Full text : Unser Schönes Samland

reiche Wochen vor seinem geistigen Auge
entstehen lassen und sich in jenes Paradies
 der Erinnerung begeben, aus dem
man bekanntlich nicht vertrieben werden

kann.
Urlaub im heimischen Bereich kann
natürlich auch sehr schön sein. Man muss
nur mit offenen Augen durch Feld und
Flur wandern. Irgendwo, bei seidig blauem
 Himmel, gemütlich auf einem Feldweg
 schlendern, hohes Gras zu beiden
Seiten, wo rosa, gelbe, weiße und violette
Feldblumen ihre Farbenpracht entfalten.
In der Ferne ein wogendes Meer von
Lupinen, welches das leuchtende Blau
weithin sichtbar macht. Schnappen Sie
sich Ihren Drahtesel, erradeln und erkunden
 Sie den Liebreiz verschwiegener
Sandwege, Kiefernwälder und Heidelandschaften.
 Und das alles gibt es zum
Nulltarif. Nur strampeln müssen Sie

selbst. Auf geht’s! Die Franzose William
Beebe sagte einmal: „Rund um uns führt
uns die Natur die abenteuerlichsten Dinge
 vor. Wir brauchen nur hinzusehen.“
Nun möchte ich Ihnen noch davon
Kenntnis geben, dass unser Heimatfreund
 Heinz Bahr, Kalthof, unerwartet
im Alter von 69 Jahren verstorben ist.
Nach der Trauerfeier, an der ich persönlich
 teilgenommen habe, hatte ich Gelegenheit,
 den Angehörigen mein tiefes
Mitgefühl auszusprechen.

Machen Sie’s gut. Es grüßt Sie, wie
immer, in alter heimatlicher Verbundenheit,
 sehr herzlich

Ihr Willy Fischer
Strumannstr. 4
48231 Warendorf
Privat: 02581 - 603 41

Liebe Rossitter,

unser kleines Treffen in Lüdersburg liegt
nun schon einige Zeit zurück und ich bin
inzwischen auch in Rossitten gewesen.
Ich danke Euch nochmals für Euer Kommen,
 Euch kennen zu lernen war mir eine
große Freude. Danken möchte ich aber
auch jenen Rossittern, die nicht kommen
konnten, die aber gedanklich, brieflich,
fernmündlich dabei waren.
Der „Rossittertag“ in Rossitten/
Rybatschy findet am Sonntag, dem 11.
August 2002 in Rossitten statt. Alle, die
daran teilnehmen wollen, sollten sich
baldmöglichst um ein Visum bemühen.
Und setzt Euch wegen der Unterkunft mit
Frau Galina Lotogusova, Gagarinst.
Rybatschy, Telefon 007 01150 /21123

(auch Fax) in Verbindung.Galina könnte
 auch die Einladung schicken, die dann
über das Konsulat eingereicht werden
muss. Man kann an das russische Konsulat
 nach Bonn schreiben oder nach
Hamburg.
Über einige Reisebüros kann man aber
auch ein Visum bekommen. Das ist der
einfachere Weg. (Z.B. Ideal-Reisen in
Hannover, Telefon 0511 - 716738, Appelstr.
 19, 30167 Hannover.) Je früher das
Visum beantragt wird, um so günstiger

wird es.

Neueste Informationen aus Rybatschy:
Die Schule und die Fischereikolchose
wollen das alte Vogelwarte-Gebäude als

Projekt zu einem Museum
 für Fischerei und
Dorfgeschichte sanieren.
 Man erwartet natürlich
 Mithilfe der alten
Bewohner. Rege Bautätigkeit
 gibt es mittlerweile
 auch im Ort. Auf
Hageleits Grundstück
entsteht eine „Synagoge“
- Haus mit Türmchen.
Das wird ein Geschäft
mit Hotel. Die Bewohner
 waren auch eifrig
dabei, den Winter auszukehren.
 Laub und
Schmutz wurden zusammengekehrt und
beseitigt. Ein wenig sauberer sieht Rossitten
 schon aus.

Es lut sich was: Neubau in Rossitten

Foto: priv.

im September in Pinneberg. Bis dahin
alles Gute und heimatliche Grüße,

Bitte gebt mir baldmöglichst Nachricht,
ob Ihr an dem Rossitter-Treffen teilnehmen
 werdet. Sollten wir uns im August
nicht in Rybatschy treffen, dann vielleicht

Eure
Waltraut Rohstock
Kirchtwiete 5
21379 Lüdersburg
Tel.: (04139) 6164

Liebe Rothener und Nodemser!

T7~ aum hatte ich den letzten Heimat
J\d)rief in Händen, da gab es schon die
ersten Anrufe bei mir. Mensch , Eva,
weißt Du gaaanuscht mehr von Rothenen
zu erzählen?? Na ja,'da spulte es bei mir
ja gleich wieder rückwärts, was gab es
denn noch so zu „unserer Zeit“ in
Rothenen?? — Die Schule, — das Kinderfest!
 Also Photos raus und gekuckt.
Ach ja, schön wie ihr mich da alle ankuckt,
 und so hübsch mit Kränzchen im
Haar. Aber wer ist das nun bloß alles???
Langsam läuft die Spule rückwärts und

dann funkt es. 1931 ist das Photo gemacht.
 Lehrer Stuck hatte das Kinderfest
 organisiert.

Mit bunten Fähnchen marschierten wir
zur „K r a i g“. Da auf einer Weide von
Paul Wittkau wurde gefeiert. Wir hatten
auch einen Reigen eingeübt. Immer zwei
von uns waren die Pferdchen, eine war
der Kutscher. Lisa Pantel und ich also
die Pferdchen, Anni Grünbaum der Kutscher.
 (Wisst ihr das noch ?) Wir hatten
Leinen mit kleinen Glöckchen dran. Nach 49