Pobethen
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Liebe Landsleute,
zunächst möchten meine Frau und
ich uns herzlich für die vielen Wünsche
zu den Feiertagen bedanken.
Die Vorbereitungen für unsere Reise
in die Fleimat vom 12. bis 18. Juni
2001 sind abgeschlossen. Das Programm
steht fest und wir hoffen auf eine
reibungslose Fahrt und schöne Tage
mit dem Busunternehmen Busche.
Geplant ist eine Fahrt durch das Samland,
eine Stadtrundfahrt in Königsberg,
sowie eine Fahrt auf die Kurische
Nehrung nach Pilikoppen. Außerdem
werden wir einen Tag der Begegnung
mit der heutigen Bevölkerung in der
Schule Pobethen verbringen. Wir freuen
uns auf diese gemeinsame Reise.
Schon die Überschrift deutet daraufhin,
daß es hier im wahrsten Sinne
des Wortes um eine „pfundige“ Angelegenheit
geht. Genauer gesagt, handelt
es sich dabei um überflüssige bzw.
zu viele Pfunde, die zum Verdruß am
Korpus von Männlein und Weiblein
meistens gerade da sicht- und fühlbar
werden, wo man sie lieber nicht haben
und folglich wieder loswerden möchte.
Dies ist nicht nur heutzutage so, wie
die Abhandlung dieser Episode beweist.
Während des diesjährigen Kreistreffens
am dritten Wochenende im
September in Pinneberg ist anl. des
50jährige Jubiläums zwischen dem
Kreis Pinneberg und der Kreisgemeinschaft
Fischhausen e.V. ein umfangreiches
Programm vorgesehen. Einzelheiten
erfahren Sie an anderer Stelle dieses
Heimatbriefes. Bitte planen Sie
diesen Termin rechtzeitig ein. Wir wollen
als Pobether Ortsgemeinschaft gemeinsam
an diesen Veranstaltungen
teilnehmen.
Ich wünsche Ihnen einen erholsamen
Sommer und freue mich auf ein
Wiedersehen im September in diesem
Jahr in Pinneberg.
Euer Ernst Wittrien,
Hans-Thoma-Straße 11, 76316 Malsch.
Telefon: 07246 - 5907
Es hat Zeiten gegeben - eine davon
liegt noch gar nicht allzulange zurückda
waren Diätkuren überflüssig, Kalorientabellen
out und Cholesterinwerte
unbekannt. Jetzt gibt es eine Vielzahl
von Präparaten und Methoden, wodurch
sich die zahlreichen Übergewichtigen
um Pfunde und auch
Moneten erleichtern können.
Ja wie steht es um die Figur? Ein
Blick in den Spiegel sagt da mehr aus
als tausend Worte. Man sagt: „Er oder
sie macht eine gute Figur.“ Infolgedessen
scheint eine gute Figur erstrebenswert
zu sein, sofern sie nicht von Natur
aus da bzw. durch falsche Eßgewohnheiten
abhanden gekommen ist. Schönheitsideale
sind abhängig von Kultur
und Zeitgeist. z.B. gibt es auf den
Gemälden des berühmten Malers Peter
Paul Rubens so manche üppige weibliche
Schönheit zu betrachten. Eine orientalische
Bauchtänzerin mit Twiggy-Figur
ist kaum vorstellbar. Abbildungen
von pausbäckigen Engeln lassen
vermuten, daß in himmlischen Gefilden
zumindest gute Hausmannskost geboten
wird. Allgemein wollen Mannsleut
bei Frauen eher „etwas zum Anfassen“
und „Holz vor der Hütten“ haben als
sich an einer „Bohnenstange“ blaue
Flecken einzuholen. Außerdem hat ein
„Gutgenährter“ im Bedarfsfall etwas
zuzusetzen, heißt es. Nun ja, aber alles
im rechten Maß. Doch davon war
man wohl in nachfolgenden Beispielen
längst vergangener Tage abgekommen.
fOrt
der Handlung war das ostpreußische
Ostseebad Neukuhren, neben
Rauschen und Cranz an der schönen
Samlandküste gelegen. Man schrieb
das Jahr 1939. Ihres Lebens erfreuten
sich damals dort zur Sommerferienzeit
Mutter Olga Boenke, ihre langjährige,
ebenfalls verheiratete, aber kinderlose
Freundin Marthe Lemke zusammen
mit dem 11jährigen Knaben Dieter,
zweiter und jüngster Sproß der Familie
Boenke. Noch ahungslos von nahender
Kriegsgefahr, genoß man als Feriengast
die vielen Annehmlichkeiten
im schönen Ostseebad Neukuhren,
nicht zuletzt gehaltvolle, schmackhafte
Kost und süffige Getränke. Während
Letzteres bei Dieter nur Gutes bewirkte,
bemerkten die ohnehin vollschlanken
Damen, beide so um die Fünfzig,
daß das eine oder andere Kleidungsstück
nicht mehr so recht passen wollte.
Beim enganliegenden Badekostüm
machte sich dies besonders unvorteilhaft
bemerkbar und das mißfiel beiden
sehr. Also wollten die Damen durch
mehr Baden, Schwimmen und Wandern
Abhilfe schaffen und sich vor
allem mit dem Essen sehr zurückhalten,
besonders von Torte und Schlagsahne.
Das wollte schon was heißen,
waren sie doch ausgesprochene „Kaffeetanten“.
Fürs Baden und Schwimmen verfügten
beide über einen guten „Kälteschutz“.
Sie hielten sich immer noch
im Wasser auf, während Dieter mit seinen
Spielkameraden bereits zum dritten
Mal baden ging. Marthe kam mitunter
allein aus dem Wasser, weil
„Olli“ - so nannte sie ihre Freundin
Olga - mit irgendeinem anderen Badegast
ins Gespräch gekommen war und
man fürchten mußte, an diesem Tag
ohne Mittagessen auskommen zu müssen.
Olli besaß übrigens die Fähigkeit,
fast auf der Stelle schwimmen zu können.
Jedenfalls kam sie nur ganz langsam
voran. Erzählte sie dann, sie wäre
von einer Mole zur anderen geschwommen
- das waren immerhin etwa
200 Meter - machten alle Zuhörer
ungläubige Gesichter. „Kaum zu glauben“
oder „aber doch nicht heute“
meinte der eine oder andere dazu. Olli
Eine „PfuncTsache aus Neukuhren
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