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Philosophie Kants den unbedingten
Willen zum Frieden und zur Achtung
vor dem Mitmenschen verlangt.
Dieser Geist, in der Charta der
Heimatvertriebenen manifestiert,
ermöglicht auch die Brückenfunktion
zu den heutigen Bewohnern der
Vertreibungsgebiete. Gerade die vertriebenen
Deutschen sind die eifrigsten
Helfer, Kulturträger und Freunde
für die dort lebenden Russen und
Polen geworden. Dr. Beutner nannte
eine Reihe von Beispielen aus Königsberg-Land,
so die Aktivitäten von
Willi Skulimma in Waldau, die
Restaurierungsprojekte an den Kirchen
in Arnau und Heiligenwalde, den
Einsatz von Klaus Wulff für die
Deutschen aus Russland, und als
Zeichen der engen Kontakte in ihrem
die Veranstaltungen zum Bestehen
der 50-jährigen Patenschaft des
Kreises Pinneberg und der Kreisgemeinschaft
Fischhausen waren insgesamt
eine sehr gelungene Sache. Ein
großes Dankeschön gebührt unserem
Vorsitzenden Herrn Louis-Ferdinand
Schwarz, sowie allen Verantwortlichen
und jedem einzelnen Helfer.
Das absolute Glanzlicht der Veranstaltung
war das Konzert der Bielefeld/Dissener
und des russischen
Chores aus Königsberg. Man konnte
zeitweilig „eine Stecknadel fallen“
hören. Einfach ein wunderbarer Ge-Heimatdorf
Heiligenwalde konnte sie
auf den Gast verweisen. Herr Georg
Artemjew betonte in seiner Ansprache
seine Überzeugung, dass die Arbeit
einfacher Menschen den Politikern
mit Sicherheit helfen werde. „Wir dienen
einer edlen Sache, der Verständigung
zwischen unseren Völkern!“,
sagte er.
Die Schlussworte sprach Manfred
Schirmacher, wobei er den Danksagungen
Helmut Borkowskis an alle,
die zum Gelingen des Treffens beigetragen
hatten, den Dank an die
Festrednerin und an den Chor Leteln
unter Leitung von Herbert Saeger hinzufügte.
Bärbel Beutner
(Heiligenwalde)
nuß! Sehr gut besucht waren auch die
Vorlesungen von Arno Surminski und
Frau Dr. Benz von der Agnes Miegel-Gesellschaft.
Bei der Kranzniederlegung
am Ehrenmal hatte ich am
Freitag für unsere Ortsgemeinschaft
teilgenommen. Die Opfer dürfen nicht
vergebens gewesen sein! Darum dürfen
wir nicht nachlassen in dem Bemühen
um ein friedliches Miteinander
aller Völker für die Zukunft. So war
es eine schöne Idee von Herrn
Schwarz, die Mitglieder des russischen
Chores an die Tische der Ortsgemeinschaften
zu bitten. Sie wurden
— Liebe Bludauer Heimatfreunde,
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freundlich aufgenommen und es war
zum großen Teil auch eine Verständigung
in deutsch möglich.
Von unserem Bludau hatte ich eine
kleine Ausstellung vorbereitet, in
Form von Bildern, Ortskarten und Beschreibungen
auf zwei Stelltafeln.
Besagte Tafeln fanden nach einigem
Überlegen ihren Platz rechts und links
der Eingangstür zum Versammlungssaal
im „Cap Polonio“. Es konnte also
niemand „an Bludau vorbei“, der
seine Heimatfreunde im Saal erreichen
wollte. So fanden die Bilder
doch einige Beachtung. Da unsere
Ortstreffen jeweils in Osnabrück stattfinden,
waren die Bludauer in Pinneberg
dünn gesät. Wie immer und überall
war „Pluto“ mit seinem Herrchen
Heinz Zander anwesend, weiter Klaus
Zander, Dora und Günter Kuschka und
Erika Wetzel. Im Laufe der Tage nahm
ich manche Gelegenheit wahr, unser
Bludau zu erklären und zu erzählen.
So auch ein kurzes Gespräch mit der
ausgezeichneten Solistin des russischen
Chores, Frau Ida .... Sie sah aus
einiger Entfernung die Tafeln an und
so fragte ich sie , ob sie „Kostrowo“
kenne. „Oh, Kostrowo, ja. Ich war in
Kostrowo an der Schule Musiklehrerin“,
sagte sie und sah sich die
Bilder nun genauer an. Es war natürlich
nicht das Kostrowo, das sie kennt,
denn Kostrowo ist nicht unser altes
Bludau. Dann erzählte ich von unserem
alten Bludau und dass alle Gebäude,
die auf den Bildern zu sehen
sind, heute nicht mehr vorhanden sind.
Zu unserem Gedenkstein folgendes:
Auf meine Bitte hatte Herr Schwarz
bei seinem Besuch im Samland Anfang
August einen Besuch in Bludau
bei der Verwaltung gemacht und mit
Nachdruck um eine regelmäßige
Pflege gebeten. Steht der Stein doch
für die Toten beider Nationen! So
bleibt zu hoffen, daß letztendlich eine
gute Regelung für diese Aufgabe
gefunden wurde.
Allen Lesern einen gesunden Herbst
und Winter, ein gesegnetes Weihnachtsfest
und ein friedliches Neues
Jahr 2002.
Mit heimatlichen Grüßen,
Ihre Erika Wetzel
Am Schafkamp 3
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel.:04791-57290
Achtung!
Vom 17. Dezember 2001 bis zum 4. Januar 2002 ist die
Geschäftsstelle der Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V.
Pinneberg wegen Urlaub geschlossen.