Full text : Unser Schönes Samland

Porta¡$ die Standbi/der des hei ii gen St.Adalberts
und des ersten evange/ischen Bischofs von Po/entz.
Darüber habeich bereits geschrieben. Die Turm -
ha/Je der kiircbe wurde zum Andachtsraum für
die gefallenen des Z Cdeiikrieges ausgebaut. Durch
teilweise Verdeckung durch die Häuser der Langgasse,

kam diese schmucke
kiirche nicht übera/i
vollzur Qeitung, was
besonders die v/e/en
Besuchersehr bedauerten.
 Unweit
dieser Mirche befand
sich das 487-5 erbaute
Rathaus, das über
den Gingang das
schön gestaltete
Fischbausener Stadt
Wappen trug. Gs
zej'gte einen biauen
ihofssfab, gekreuzt

mit einem si/bernen Schwert mit einem go/denen
Qr/ff. darunter ein aufwärts streben der si/berner
Fisch. Ansonsten war dasa/te Rathaus ein nicht
sehr schönes Qebäude mit einem grotesken /arm,
der im Voiksmund den Spottnamen „Fischhausener
Qaigen "erhielt. Das spätere neue Rathaus hatte
diesen Turm nicht mehr. 7m /-lur des Rathauses
Bonn ten die Besucher einen präparierten Pich köpf
mit einem großen Schaufelgeweih von 4,95~m Spannweite
 bestaunen. Dieser Sich, der aus dem Sita dt -
wa/d stammt, wurde vom letzten städtischen Oberforster
 Sonnenberg er/egt. 7m sch/ichten Qerichtsgebäude
 in der v. Po ientzstraffe befand sich im Richterzimmer
 ein großes Qemäide, das den Stadtgründer
Siegfried von Re/nstein fauch von Regenstein) zeigte
(4zg& -3348). 7n Bahnhofsnähe ( prüf Hagseriingk-30



Straße ) befand sich das stattliche and modern
aus gestaltete Schulgebäude (49<f9j. Vor der Schule
dar das Heldendenkmai, ein über HO Tonnen schwerer
lind Un g aus dem Frischen Haff stammend. Sin
Schmuckstück war das zweiflügelige Mreishaus
(490' H gegenüber der Bahn auf der Schwedenschanze
err/chtet. Gssah wie ein Sch/oßaus. Dieses Qebäude
d/ente nach Auflösung des Hreises F/'schhausen {4939)
als Landwirtschaftliche Schule. Das Bierbrauen wurde
in Fischhausen groß geschrieben, denn um 4?SO gab

es in der kleinen Stadt 2_o Brauereien. /Vach 490F
gab eshier neunzehn Schankstätten, die dann in
der roigeze/t auf ein erträgliches Haß reduziert
wurden.Die vom Orden gebaute üiossermühie ander
Mündung des Çermauer Mühlenfließes {später Qrambergische
 Müh/e) mußte schließlich einer modernen
Dampfmühie weichen. Sie könnte von 4878stammen,
denn an der Mauer wand war,, C. Porr4878 "eingemeiße/t.
Des weiteren gab es noch zwei {¿i/ndmühien, wovon eine
 b ein? L andratsamt, die andere auf dem Mühieobeig
am Dargertdeg ¿war. Anstelle der zwestgenannten
Mühie entstand später die Beromühie. a/s moderne 31