Full text : Unser Schönes Samland

Arbeiten erledigt werden:
Personal für Einlass und Info im
Cap Polonio, Räume für Vorträge und
Veranstaltungen, Kaffee und Kuchen,
Verpflegung für die russischen Sänger
bis hin zu den Blumen, mit denen den
Beteiligten gedankt wurde. Es war
beeindruckend, das alles und wie gut
alles geklappt hat.

Unser Heimatbrief —

Wie dem Heimatbrief 151 zu entnehmen
 war, ist wieder eine Ära zu
Ende gegangen. Wir nehmen Abschied
 von unserer langjährigen
Schriftleiterin Gisela Hußfeld und
wünschen ihr noch einen langen und
gesunden Ruhestand ohne die Pflichten,
 den Samländern bald wieder
etwas „Lesbares“ bieten zu müssen.
Für sie beginnt nun die Zeit der
Hobbys und der Reisen mit Ehemann
Karl.
Wir, die Leser und Verfasser von
Beiträgen, freuen uns aber auch, dass
die Kontinuität weiter gewahrt wird
und eine jüngere Dame, Frau Monika
Ziegler, die Arbeit fortsetzt und uns
vielleicht wieder über einen langen
Zeitraum einen interessanten Heimatbrief
 zusammenstellt.
Sicherlich haben die wenigsten
Leser noch den ersten Heimatbrief (1.
Folge) in Erinnerung. Er erschien im
April 1964 als Heimatbrief für den
Kreis Fischhausen, wurde von Schulrat
 Ernst Morgenroth zusammengestellt
 und umfaßte ganze 16 Seiten.

Herzlichen Dank für diesen Einsatz!
Ich möchte aber auch einen Dank an
Frau Schwarz und Herrn Albers anfügen,
 die diese Arbeit ihrer Ehepartner
verständnisvoll mitgetragen haben.

Für den Vorstand der
Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V.
Hans-Georg Klemm

„Aller Anfang ist schwer“ und so
dauerte es eine Weile, bis interessante
Beiträge aus dem Kreis der Leser,
also von den Heimatfreunden, geliefert
 wurden. Diese Berichte stammten
aus dem eigenen Erleben der Verfasser,
 vermittelten den Lesern Erinnerungen
 an die Heimat und sind

Von links nach rechts: Monika Ziegler,
Ursula Albers, Louis-Ferdinand Schwarz,
Qisela FHußfeld (Foto: Albers)

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auch heute noch eine unschätzbare
Quelle an Information über Leben und
Ereignisse von früher. Die Landsleute
wollten den Heimatbrief „Unser schönes
 Samland“, wie bereits der Titel
der ersten Folge lautete, nicht mehr
missen.
Nach dem Tod von Ernst Morgenroth
 im Frühjahr 1967 übernahm Ernst
Pentzlin die Schriftleitung ab der 14.
Ausgabe des Heimatbriefes. Ihm folgte
 ab dem 36. Heft Karl Zibner. Zu
diesem Zeitpunkt wurde der „Verein
Samländischer Heimatbrief4 gegründet
 und ab Ostern 1975 erfolgte die
Herausgabe gemeinsam mit dem
Kreis Königsberg Land. Mit der 53.
Folge (März 1977) ging die
Schriftleitung an Charlotte Schwarze
über. Ab März 1980 (65. Folge) stellte
 Christel Klüver-Hinz den Heimatbrief
 zusammen. Nach ihr übernahm
Frau Doris Meller mit der 69. Folge
die Redaktionsarbeit.
Am 01.10.1978 wurde Gisela
Hußfeld die Geschäftsführung der
Kreisgemeinschaft Fischhausen übertragen,
 die sie zunächst bis 01.02.
1994 inne hatte, dann aber mit Unterbrechungen
 bis zum 30.06.1998 weiterführte.
 In dieser Zeit fiel der
„Eiserne Vorhang“ und Gisela Hußfeld
 gehörte mit zu den ersten, die
Hilfsgüter-Transporte nach Königsberg
 begleiteten. Dadurch und durch
die damit entstandenen, verschiedenen
 Kontakte nach Königsberg und
ins Samland gab es in der
Geschäftsstelle ein Mehrfaches an
Arbeit. Doris Meller mußte im Herbst

1991 aus Gesundheitsgründen die
Schriftleitung des Heimatbriefes niederlegen.
 Da niemand für diese
Aufgabe gefunden werden konnte,
übernahm Gisela Hußfeld zusätzlich
die Schriftleitung des Heimatbriefes,
um die ans Erscheinen gewöhnten
Samländer nicht zu enttäuschen. Sie
erledigte diese Arbeiten in ihrer
Freizeit zu Hause und wir erhielten
nun mit der 151. Folge die letzte
Ausgabe, die unter ihrer Federführung
entstand.

Damit hat Gisela Hußfeld, wie auch
Doris Meller, unseren Heimatbrief 10
Jahre lang gestaltet. Es ist hervorzuheben,
 daß sie - im Gegensatz zu
allen Vorgängern bei dieser Aufgabe -
keine Samländerin ist. Sie hat in dieser
 Zeit für die Redaktionsarbeit den
Computer eingeführt, einige Seiten in
Farbdruck ausführen lassen und den
Versand zum Verlag verlagert, da vor
Ort keine Samländer mehr für diese
Arbeiten zur Verfügung stehen. Der
Umfang des Heimatbriefes wurde
während ihrer Schriftleitung von etwa
80 auf fast 120 Seiten erweitert.
Wenn wir heute mit Stolz auf den
vier Mal im Jahr erscheinenden
Heimatbrief „Unser schönes Samland“
 blicken können, der nun fast 40
Jahre lang seine Kontinuität gewahrt
hat, dann hat Gisela Hußfeld daran
einen entscheidenden Anteil.

Danke!
Im Namen der Leser/innen und
Autoren/innen
Hans-Georg Klemm