Full text : Unser Schönes Samland

die steuerlichen Mittel gerechtfertigt.
Schlagworte wie Demokratie, Freiheit
und soziale Gerechtigkeit dienen als
Knüppel in der politischen Auseinandersetzung.
 Zusätzlich sorgt das „System“

mit Verfassungsschutzeinrichtungen für
seine Unangreifbarkeit. Das alles ist Ausfluss
 der beiden großen Glaubenskriege
des 20. Jahrhunderts. - „Vae Victis“. \

Liebe Cranzer

und liebe Landsleute aus den Nachbarorten!

Zunächst

ein kurzer
Rückblick auf das
Pinneberger Treffen
2002. Mit 69 Teilnehmern
 - davon 55 am
Samstag - lag die Besucherzahl
 unserer Heimatgemeinschaft mit
21 Personen unter der Zahl des Vorjahrestreffens.
 Krankheiten, Todesfälle
und die allgemein schlechte Wirtschaftslage
 sind m.E. die Hauptgründe für den
Besucherrückgang. Trotzdem gehörten
die Cranzer mit den Rauschenern zu den
beiden stärksten Gruppen. Unsere ältesten
 und treuesten Besucher waren Elise
Kessler, geb. Herrmann (*1912), Margarete
Aschmann, geb. Siebert (*1913), und Hermann
 Reese (*1914). Trotz ihres hohen
Alters von knapp 90 bzw. 88 Jahren haben
 sie auch in diesem Jahr das Treffen
nicht versäumt. Dafür ein besonders herzliches
 Dankeschön.
Klaus Lunau brachte unter dem Titel
„Neueste Informationen aus Cranz/
Selenogradsk“ einen Vortrag per Bildwerfer.
 Da er erst kürzlich aus Selenogradsk
 zurückgekommen war, unterrichtete
 er uns über die dortigen letzten Veränderungen,

 die von uns mit großem Interesse
 aufgenommen wurden.
Erich Schlothauer, der als Nachfolger
von Bruno Radtke die Führung der Cranzer
Geburtstagsliste übernommen hat (siehe
Heimatbrief 11/2002 S. 17), war mit seiner
 Frau Helene ebenfalls in Pinneberg.
Ich hatte somit die Gelegenheit, das Ehepaar
 Schlothauer den anwesenden
Cranzem vorzustellen. In diesem Zusammenhang
 bitte ich Sie, alle die Geburtstagsliste
 betreffenden Daten, möglichst
sofort an Erich Schlothauer, Bremer Straße
 9, 34399 Oberweser, weiter zu geben.
Dazu gehören z.B. Todesfälle, Wohnungsänderungen
 oder Berichtigungen zu
falschen Angaben über die im Ostpreußenblatt
 oder im Heimatbrief als
Geburtstagskinder genannten Personen.
Die Identität der im Heimatbrief III
2002, S. 10 abgebildeten Konfirmandin
ist geklärt. Es handelt sich um Charlotte
Lecontre, geb. Fuhrmann, * 28.07.1928.
aus Wosegau. Eine Todesanzeige im Ostpreußenblatt
 - Folge 29 - vom 20.07.2002
führte mich auf die Spur. Dort wurde der
Tod von Gerhard Fuhrmann aus Cranz/'
Wosegau angezeigt. Vage hatte Alfred

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Karpowski bei der Übergabe des Konfirmandenbildes
 den Namen Fuhrmann genannt.
 Da ich in meiner Kartei den Bruder
 Erwin des Verstorbenen erfasst habe,
nahm ich mit diesem Verbindung auf. Der
bestätigte mir, dass die Konfirmandin
seine Schwester Charlotte wäre. Leider
ist diese bereits am 13.12.1974 verstorben.
 Das Bild besitzt jetzt Erwin Fuhrmann,
 der Reproduktionen davon an seine
noch lebenden Geschwister und Verwandten
 weitergeben wird.
Beim Treffen in Pinneberg am 14.
September wurde ich von Klaus Lunau
total überrascht. Er eröffnete mir, dass
er nach langem Überlegen und sanftem
Zureden seiner Frau Valentina entgegen
seiner bisherigen Ablehnung nunmehr
bereit wäre, mich als Ortsvertreter der
Cranzer Heimatgemeinschaft abzulösen.
Damit hat Klaus eine große Last von

meiner Seele genommen. Nun bin ich
doch sicher, dass unsere Heimatgemeinschaft
 nicht auseinanderfallen, sondern
weiterhin bestehen wird. - Am Abend
des 14.09. nach Beendigung des Bildervortrages
 habe ich die ca. 45 anwesenden
 Cranzer von Klaus seiner Bereitschaft,
 mich als Ortsvertreter abzulösen,
unterrichtet.
Die nach kurzer Diskussion erfolgte
Abstimmung ergab die volle Zustimmung
 für den vorgesehenen Wechsel bei
einer Stimmenthaltung und ohne Gegenstimme.
 - Ich bin überzeugt, in Klaus
den geeigneten Nachfolger gefunden zu
haben. Er ist 7 Jahre jünger als ich, gesundheitlich
 nicht angeschlagen, dynamisch
 und voller Schaffenskraft. Durch
seine Heirat mit der ehemaligen russischen
 Deutschlehrerin Valentina hat er
gute Verbindungen zu den Führungskräften

 der Stadtverwaltung
 von
Selenogradsk. Klaus
hält sich mit seiner
Frau in jedem Jahr
etwa 3 Monate in
Cranz auf und kann
uns jeweils über
das Neueste von
dort berichten. Ich
wünsche ihm für
seine Arbeit alles
Gute und werde ihn
soweit gewünscht
oder erforderlich
unterstützen. Klaus
wird sich in diesem
Heft mit einem gesonderten
 Beitrag
zu der Übernahme
an Sie wenden.

Diese Winteraufnahme zeigt die bis in die 30er Jahre durch Frau Anna
Krueger als Pension geführten Häuser in der Plantagenstraße Nr. 6.
Dazu gehörten die beiden vorderen Qebäude und das Qartenhaus dazwischen.
 Frau Anna Krueger war die Mutter unserer Mittelschullehrerin
Margarete Krueger. Die Aufnahme gelangte erst im Juni d.J. in meinen
Besitz. Sammlung: Rosenbaum