Full text : Unser Schönes Samland

r

Qlöck op

Wat wöll wi hiede wedder moake,
dat Öller huckt ons önne Knoake,
dat Palwnecker Hupke schrompelt enn,
wat kömmt ons sonst noch ennem Sönn?

Manch eener secht: „ Op öck noch foahr,
dat ös mi allet schon to schwoar“,
een andrer meent, „Böst du denn domm,
wi hole ut, nu komm man, komm!"

Väl moakt okde Bequemlichkeit,
de ole Knoakes sönd nich bereit
söck ömmer rechtig entoschäkle,
da kannst di moargens noch so räkle.

V_______________________

Liebe Peyser!

Dieses

Mal möchte ich Euch von einer
 denkwürdigen Begegnung berichten:

Unser letzter General Otto Lasch, verstorben
 1971, sollte im April 1945 unser
unvergessliches Königsberg bis zum Ende
als Festung verteidigen. Mit seinen
90.000 Soldaten ohne Munition und
Waffen, erschien ihm das vollkommen
sinnnlos mit diesen unbewaffneten Soldaten
 gegen die rote Armee anzutreten.
Um noch mehr Unheil und sinnloses
Sterben zu vermeiden, entschied sich der
General zur Kapitulation. Daraufhin
wurde der General zum Tode verurteilt,
dazu kam es jedoch nicht mehr, er geriet
 mit seinen tapferen Soldeten in russische
 Gefangenschaft. Seine Ehefrau
und beide Töchter wurden danach von
der Gestapo verhaftet.

Denn göwt et welke, de noch kuum
gewese send in dissem Ruum,
wenn de von Heimweh nich geploagt,
sönd se wie Emmersch, wo verspoakt.

On ömmer wedder ös et scheen,
weil wi ons noch e moal geseh
et sönd de Benzeis von to Hus,
drom an ju alle: „ Glöck op “ tom Gruß.

Eva Pultke-Sradnick
zum Gemeindetreffen
am 9. und 10. April 2005 in Köln

J

Mein Mann war zu jener Zeit zwei Jahre
in Königsberg und gehörte der 13. Infanterie-Kompanie
 an. Er bekam jedoch
noch einen kurzen Heimaturlaub nach
nach Westfalen, wo ich bereits auf einem
 Bauernhof wohnte. Durch verschiedene
 Umstände kam mein Mann nicht
mehr zu seinem Regiment zurück, so
hatten wir wieder Glück im Unglück. Als
Verwundeter kam er von Berlin nach
Dänemark.

Einige Jahre nach Kriegsende begannen
 regelmäßige Treffen der Überlebenden
 des 13. Regiments in Ummeln bei
Bielefeld, an denen auch wir teilnahmen.
Nun die Überraschung! Ohne Ahnung,
wer uns begrüßen würde, hielt der ehemalige
 General Lasch eine Ansprache
über die letzten Gefechtstage in Königsberg

 Wir konnten es gar nicht fassen und
waren sehr gerührt. Er kam zum Schluss
noch an jeden Tisch und verabschiedete
sich von allen per Handschlag - bis zum
nächsten Wiedersehen. Daraus wurde
leider nichts mehr, denn er war schon von
Krankheit gezeichnet und ist kurz darauf
verstorben.
Unser geliebtes Königsberg können wir
bis heute nicht vergessen, den großen
Tiergarten, den Steindamm, das große
Kaufhaus „Kepa“, das große Alhambra-Kino,
 Kaffeetrinken mit täglicher Musikbegleitung,
 das Schloss, den Münz- und
Kaiser-Wilhelm-Platz, Ober-Unterberg
bis zum großen Hauptbahnhof - 60 Jahre
 liegt dies alles zurück.
Liebe Heimatfreunde, wie wäre es,
wenn auch Ihr mal etwas berichten würdet?

 Ich möchte Euch erinnern, am nächsten
 Kreistreffen in Pinneberg möglichst
vollzählig teilzunehmen. Wer weiß, wie
lange wir dies noch können, da wir zunehmend
 älter werden und das Reisen
nicht mehr so leicht fällt.

Ich wünsche Euch allen einen schönen
 Sommer, bleibt gesund bis zum
nächsten Treffen! Der Peyser Reisegruppe
 wünsche ich im Juli schönes
Sommerwetter, gute Hin- und Rückfahrt!

Mit heimatlichen Grüßen

Eure Hedwig Biomeyer
Niederbechsener Straße 20
32547 Bad Oeynhausen
Tel.: 05731 - 94 05 62

Liebe Pillauer Heimatfreunde!

Das

nächste Treffen der Heimatgemeinschaft
 Seestadt Pillau e.V.
findet vom 6. - 8. August 2005 in der
Patenstadt Eckemförde statt. Wir bezeichnen
 es als „Jubiläumstreffen“:
Vor 50 Jahren, 1955,
- wurde unsere Heimatgemeinschaft als
Verein gegründet (29. Mai),
- übernahm Eckemförde die Patenschaft
für Pillau (10.September),
-wurde das aus Pillau stammende
Denkmal des Großen Kurfürsten in
Eckemförde neu eingeweiht (11.
September).
Seitdem finden in Eckemförde alljährlich
 Pillauer Heimattreffen statt. Das Programm
 des diesjährigen Treffens ähnelt
dem der Voijahre, doch alle Einzelheiten
stehen noch nicht fest. Am Sonnabend

beginnt der gesellschaftliche Teil um 20
Uhr im Stadthallenrestaurant. Am Sonntag
 beginnen der evangelische Gottesdienst
 um 10 Uhr in der Borbyer Kirche
und der Festakt am Denkmal des Großen
 Kurfürsten um 12 Uhr. Im Anschluss
an den Festakt stehen Busse für die Fahrt
zum Stadthallenrestaurant bereit. Am
Montag findet wieder die beliebte Fahrt
in See statt.
Bei ausreichendem Interesse kann für
die nicht seetauglichen „Landratten“ zusätzlich
 eine gemeinsame Tagesfahrt (ca.
10 - 16.30 Uhr) im Kleinbus nach Friedrichstadt
 angeboten werden. Dieser
Programmpunkt mit einer Kostenbeteiligung
 von ca. 10 Euro wird aber nur
dann angeboten, wenn ausreichend viele
 Pillauer bis zum 15. Juni 2005 telefo-