Bahnhof Rauschen-Ort von der Qieisseite (Archiv Rauschen)
Ostseebad Rauschen
Bahnhof Rauschen-Düne (Archiv Rauschen)
Nach einer Anzeige in dem Prospekt
von 1920 zur 100-Jahrfeier des
Ostseebades gab es im Bahnhofsgebäude
ein gut geführtes Familien-Restaurant
von Fritz Bluhm mit „bester
Küche und guten Weinen“. Später
übernahm Karl Keibel diese Wirtschaft
und zu unserer Zeit hatte sie Theodor
Tomeschat. Uns Kinder
hat der Kiosk von Dorothea
Lemke neben
dem Bahnhof mehr interessiert.
Anders war es beim
Bahnhof Düne, der erst
1906 als Kopfbahnhof
für die Badegäste gebaut
wurde. Luftig und
leicht bestand dieser
Bahnhof aus einer Halle
am Bahnsteig. Allerdings
gab es an mehreren
Flaltepunkten der
Samlandbahn ähnlich
leichte Gebäude.
Dieses Gebäude
mußte in sowjetischer
Zeit massiveren Bauten
weichen. Georgenswalde
muß in den ersten
Jahren auch ein kleineres,
einfacheres Bahnhofsgebäude
gehabt haben.
Der uns bekannte
Bau wurde erst etwa
1918 errichtet. Er ist mit
4 Geschossen wohl das
größte und absonderlichste
Gebäude der
Samlandbahn. Aufgrund
des hohen Bahndammes
liegt der Ausgang zum Bahnsteig
im 2. Stock! und der Eingang im
Erdgeschoß. Der Bahnkörper hatte hier
nur ein Gleis.
Warnicken als Endpunkt der Samlandbahn
(der Weiterbau nach Groß
Dirschkeim wurde Ende der 30iger
Jahre begonnen und kriegsbedingt abffruss
aus Warnicken.
Bahnhof Warnicken von der Qieisseite (Samml. Klemm)
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1
Heft
Königshery (Pr) N. - Rauschen D.
oder umgekehrt.
Gültig zur einmaliger Fahrt
3 2. Hl. 3
Blatt Nr. 02
Deckel des Blockheftes und Fahrschein (Archiv Rauschen)
Bloekfahrkarte
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gebrochen, dann im Januar
1945 ausgeführt)
hatte neben dem Bahnhof
Abstell- und Rangiergleise
und einen
Wagenschuppen.
Das Einzugsgebiet
der Samlandbahn in unserem
Gebiet war sehr
weiträumig. Die Landbevölkerung
mußte bis
zum nächsten Bahnhof
weite Strecken zurücklegen,
ganz gleich ob sie
von Brüsterort nach
Warnicken oder von
Kraam nach Rauschen
wollten.
Abschließend die
Abbildung einer Fahrkarte
von Rauschen-Düne
nach Königsberg
(Pr)-Nordbahnhof aus
dem Blockheft für die
2. Wagenklasse von
1943. Das Heft mit 10
Fahrscheinen für die
einfache Fahrt kostete
11,-- RM. Allerdings
fuhr in der 2. Klasse
auch nicht jedermann. Ich entsinne
mich nur der lackierten Holzbänke der
3. Klasse.
Im nächsten Heimatbrief werde ich
über die Schriften und Karten zur
Eröffnung der Samlandbahn berichten,
an denen Honoratioren mitgewirkt
haben, die zu den Gästen von Rauschen
gehörten.
Mit den besten Wünschen für eine
schöne Sommerszeit und dem Dank
von Fritz für die zahlreichen Geburtstagsgratulationen
verbleiben wir mit
heimatlichen Grüßen
Euer Hans-Georg Klemm,
Sudetenstr. 11, 91080 Uttenreuth,
Tel.:0 9131-5 84 89
und Eure Billjötts aus Frankfurt