Als ich den Mitarbeitern
dann einige Fotos vom alten
Cranz zeigte, waren sie und die
Urlaubsgäste begeistert und konnten
sich nicht vorstellen, daß Cranz einmal
so schön gewesen ist. Feider gehört
Cranz/Selenogradsk, obwohl es Kreisstadt
ist, nicht zu den geförderten
Ortschaften, im Gegensatz zu Rauschen.
Da der Staat keine Aufbaumittel
zur Verfügung stellt und privates
Kapital nicht vorhanden ist, oder
in dubiosen Kanälen versickert, werden
die alten, schönen deutschen
Häuser weithin dem Verfall preisgegeben.
Die ehemals staatlichen Sanatorien,
die die großen Häuser wie das
Kurhaus und die Kronprinzenvilla
nutzten, haben den Zusammenbruch
der Sowjetunion nicht überlebt. Nun
stehen sie ungenutzt und ungepflegt
leer. Dazu verunzieren neue Bauruinen,
die wegen Geldmangel nicht
fertiggestellt werden konnten, den Ort
und seine nähere Umgebung. Aber der
Strand ist an schönen Tagen mit
Badegästen fast überfüllt. Imbißbuden,
mobile Eis- und Getränkeverkäufer,
Angebote zum Ponyreiten und