Die Hauptstraße in Neukuhren
Kurzform den Ablauf der Fahrt nach
Rauschen und Umgebung geschildert und
dafür möchte ich mich bedanken. Ermöglicht
hatte diese Reise Luba Mostakowa,
Inhaberin des Reisebüros Brisen
in Rauschen, Königsberg und Moskau,
die mit Marianne Bestmann eng befreundet
ist.
Gestartet wurde am 3. Mai 2002 um
3 Uhr früh mit zwei von Luba Mostakowa
nach Timmendorfer Strand georderten
Kleinbussen, die am gleichen Tag nach
einer abenteuerlichen Fahrt um 17 Uhr
ihr Fahrtziel Rauschen erreicht hatten.
Nach einem kurzen Spaziergang zum
Strand, einem kargen Abendessen ging
es todmüde ins Bett. Der nächste Tag
führte die Reisegruppe nach Neukuhren.
Bei hochsommerlichen Temperaturen spazierte
man am Strand bis zur Wanger
Spitze. Die Steilküste wurde erklommen
und über Wiesen ging es zurück nach
Neukuhren zum früheren Gut Wangenkrug,
von dem lediglich noch ein ehemaliges
Insthaus übrig geblieben ist. Es
folgte ein Besuch in der Brüsterorter
Siedlung. Hier hat Helga Jaeckel (geb.
Neumann) mit ihren Eltern und Geschwistern
als Kind gelebt. Der
Weg wurde fortgesetzt durch
das Lachsbachtal zum berühmten
Borstenstein. Mit dem Zug
ging es zurück nach Rauschen
mit einem abschließenden Spaziergang
durch den Ort, der am
darauf folgenden Tag eingehend
„unter die Lupe“ genommen
wurde. Beeindruckend der
Rundgang um den Mühlenteich
in Rauschen mit der wunderschönen
Gegend. Doch es gab
auch Schattenseiten. „Nur Dreck
ofo. p"y. un(j Müll. Es ist schade, dass
nichts gepflegt wird“, so geben Kurt und
Helga Jäeckel ihre Eindrücke wieder. Enttäuscht
zeigten sie sich auch von dem
Besuch in Cranz. Dort habe sich in den
letzten zwei Jahren überhaupt nichts getan.
Etwas deprimiert kehrte die Reisegruppe
nach Rauschen zurück, um hier
den Rest des Tages am Strand zu verbringen.
Noch einmal ging es dann nach
Neukuhren. Diesmal fuhr man mit dem
Zug in das ehemalige schöne Ostseebad.
Auf dem Besuchsprogramm stand die
Fischersiedlung. Marianne Bestmann, die
schon von ihrem Vater „Siedlungsbesen“
genannt wurde, kannte hier jedes Haus
und jede Familie, die dort gewohnt hatte.
Sie erwies sich als eine perfekte Reiseleiterin.
Der Zutritt zum Hafen wurde
der Besuchergruppe mit den Worten „Njet
Germanski“ verwehrt. „Man hat uns gesagt,
dass fotografieren in Neukuhren
nicht erwünscht ist“, schreibt Helga
Jaeckel in ihrem Reisebericht. Auf dem
Bahnhof wurden dann zwölf Tickets für
die Rückfahrt nach Rauschen gelöst. Beim
Einsteigen machte der Zugführer den
Fahrgästen klar „Maschin kaputt“, und
so blieb nur die Fahrt mit dem Taxi.
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Am nächsten Tag zogen die „Timmendorfer“
erneut nach Neukuhren Diesmal
ging es zu Fuß nach Rantau, einen Bekannten
aus Wismar zu besuchen, der hier
mit einer Russin zusammenlebt. Nach diesem
Besuch marschierten alle gemeinsam
querfeldein in Richtung Strand. Bei 29
Grad Celsius nahm man ein erfrischenden
Fußbad in der kalten Ostsee. Wie
bereits am Vortag gab es auch diesmal
keine Zugverbindung, per Taxi erreichten
die müden Wanderer ihr Quartier in
Rauschen. Beklagt wurde an allen Tagen
das sehr dürftige Abendessen. Begeistert
waren alle Teilnehmer von der Fahrt am
Himmelfahrtstag nach Nidden. „Endlich
ein Essen, das wir genossen haben“, heißt
es in dem Reisebericht. Bei einem Besuch
in Schwarzort waren alle von der
wunderschönen. Landschaft begeistert.
Ein erlebnisreicher Tag endete wieder in
Rauschen. Es hieß nun Abschiednehmen
von Rauschen, der Küste und einem wunderschönen
Land. Den Ausklang bildete
ein „Ostpreußischer Abend“, improvisiert
von der Reisegruppe aus Timmendorfer
Strand und Umgebung. Am nächsten
Morgen um 8 Uhr begann die Rück-Fliegerhorst
Neukuhren
Zum
12. Treffen der ehemaligen
Flugzeugbauer-Lehrlinge aus Neukuhren
hatte Siegfried Kloss vom 8. bis
11. August 2002 nach Bonn eingeladen.
Das Hotel liegt direkt am Waldrand. Alles,
von den Räumlichkeiten übers Frühstück
bis zum Nachtessen, war super. Jeder
wurde mit großem Hallo begrüßt. Als
wir vollzählig waren, wurde zunächst ein
fahrt, um 15 Uhr war der letzte Grenzübergang
überschritten, um 19 Uhr war
die deutsche Hauptstadt Berlin in Sicht,
und nun ging es endgültig heimwärts an
den Ostseestrand im Bundesland Schleswig-Holstein.
Es war bereits die dritte
Fahrt der Reisegruppe in dieser Zusammensetzung
und auch diesmal zog man
eine positive Bilanz. Die Schönheit der
Landschaft, die Samlandküste, das „Juwel“
Kurische Nehrung und das herrliche
Wetter hatten alle Teilnehmer für
einige Unzulänglichkeiten wie Anreise,
Grenzübertritte, Unterkunft, Gastronomie
und eingeschränkte Bewegungsfreiheit
entschädigt. Das war das Fazit der
Reiseteilnehmer, von denen wir bei unserem
nächsten Ortstreffen am 26. April
2003 in Timmendorfer Strand noch einiges
mehr in Wort und Bild von dieser
„Reise in die Vergangenheit“ erfahren
werden.
Darauf freut sich mit Ihnen
Ihr Ortsvertreter
Dieter Weiß
Breite Lieth 6
27442 Gnarrenburg-Brillit
Waldspaziergang gemacht, dann auf der
Terrasse gesessen, und bald gab’s Abendbrot.
Am 2. Tag ging’s per Bus zum
Rhein, wo schon das Schiff wartete. Kaum
hingesetzt, fuhren wir schon los, an den
unerwartet schönen und gepflegten Ufern
entlang bis Linz. Hier konnte jeder in
der malerischen Stadt Umschau halten bis
zur Rückfahrt auf dem Wasser, wo es 31