sehr beeindruckend. — So bekam ich einen
kleinen Einblick in die umfangreiche
und aufopfernde Tätigkeit.
Wer diese Arbeit unterstützen möchte,
kann sich gerne wegen weiterer Information
an mich wenden.
Ihre
Hadwiga Meyer geb. Mückenberger
Stader Str. 5
21737 Wischhafen
Tel.: 04770 - 339
Reise nach Nord-Ostpreußen und Litauen
Tn der Zeit vom 25.5. - 3.6.2002 nah-Jjnen
ehemalige Ostpreußen sowie mehrere
Nicht-Ostpreußen an einer Studienfahrt
nach Nord-Ostpreußen und nach Litauen
teil.
Die Reise führte uns zunächst über
Schneidemühl zu dem ehemaligen Ostseebad
Rauschen (Swetlogorsk). Von dort
aus wurden Erkundungsfahrten nach
Königsberg, Pillau und in die nähere
Umgebung der Region unternommen. In
der Kant-Stadt Königsberg wurden u.a.
der Dom mit dem neu eingerichteten
Kant-Museum und das Bernstein-Zimmer,
das sich in dem Dohna-Turm am
Oberteich befindet, besichtigt.
Auch das deutsch-russische Elaus sowie
die neu errichtete evangelische Kirche
in Königsberg waren im Besuchsprogramm.
Erstaunt war die Reisegruppe, als sie
vor dem Dom zwei deutsche Polizeifahrzeuge
aus Lübeck mit sieben Polizeibeamten
in Uniform antraf. Es waren
Teilnehmer der Fachhochschule in Lübeck,
die sich zu einem Freundschaftsbesuch
ihrer russischen Kollegen der
Polizeischule Königsberg/Kaliningrad
aufhielten. Dieser Besuch zeigt, dass die
freundschaftlichen Beziehungen der Menschen
untereinander weiter gediehen sind,
als die politischen Vorgaben.
Nach einem dreitägigem Aufenthalt in
Nord-Ostpreußen ging es mit dem Reisebus
über die Kurische Nehrung, die eine
Oase der Schönheit ist, nach Litauen. Auf
der Kurischen Nehrung wurde die malerische
Ortschaft Nidden mit der Dünenlandschaft
und das Thomas-Mann-Sommerhaus
besucht, ehe es nach Klaipeda/
Memel weiter ging. In Klaipeda wurden
die Altstadt, das wilhelminische Postamt
und das Ännchen von Tharau besichtigt.
Später schloss sich eine Fahrt zu Litauens
bekanntestem Ostseebadeort Palanga
an.Eine Reise durch das ehemalige Memelland
führte uns zum litauisch/russi-Redaktionsschluss
für Folge 156
ist der 10. Oktober 2002
52
sehen Grenzübergang nach Tilsit. Die
Stadtbesichtigung in Tilsit war angesichts
der geschichtlichen Ereignisse dieser
Stadt aufschlussreich.
Die letzte Übernachtung im russischen
Ostpreußen verbrachte die Reisegruppe
in einem idyllisch gelegenen Forsthaus
in der Nähe der früheren Kreisstadt
Labiau, bevor es über Stettin wieder nach
Deutschland
Es hat den Anschein, dass inzwischen
im russischen Ostpreußen wieder verstärkt
Ackerbau betrieben wird. Im Vergleich
zu den Vorjahren konnte man vermehrt
den Anbau von Kartoffeln, Getreide
und Raps beobachten.
Erfreulich bleibt festzustellen, dass
sich immer mehr Menschen für Ostpreußen
interessieren und auch mitfahren,
die in der Vergangenheit keine so
große Beziehung dorthin hatten. Die
Reise im Mai des nächsten Jahres wird
uns voraussichtlich in das Königsberger
Gebiet und nach Masuren führen.
In heimatlicher Verbundenheit
Euer Herbert Laubstein
Amselstraße 29
58285 Gevelsberg
Tel./Fax 02332/80577
Zum 13. Mal nach Powunden und Umgebung
Im
Frühjahr 2002 fahren wir über
Graudenz, Osterode, Allenstein, Gutstadt,
Heilsberg, Bartenstein bis zur
Grenze bei Pr. Eylau. Die Kontrolle Polen
- Russland dauert etwa eine Stunde.
In Königsberg wohnen wir wieder im
Hotel Tourist. Am nächsten Tag, es ist
Sonntag, machen wir eine Stadtrundfahrt
mit dem Bus. Veränderungen kann man
kaum wahrnehmen
Am Sonntagnachmittag waren wir mit
dem Taxi in Kanten - Fritzen /
Sosnowka, dort ist noch alles wie im
Jahr davor. In ßollgehnen / Gorlowka
ist nicht mehr viel vom alten Dorf erhalten.
Das Haus Wenk ist immer noch
nur halb umgebaut. Die Ställe sind alle
abgerissen. In Uggehnen - Matrosowo,
hier ist das Zentrum von dem Dorfrat
Xrabrowo Powunden, ist schon in allen
Jahren mehr gebaut worden, als in
den anderen Dörfern. Am Anfang des
Dorfes stehen zwei neue Häuser. Das Haus
von Mißfelder steht schon drei Jahre ohne
Putz. Auch das Haus von Pohl ist immer
noch im Rohbau. Die Grundstücke beiderseits
neben Pohl sind im Laufe der
Jahre überholt worden, aber jetzt verfallen
sie wieder. Das Haus an der Ecke zur
Auffahrt Haus Pohl ist von den vielen
Bäumen befreit, hat einen neuen Zaun
und ist weiß gestrichen worden. Das Haus
von Seil ist umgebaut und auch weiß
gestrichen worden. Dort, wo der Wirtschaftshof
von Doepner war, haben die
Russen viele neue Häuser gebaut. In
Karmitten steht der Kälberstall an der
Straße nach Powunden als Gerippe in der
Landschaft. Die Mauern und die Balken
darauf stehen noch, ob sie nicht mehr
weiter abbrechen dürfen? Jetzt wird auch
schon in Karmitten mit dem Abriss von
kleinen Ställen begonnen, z.B. der Stall
vom letzten Haus gegenüber von Haus
Sehmer.
Powunden / Xrabrowo ist im Pfarrhaus
immer noch ein Hotel für Offiziere. Die
Kirchenruine ist von der Natur bald zu- 53