Nur inzwischen war es ungemütlich stürmisch
geworden. Unzählige dicke
Schneeflocken sausten schräge vor unseren
Augen zur Erde. Und dann plötzlich
diese Dunkelheit. Endlich kam der
Zug. Die Pendler waren nur schemenhaft
zu sehen, stiegen aus und eilten
davon. Wir liefen den Bahnsteig rauf und
runter, konnten unseren Vater aber nicht
erblicken.
Enttäuscht - nun aber nichts wie nach
Hause. Also die Chaussee bergauf und
bergrunter, dann links Richtung Regehnen
durch die Grund (Forkener Mühlenfließ),
ins Dorf hinein. Dort war weder
eine Menschenseele draußen noch der
sprichwörtliche Hund. Dann links zwischen
dem Insthaus und Sattler Schwill
in den graden Feldweg hinein. Hier war
kein Weg mehr auszumachen. Wir tasteten
uns an einigen Gartenpfählen entlang
und dann erlebten wir die Schneehölle.
Die Schneemassen tobten und sausten hier
erst recht auf uns ein. Die Sicht keine
drei Meter, über uns die schwarze Nacht.
Die Augen wurden förmlich mit Schnee
verstopft, Tränen waren auch mit im Spiel.
Ich wurde von meinem Bruder Horst
geschleppt und gezogen, denn der Schnee
war mir viel zu tief. Ich meldete immer
wieder das Ende meiner Kräfte lautstark
an. Erbarmungslos ging es vorwärts. Ein
Ausruhen gab es nicht, denn das konnte
verhängnisvoll werden. Immer weiter
querfeldein umherirrend, Spuren konnte
hier niemand verfolgen, ein Gehöft
war nicht zu erspähen.
Doch dann die markante gekrümmte
Birke! Wir griffen nach ihrem Stamm.
Ihre Krone zeigte unverkennbar nach
Stabhornen. Wir hatten wieder neue
Hoffnung. So konnten wir die rettende
Richtung anpeilen und ganz verbissen
unser Ziel suchen. Wir sind dann noch
in einen tiefen Grenzgraben gefallen, der
nur die richtige Richtung bestätigte.
Konnten aber bald unsere besorgte Mutter
und auch unseren Vater in die Arme
schließen. Vater war schnurstracks vom
Bahnhof nach Hause marschiert und das
mit schwerem Gepäck und Geschenken.
Nun ja, er war eben Soldat. So konnte
das Weihnachtsfest voller Spannung kommen.
Ich muss gestehen, Weihnachten
1939 war eines der schönsten meiner
Kindheit.
In diesem Sinne auch von mir gesegnete
Weihnachten und ein friedvolles
Neues Jahr.
Gerhard Weiter
Danziger Str. 14
25474 Ellerbek
Liebe Rothener und Nodemser!
Nun
sind schon wieder fünf Wochen
seit unserem diesjährigen Kreistreffen
vergangen. Ich hatte schon einige
Anrufe von alten Freunden, die nicht
mehr kommen konnten. Jeder möchte
wissen: Wer war da? Wer war neu dazu
gekommen? Nicht so gerne fragt man:
Wer war nicht mehr dabei? Aber leider
fehlt an den Tischen doch schon manch
bekanntes Gesicht. Ja, auch in unserer |
Runde fehlt nun unsere Christel Wittkau I
(Hessel) aus Grebieten. Sie ist im August
nach schwerer Krankheit verstorben. I
Da kommt denn doch am Tisch eine
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recht nachdenkliche Stimmung auf. Wir
alle müssen ja schon dankbar sein für
jedes Jahr, in dem wir noch an dem
Kreistreffen teilnehmen können.
Wegen Krankheit fehlten diesmal auch
einige die sonst immer da waren. Aber
mit dabei waren wieder Ruth Ziske (Hamann),
Rudi Schaack, Edelgard Audehm
(Jungclaus) und aus Grebieten Hilda Thurau
mit Mann.
Und zu unserer großen Freude war die
Lena Heyse (Dölle) aus Berlin gekommen.
87 Jahre alt und fit und fröhlich
wie eine 30-Jährige. Da gab es nun viel
zu erzählen. Sie hat die alte Heimat auch
schon besucht und ist erschüttert wie wir
alle über die Zustände dort. Sie lässt alle
Bekannten herzlich grüßen. Am späten
Nachmittag tauchte dann noch der Sohn
von Dore Hübner (Rethmeier) auf, die
leider auch nicht selbst kommen konnte.
Dores Sohn bastelt am Stammbaum der
Hübner-Familie. Nun konnte er doch
auch noch einiges bei der Tischrunde
erfragen.
Ja, und zum Schluss hatte ich persönlich
auch noch ‘ne Freude. Der Enkelsohn
von Opa Schwarzkopf, Karl Kristandt
aus Fischhausen fragte nach mir. Mit
Schwarzkopfs haben meine Eltern ja im
selben Haus gewohnt, und als Kinder
haben Karl und ich noch zusammen gespielt.
Die Freude war groß und das Erzählen
wollte gar kein Ende nahmen.
Nun hoffen wir, dass wir uns im nächsten
Jahr beim Kreistreffen alle fit und
fröhlich Wiedersehen.
Ich grüße Euch herzlich
Eure
Eva Schwarz geb. Hamann
Alter Schulweg 8
25724 Neufeld/Holstein
Tel.: 04856 - 322
Ortstreffen der Trankwitzer und Trenker
Viele Grüße
Eure Ingrid Scheuer
Lärchenweg 7
51503 Rösrath
Tel./Fax: 02205-3876
Die
Dorfgemeinschaft von Trankwitz
und Trenk traf sich am 31.08.02
zum 12. Mal in der Forsbacher Mühle in
51503 Forsbach. Das Treffen war wieder
ein fröhliches Wiedersehen für alle.
Nachdem wir den ernsten Teil miteinander
besprochen hatten, folgte ein lockeres
und heiteres Programm mit Gesang,
Theaterstückchen, Fotografieren
und viel Schabbern.
Leider ist sichtlich spürbar, dass Jahr für
Jahr unsere schöne Gemeinschaft kleiner
wird. So hatten wir dieses
mal 13 Todesfälle zu beklagen.
Das nächste Treffen
soll in 2 Jahren stattfinden,
so Gott will.